Der Zionismus – Zionistische Siedler sind auch Terroristen
Theodor Herzl gilt als Hauptbegründer des politischen Zionismus. Er war der Überzeugung, dass es an der Zeit sei, dass Juden eine Nation bilden und einen jüdischen Staat gründen müssten aufgrund von Antisemitismus, gesetzlicher Diskriminierung und gescheiterter Aufnahme von Juden in die Gesellschaft. Er wurde zum Vordenker des Zionismus, organisierte eine Massenbewegung und bereitete so der Gründung Israels gedanklich den Weg. Unter Herzls Vorfahren fanden sich sowohl christliche Konvertiten als auch Anhänger des frühen Zionismus.
Der Vordenker des Zionismus, Theodor Herzl, bei einer Audienz des hl. Papstes Pius X.
Am 25. Januar 1904, dem Fest der Bekehrung des Apostels Paulus, ein knappes halbes Jahr vor seinem Tod, hatte Theodor Herzl eine Audienz bei Papst Pius X. Herzl bat Seine Heiligkeit, seinen Plan zur Ansiedlung von Juden in Palästina zu „segnen“. Bei dieser Gelegenheit hatte der Papst deutlich zum Ausdruck gebracht, dass er die zionistische Bewegung nicht unterstützen kann.
Papst: Wir können diese zionistische Bewegung nicht unterstützen. Wir können die Juden nicht daran hindern, nach Jerusalem zu gehen – aber wir könnten es niemals gutheißen. Der Boden Jerusalems, wenn er nicht schon immer heilig war, ist durch das Leben Jesu Christi geheiligt worden. Als Oberhaupt der Kirche kann ich Ihnen keine andere Antwort geben. Die Juden haben unseren Herrn nicht anerkannt, deshalb können wir das jüdische Volk nicht anerkennen.
HERZL: [Der Konflikt zwischen Rom und Jerusalem, verkörpert durch uns beide, flammte wieder auf. Anfangs versuchte ich, versöhnlich zu sein. Ich sagte meine Meinung. … Es beeindruckte ihn nicht sonderlich. Jerusalem durfte nicht in jüdische Hände fallen.] Und wie steht es jetzt um Jerusalem, Heiliger Vater?
Papst: Ich weiß, es ist unangenehm, die Türken im Besitz unserer heiligen Stätten zu sehen. Wir müssen uns damit abfinden. Aber den jüdischen Wunsch, diese Stätten zu besetzen, zu billigen, das können wir nicht tun.
HERZL: [Ich sagte, dass wir unsere Bewegung ausschließlich auf dem Leiden der Juden gründen und alle religiösen Fragen beiseite lassen wollen].
Papst: Ja, aber wir, ich als Oberhaupt der katholischen Kirche, können das nicht tun. Wahrscheinlich wird eines von zwei Dingen geschehen. Entweder die Juden behalten ihren alten Glauben bei und warten weiterhin auf den Messias, von dem wir glauben, dass er bereits erschienen ist – in diesem Fall leugnen sie die Göttlichkeit Jesu, und wir können ihnen nicht helfen. Oder sie gehen ohne jegliche Religion dorthin, und dann können wir überhaupt nichts mehr mit ihnen zu tun haben.
Der jüdische Glaube war das Fundament unseres eigenen, aber er wurde von den Lehren Christi abgelöst, und wir können nicht zugeben, dass er noch irgendeine Gültigkeit besitzt. Die Juden, die als Erste Jesus Christus hätten anerkennen sollen, haben dies bis heute nicht getan.
HERZL: [Mir lag es auf der Zunge zu sagen: „Das kommt in jeder Familie vor: Niemand glaubt an seinen eigenen Verwandten.“ Aber stattdessen sagte ich:] Terror und Verfolgung waren nicht gerade die besten Mittel, um die Juden zu bekehren. [Seine Antwort hatte in ihrer Schlichtheit etwas Erhabenes:]
Papst: Unser Herr kam ohne Macht. Er kam in Frieden. Er verfolgte niemanden. Selbst seine Apostel verließen ihn. Erst später erlangte er Bedeutung. Die Kirche brauchte drei Jahrhunderte, um sich zu entwickeln. Die Juden hatten also genügend Zeit, seine Göttlichkeit ohne Zwang oder Druck anzuerkennen. Doch sie entschieden sich dagegen und haben es bis heute nicht getan.
HERZL: Aber, Heiliger Vater, die Juden befinden sich in einer furchtbaren Notlage. Ich weiß nicht, ob Eure Heiligkeit das ganze Ausmaß ihrer Tragödie erfasst hat. Wir brauchen ein Land für dieses geplagte Volk.
PAPST: Muss es Jerusalem sein?
HERZL: Wir fordern nicht Jerusalem, sondern Palästina – nur das säkulare Land.
PAPST: Wir können das nicht befürworten.
[Anmerkung des Herausgebers Lowenthal:] Hier wird die unnachgiebige Ersetzungstheologie ganz klar als Norm der römisch-katholischen Kirche verteidigt. Dieses Bekenntnis sowie der gesamte Tonfall des Papstes in seinem Treffen mit Herzl deuten zudem auf die Fortführung einer doktrinären Ausrichtung hin, die jahrhundertelang zu erniedrigendem Verhalten gegenüber den Juden geführt hat. Diese Reaktion zeichnet sich jedoch durch die „Großspurigkeit“ einer völligen Ausblendung dessen aus, was Herzl angedeutet hatte, nämlich dass der schlechte Ruf des römischen Katholizismus gegenüber den Juden kaum zur Konversion beitragen würde. Wenn es außerdem „drei Jahrhunderte dauerte, bis sich die Kirche entwickelte“, so benötigte sie genau diese Zeitspanne, um ihren Antisemitismus zu festigen und in den folgenden Jahrhunderten zu entfesseln.
HERZL: Ist Eure Heiligkeit die Lage der Juden bekannt?
Papst: Ja, seit meiner Zeit in Mantua, wo es Juden gibt. Ich habe immer freundschaftliche Beziehungen zu Juden gepflegt. Erst neulich waren zwei Juden hier, um mich zu sehen. Es gibt andere Bande als die der Religion: gesellschaftliche Beziehungen zum Beispiel und Nächstenliebe. Solche Bande pflegen wir gerne mit den Juden. Wir beten sogar für sie, dass ihr Geist zum Licht komme. Heute feiert die Kirche das Fest eines Ungläubigen, der auf wundersame Weise – auf dem Weg nach Damaskus – bekehrt wurde. Und wenn ihr also nach Palästina kommt und euer Volk dort ansiedelt, werden wir mit Kirchen und Priestern bereitstehen, um euch alle zu taufen. (Marvin Lowenthal, Die Tagebücher von Theodor Herzl.)
(Quelle: http://www.christorchaos.com/?q=content/benedictus-qui-venit-nomine-domini-part-nineteen)
Die Gründung des Staates Israel in Palästina ist aus historischer Sicht ein Fehler gewesen
In dem Beitrag „Israelkritik und Judenfeindlichkeit“ ist dargelegt, dass der jüdisch-arabische Konflikt von England herbeigeführt wurde. Aus heutiger Sicht muss man feststellen, dass es ein historischer Fehler war, einen jüdischen Staat in Palästina zu errichten, zumal dies nicht ohne Gewalt und Terror möglich war. Es gibt zahlreiche historische Quellen, die dies bezeugen.
Denn trotz des Pseudo-Friedens, den US-Präsident Trump im Nahen Osten zwischen Israel und den Hamas vermittelt hat, ist dieser Frieden kein wirklicher Frieden, denn er kann nicht dauerhaft sein. Schon kurze Zeit später kam es wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Es wird – so ist ohne Hellsehen nachvollziehbar – keinen dauerhaften Frieden im Nahen Osten geben.
Die Existenz des Staates Israel eine vollendete Tatsache. Es ist daher auch vollkommen klar, dass niemand die Zerstörung bzw. Auslöschung des Staates Israels fordern darf. Jedoch ist auch klar, dass die Gründung und Existenz des Staates Israel dem Willen Gottes widerspricht. Aus diesem Grund wird auch keine andere Nation auf Erden, die sich dem Willen Gottes widersetzt, jemals Frieden finden.
Eine dauerhafte Lösung und ein dauerhafter Frieden kann erst entstehen, wenn die israelische wie die arabische Bevölkerung sich zu Christus, dem wahren Messias, bekennen und Christen, genauer Katholiken werden.
Frieden im Nahen Osten ist in absehbarer Zeit nicht vorstellbar; erst in der Zeit des Antichristen, wenn die große Bekehrung der Juden (und auch der Mohammedaner) zu Christus sich vollzieht, wird eine Wendung in der Beziehung zwischen den zwei feindlichen semitischen Brüdern geschehen.
Der israelische Staat entstand durch Terrorakte
Wie Erik v. Kuehnelt-Leddhin in seinem Buch „Die falsch gestellten Weichen“ schreibt, entstand der Staat Israel „im Herzen der arabischen Welt, an einer Stelle, die den islamischen Bereich in zwei Hälften zerschneidet.“ (S. 400)
Vergessen wird heute allzu gern, dass die zionistischen Terrororganisationen Irgun und Hagana mit ihren Terrorakten maßgeblich an der Entstehung des Staates Israel beteiligt waren. David Ben-Gurion von der Hagana wurde der erste Premierminister Israels, während Irgun-Anführer Menachem Begin der sechste Premierminister wurde. Begin ist auch der Gründer des heutigen Likud, der Partei Netanjahus.
In Folge des Arabischen Aufstandes (1936 bis 1939) verübte die Gruppe Irgun terroristische Anschläge gegen die arabische Bevölkerung.
„Im Sommer 1939 ermordete ein Hagana-Kommando in einem Racheakt nachts in dem palästinensischen Dorf Lubya mehrere unbeteiligte Zivilisten, zwei Männer und eine Frau, und verletzten zwei kleine Kinder. Geplant wurde die Aktion unter anderem von Nachum Shadmi, der später in der israelischen Armee Karriere machte und dessen Sohn Issachar Shadmi 1956 Kommandant der Polizeibrigade sein sollte, die das Massaker von Kafr Qasim verübte.“ Dies lesen wir bei Wikipedia.
Wir sehen hier bereits die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der einheimischen arabischen Bevölkerung und den Zionisten.
Selbst die britische und US-amerikanische Regierung hatten damals die Irgun und die Haganah als Terroristen eingestuft. Der britische Verwalter der Region, J. V. W. Shaw, und General Sir Bernard Paget erklärten, dass „jüdische Terroristen Gewaltverbrechen begangen haben“. Die Erklärung enthielt außerdem eine allgemeine Zusammenfassung der Aktionen der jüdischen Terroristen:
„Beamte und Angehörige der Sicherheitsdienste wurden kaltblütig ermordet und erschossen, als sie ihren Dienst zur Verteidigung von Leben und Eigentum ausübten; unschuldige Passanten wurden getötet. Regierungsgebäude im Wert von Zehntausenden Pfund wurden durch Sprengstoff und Feuer zerstört …“
Am 23. September 1945 schlossen sich die Terrororganisationen Haganah, Irgun und Lehi mit Ben-Gurions Zustimmung zusammen. Anschließend begannen gemeinsame Bombenanschläge auf britische Gebäude sowie die Sprengung von Eisenbahnstrecken und Brücken. Sogar das zweite Stockwerk des Gebäudes, in dem britische Geheimdienstoffiziere wohnten, wurde bombardiert.“
„Kurz gesagt, die Irgun, die als Ursprung und Daseinsberechtigung von Netanjahus Partei gilt, hat zahlreiche Engländer getötet und verstümmelt und fast alle Arten von Orten bombardiert, von Militärfahrzeugen bis hin zu öffentlichen Gebäuden, zusammen mit anderen Organisationen. Sie ließen einen engen Freund des britischen Premierministers Winston Churchill und einen britischen Minister wie einen streunenden Hund erschießen. Die Irgun wurde von den britischen Behörden als Terrororganisation eingestuft, und einige ihrer gefassten Mitglieder wurden sogar wegen Terrorismus zum Tode verurteilt.“ (Quelle: Die Verherrlichung des Terrorismus: Eine kurze Geschichte zionistischer Terrororganisationen)
Worin besteht die Ironie im israelischen Hass auf die Palästinenser?
Während zu dieser Zeit in Hitlers Deutschland Juden in Konzentrationslagern inhaftiert und schließlich kaltblütig umgebracht wurden, taten sich die Zionisten in Palästina mit Terror gegen die palästinensische Bevölkerung hervor.
Ist es nicht eine der größten Ironien im israelischen Hass auf die Palästinenser?
Die schreckliche Ironie besteht darin, dass diese verächtliche Haltung und das mörderische Verhalten der Zionisten gegenüber „Untermenschen“, wie der verstorbene Ariel Sharon die Palästinenser einst bezeichnete, genau die gleiche Haltung ist, die der teuflische Okkultist Adolf Hitler gegenüber den Juden selbst hatte?
Die Zionisten haben die von den Nazis begangenen Verbrechen lange als Vorwand für den Einmarsch in Palästina und die Unterdrückung, den Diebstahl und die Gewalt gegen die Palästinenser genutzt, deren Familien seit Jahrhunderten in der Region lebten, um 1948 den Staat Israel zu gründen. Doch nun sind sie sich dieser Ironie völlig unbewusst, während sie die Vernichtung unschuldiger Menschen und ihrer Häuser planen, während ihre Regierung den Palästinensern, von denen die meisten heute Muslime unter der kleinen christlichen Minderheit sind, ihre eigene „Endlösung“ aufzwingt – mit derselben seelenlosen Entschlossenheit, die schon die Nazis selbst antrieb.
Viele Nazis hatten ihre unsterblichen Seelen direkt an den Teufel verkauft; die Seelen der Zionisten und der Muslime sind durch die Erbsünde vom Teufel gefangen. Wer eine vom Teufel gefangene oder besessene Seele hat, neigt zu Hass und der daraus so leicht entstehenden Gewalt, einschließlich direkter, vorsätzlicher Angriffe auf medizinisches Personal, das seinen palästinensischen Mitbürgern inmitten des andauernden israelischen Völkermords im Gazastreifen beisteht. (Quelle: http://www.christorchaos.com/?q=content/benedictus-qui-venit-nomine-domini-part-twenty-one)
Zwei wichtige Bücher über den Zionismus
Edwin Curtin hat auf ‚lewrockwell‘ eine Rezension des Buches „Palästina gekapert“ veröffentlicht. Darin heißt es:
Auf die Frage, warum er die Bemühungen der zionistischen Führer unterstütze, die Palästinenser aus ihrem Land zu vertreiben, antwortete Winston Churchill 1937: „Ich gestehe nicht ein, dass der Hund im Futtertrog das alleinige Recht auf den Futtertrog hat, auch wenn er dort schon sehr lange gelegen haben mag.“
In dem Buch lesen wir, dass Churchill „leugnete, dass den indigenen Völkern Amerikas oder den Schwarzen Australiens durch ihre Ersetzung durch eine ‚höherwertige Rasse‘ großes Unrecht widerfahren sei.“ Der Rezensent kommentiert:
Diese Rhetorik von einer „höherwertigen Rasse“ ist nichts anderes als Rassismus, und sie wurde von den Zionisten von Anfang an auf die Palästinenser angewendet. Hunde, Ungeziefer usw. Hitler wäre stolz.
Ethnische Vorherrschaft und ein rein jüdischer Staat waren schon immer das Ziel, selbst als die Zionisten Nazi-Rhetorik und -Taktiken anwandten, die sie angeblich verabscheuten, während sie mit den Nazis zusammenarbeiteten, um deutsche Juden nach Palästina, aber nirgendwo anders hinzubringen. Das sogenannte Haavara-Transferabkommen ist der Beweis dafür.
Thomas Suárez hat in seinem lesenswerten Buch „PALÄSTINA HIJACKED: Wie der Zionismus einen Apartheidstaat vom Fluss bis zum Meer schuf“, das von Noam Chomsky als „Eine vernichtende Geschichte, umfassend dokumentiert … viel zu aufschlussreich, um toleriert zu werden“ bewertet wird, wichtige Fakten aus Originalquellen zusammengetragen. Auf der Website „Thomas Suarez.com“ lesen wir zu dem Buch:
Der israelisch-palästinensische „Konflikt“ wird gemeinhin als Auseinandersetzung zwischen zwei ethnischen Gruppen – Arabern und Juden – verstanden, die dasselbe Land bewohnen. Thomas Suárez geht diesen vorgefassten Meinungen und den dazugehörigen Narrativen auf den Grund und enthüllt etwas völlig anderes: die gewaltsame Übernahme Palästinas durch eine europäische, rassistisch-nationalistische Siedlerbewegung, den Zionismus, der mit Terror einen Anspruch auf das Land durchsetzt, für den es keine rechtliche oder moralische Grundlage gibt.
Suárez stützt sich umfassend auf Originalquellen, von denen viele hier erstmals veröffentlicht werden, und verknüpft geheime Geheimdienstberichte, neu freigegebene militärische und diplomatische Korrespondenz sowie die Erfolgsberichte der Terroristen selbst. Sein erschütternder Bericht schildert eine lange Liste zionistischer Terrorakte gegen alle, die sich ihnen in den Weg stellten – die einheimischen Palästinenser, die Briten, die zur Etablierung des Zionismus beigetragen hatten, und Juden, die sich der zionistischen Agenda widersetzten.
Die Terrorakte waren keineswegs vereinzelte Gräueltaten einzelner Gruppen, sondern wurden gezielt und systematisch von denselben Führern eingesetzt oder unterstützt, die später den Staat Israel gründeten und leiteten. Wir erleben diese Geschichte noch immer: Das Buch beweist, dass Israels Apartheidregime gegen die Palästinenser und die fortgesetzte Enteignung ihres Landes nicht das Ergebnis komplexer historischer Umstände sind, sondern von Anfang an das erklärte Ziel des Zionismus.
Zu seinem 2016 veröffentlichten Buch „State of Terror“ schreibt Thomas Suárez:
Anhand zahlreicher freigegebener britischer Dokumente, von denen viele bisher unveröffentlicht waren, schildert das Buch eine schockierende Kampagne zionistischen Terrorismus im Palästina der 1940er und 1950er Jahre. Ziel dieser Kampagne war jeder, der die messianischen Siedlerziele des Zionismus infrage stellte – sei es die britische Regierung, die einheimischen Palästinenser oder Juden.
Das heutige, scheinbar unlösbare Dilemma ist das unvollendete Werk jener Terrorkampagne: ein israelischer Staat, getrieben von unerfüllten territorialen Ansprüchen und dem Traum von ethnischer „Reinheit“. Die Rolle des zionistischen Terrorismus bei der Gründung des Staates Israel und der Aufrechterhaltung des heutigen Konflikts wird in Suárez’ bahnbrechender Darstellung der ununterbrochenen Geschichte schonungslos offengelegt.
Suárez Originalquellen nennen auch uns bekannte zionistische Führer mit ihren eigenen Worten, die niemals ans Licht der Öffentlichkeit gelangen sollten. Chaim Weizmann, Theodor Herzl, David Ben-Gurion, Menachem Begin, Jitzchak Schamir und Mosche Scharett werden als Lügner entlarvt, die drei Letztgenannten zudem als skrupellose Terroristen, während die drei Erstgenannten deren Terrortaktiken voll und ganz unterstützten.
Thomas Suarez schreibt, dass das Verhalten gegenüber den Palästinensern darin besteht, „dass sie nicht jüdisch sind. Wären sie jüdisch, egal ob palästinensisch, arabisch oder sonst etwas, würden sie willkommen geheißen und erhielten eine großzügige finanzielle Unterstützung, egal in welchem Teil der Welt sie leben, sie übernehmen ein Haus, dessen Besitzer vertrieben wurde, weil er nicht jüdisch ist.“
Die messianische Richtung des Zionismus
Thomas Suárez beschreibt in seinem Buch „Palästina Hijacked“ auf Seite 14 die messianische Richtung des Zionismus:
In den folgenden Jahrzehnten [von den Anfängen des Zionismus an], von führenden Persönlichkeiten wie David Ben-Gurion und Chaim Weizmann bis hin zur fanatischen Terrorgruppe Lehi, wurden die ideologischen Verlautbarungen des Siedlerprojekts in messianischer Sprache verfasst. Der Zionismus errichtete das endgültige Königreich, den biblischen Dritten Tempel, eine Auferstehung aus der Asche des sagenumwobenen Zweiten Tempels und des Tempels Salomos. Die Kämpfe, die Feinde, die Eroberungen und die Tragödien des Zionismus waren biblisch begründet, und die Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 wurde als Wiederaufnahme und Wiederherstellung des biblischen Reiches verkauft. Ben-Gurion formulierte es so: „Die Bibel ist unser Auftrag“, Palästina einzunehmen. (Zitat gefunden bei christorchaos)
Das zionistische Siedlerprojekt basierte von Anfang an auf einem fanatischen Messianismus, der als Mythos der Rückkehr moderner jüdischer Siedler in das hebräische Land der Bibel nach 2000 Jahren Abwesenheit vermarktet wurde – ein Land, das ihnen gehörte, obwohl sie nie dort gelebt hatten. Sie kehrten lediglich in ihre von Gott bestimmte, souveräne Heimat zurück, und die dort lebenden Palästinenser, egal wie lange schon, seien Usurpatoren, die aus ihren Häusern vertrieben, getötet oder ins Exil gezwungen werden müssten.
Die Bezeichnung des jüdischen Staates als „Israel“, ein Name, der tief in der messianisch-jüdischen und christlichen Kultur des Westens verwurzelt ist, war entscheidend, da sie die Sehnsucht nach dem Heiligen Land vergangener Zeiten und die Vorstellung einer „wahren“ Heimkehr weckte. Dies war unerlässlich, um die Unterstützung der Christen im Westen zu gewinnen. (Edward Curtin)
Die katholische Kirche hat den neuen Staat Israel im Nahen Osten nicht anerkannt. Auch Montini/Paul VI. hat den Staat Israel noch nicht formell anerkannt, aber eine Geste der Annäherung durch seinen Besuch 1964 in das Heilige Land, wo er in Israel empfangen wurde, bewirkt. Die Anerkennung Israels durch die neue Konzilskirche erfolgte später, und zwar unter Wojtyla/Johannes Paul II. durch eine 1993 vereinbarte Vollanerkennung des Staates Israel. Dies geschah durch die Unterzeichnung eines grundlegenden Abkommens zwischen dem Vatikan und dem israelischen Staat.
Die Mehrheit der israelischen Bevölkerung glaubt, dass es keine unschuldigen Palästinenser gibt
Die religiöse Grundlage der talmudischen Juden in Israel bestimmt auch das Verhalten der israelischen Siedler gegenüber den palästinensischen Bewohnern im Westjordanland, egal ob es sich um Christen oder Mohammedaner handelt.
Drei Viertel der israelischen Bevölkerung glauben, es gäbe keine unschuldigen palästinensischen Menschen. Einem Bericht der israelischen Zeitung Haaretz zufolge stimmten 64 % der israelischen Bevölkerung der Aussage zu, während 92 % der arabischen Israelis ihr widersprachen. Da 17,2 % der israelischen Bevölkerung arabischer Herkunft sind, entspricht dies für jüdische Israelis etwa 75 %. (Quelle: LifeSitenews – https://www.lifesitenews.com/news/75-of-jewish-israelis-believe-there-are-no-innocents-in-gaza-hebrew-university-poll/)
In seiner Rede vor der UN hielt Netanjahu eine Karte hoch, die das Westjordanland und den Gazastreifen als Teil Israels zeigte.
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu präsentierte während seiner Rede vor der 79. Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNGA) am 27. September 2024 in New York, USA, zwei Karten, auf denen das Westjordanland und der Gazastreifen nicht gekennzeichnet waren, sondern das gesamte Gebiet als Teil Israels dargestellt sind. Dies berichtete die Anadolu-Agentur.
Mit den Landkarten in der Hand sagte Netanyahu, die Welt müsse sich zwischen einem „Segen“ und einem „Fluch“ entscheiden.
Die erste Karte zeigte Israels potenzielle arabische Verbündete in der Region, die zweite den Iran und seine Verbündeten. Auf beiden Karten fehlten der Gazastreifen und das Westjordanland.
In seiner Rede kritisierte Netanjahu auch den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas und warf ihm vor, einen „diplomatischen Krieg“ gegen Israel zu führen. (Quelle: https://www.middleeastmonitor.com/20240927-in-un-speech-netanyahu-holds-map-showing-west-bank-gaza-as-part-of-israel/)
Dies sagte Netanjahu, nachdem Israel bereits seit 2002 über 80 illegale Siedlungspläne im besetzten Westjordanland und in Jerusalem genehmigt hatte. Nach einem Bericht des Nationalen Büros der PLO für die Verteidigung des Landes und den Widerstand gegen Siedlungen findet eine rasante und beispiellose Ausweitung israelischer Siedlungen auf palästinensischem Gebiet statt, die durch Regierungsentscheidungen und Militärbefehle begünstigt wird. Die israelische Armee hat Berichten zufolge um viele dieser Siedlungen „Pufferzonen“ errichtet und ist dabei unter dem Vorwand, die Sicherheit der Siedler zu gewährleisten, in benachbarte palästinensische Dörfer vorgedrungen.
Israelischen Schätzungen zufolge leben derzeit mehr als 720.000 Israelis in illegalen Siedlungen im besetzten Westjordanland, einschließlich Ostjerusalem. Der Siedlungsbau hat sich seit dem Amtsantritt der rechtsgerichteten israelischen Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Dezember 2022 deutlich beschleunigt.
(Quelle: https://www.middleeastmonitor.com/20240928-israel-approved-over-80-illegal-settlement-plans-in-occupied-west-bank-jerusalem-since-2022-palestinian-authorities/)
Israel verabschiedet vorläufiges Gesetz zur Annexion des besetzten Westjordanlands
Am 22. Oktober 2025 kam die Meldung, dass das israelische Parlament in erster Lesung mit 25 Ja- und 24 Nein-Stimmen einen Gesetzentwurf zur Annexion des besetzten Westjordanlandes verabschiedet hat.
Aus den Erklärungen der Likud-Partei geht hervor, dass sie nicht generell gegen die Annexion ist.
Wie ‚Middle East Eye‘ berichtet, kritisierte die Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in einer Erklärung die Verabschiedung des Gesetzes und „bezeichnete es als Versuch, die Regierung während des Besuchs des US-Vizepräsidenten JD Vance im Land in Verlegenheit zu bringen.“
Sie wies den Gesetzentwurf als „Provokation … mit dem Ziel, unsere Beziehungen zu den USA und Israels große Erfolge im Gaza-Einsatz zu schädigen“ zurück.
„Wir stärken die Siedlungen jeden Tag durch Taten, Budgets, Bauvorhaben, Industrie und nicht durch Worte“, zitierte die Times of Israel den Likud und betonte, dass „wahre Souveränität nicht durch ein repräsentatives Gesetz für das Protokoll erreicht wird, sondern durch die ordnungsgemäße Arbeit vor Ort und die Schaffung der politischen Bedingungen, die für die Anerkennung unserer Souveränität geeignet sind, wie es auf den Golanhöhen und in Jerusalem geschehen ist“.
Das heißt, nicht durch irgendwelche im Parlament verabschiedete Gesetze, sondern durch praktisch vollendete Annektierung durch israelische, zionistische und talmudische Siedler, die die Bewohner im Westjordanland terrorisieren und von ihrem angestammten Land vertreiben.
Israel droht schon seit vielen Jahren damit, das gesamte Westjordanland oder Teile davon, das es seit 1967 besetzt hält, zu annektieren.
Wie im Bericht weiter gemeldet, präsentierte Israels Finanzminister und faktischer „Gouverneur“ des Westjordanlandes, Bezalel Smotrich, einen Monat vor der Verabschiedung des Gesetzentwurfes einen umstrittenen Plan zur Annexion des größten Teils des Gebiets.
Gemäß dem Vorschlag würden nur noch sechs isolierte Enklaven – in denen sich wichtige palästinensische Städte wie Jenin, Tulkarm, Nablus, Ramallah, Jericho und Hebron befinden – außerhalb der israelischen Kontrolle bleiben.
Alle übrigen Gebiete, darunter Dutzende von Städten und Dörfern, würden formell annektiert.
Sollte die Palästinensische Autonomiebehörde Widerstand leisten, würde sie „zerstört“ werden, warnte Smotrich.
(Quelle: https://www.middleeasteye.net/news/israel-passes-preliminary-bill-annex-occupied-west-bank)
Wer ist Bezalel Smotrich?
Netanjahus Regierung hat Siedlerführer in Schlüsselpositionen gebracht – wie Finanzminister Bezalel Smotrich und Nationaler Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir, der 2007 wegen Anstiftung zu antiarabischem Rassismus und Unterstützung einer jüdischen militanten Gruppe strafrechtlich verurteilt wurde. Ihr Einfluss hat die zionistischen Siedler gestärkt, die die jüdische Kontrolle über das gesamte Westjordanland erlangen wollen.
Bezalel Smotrich, einer der Hauptanstifter der jüngsten Anschlagswelle, bezeichnet sich selbst als Faschist.
Smotrich, selbst Siedler, ist Netanjahus Finanzminister und als Vorsitzender der rechtsextremen Religiös-Zionistischen Partei eine Schlüsselfigur innerhalb der Koalitionsregierung. Er ist außerdem Minister im Verteidigungsministerium und zuständig für die Genehmigung neuer Siedlungen sowie de facto Gouverneur des Westjordanlandes.
Smotrichs Programm der Landenteignungen ist gnadenlos. Am vergangenen Wochenende kam es in der nördlichen Westbank um Aqraba, Burqa, al-Zawiya und Beita zu einer Welle von Angriffen auf palästinensische Bauern.
Die Siedler genießen nahezu völlige Straffreiheit. Wenn Palästinenser die Polizei um Hilfe rufen, kommt niemand.
Wenn sie sich verteidigen, rufen die Siedler das Militär zu Hilfe. Diese staatlich geförderte Kampagne hat ein alles bestimmendes Ziel: die Auslöschung der palästinensischen Gemeinschaften, die seit Generationen in diesem Gebiet existieren.
Einen Monat vor der oben erwähnten Gesetzesvorlage legte Smotrich seinen Plan vor, 82 Prozent des von ihm so genannten Judäa und Samaria zu annektieren.
Nach seiner Vision würden Palästinenser in isolierte Gebiete in den größeren Städten Palästinas zusammengepfercht. Sollte diese Vision Realität werden, würde die vielgepriesene Zwei-Staaten-Lösung, die von Großbritannien und anderen westlichen Staaten unterstützt wird, praktisch unmöglich.
Dies ist vollkommen beabsichtigt. Smotrich erklärte dies bereits im August bei der Bekanntgabe der Genehmigung des Siedlungsprojekts E1 – einem Plan zum Bau von mehr als 3.000 Wohnungen, der das Westjordanland faktisch vom besetzten Ostjerusalem abschneiden würde.
„Der palästinensische Staat wird von der Tagesordnung gestrichen, nicht mit Parolen, sondern mit Taten. Jede Siedlung, jedes Viertel, jede Wohneinheit ist ein weiterer Nagel im Sarg dieser gefährlichen Idee“, sagte er.
Der Talmud inspiriert direkt die zionistische Denkweise der israelischen Regierung. Ihr Finanzminister Bezalel Smotrich sagt, dass das Projekt „Groß-Israel“, das darauf abzielt, die Grenzen Israels durch Krieg – mit direkter Unterstützung der Vereinigten Staaten – zu erweitern, in religiösen Texten prophezeit wird. „Es steht geschrieben, dass die Zukunft Jerusalems darin besteht, sich bis nach Damaskus auszudehnen“, sagt er.
Wo steht das geschrieben? Die Bewegung „Groß-Israel“ entstand, um zu fordern, dass Israel alle Gebiete behalten sollte, die es im arabisch-israelischen Krieg von 1967 erobert hatte – genau das Ziel, das Smotrich heute mit der Annexion des Westjordanlands und des Gazastreifens verfolgt.
Darüber hinaus stützt sie sich auf Interpretationen des Alten Testaments, um zu behaupten, dass Israel das Recht habe, Teile des Irak, Saudi-Arabiens, Syriens, Ägyptens und Jordaniens zu annektieren. Es gibt mindestens drei Versionen von „Groß-Israel“ in der Bibel, aber Smotrich erklärt nicht, auf welche dieser Schriften er sich bezieht.
Smotrich nutzt diese Häresie, um seinen derzeit laufenden Plan zu rechtfertigen, die palästinensischen Gebiete des Westjordanlands gewaltsam zu annektieren und die Auslöschung oder Vertreibung der gesamten Bevölkerung des Gazastreifens voranzutreiben.
Das Projekt „Groß-Israel“ wurde durch den „Regimewechsel“ oder die „ewigen“ Kriege vorangetrieben, die Premierminister Benjamin Netanjahu 2002 vor dem Kongress der Vereinigten Staaten forderte und die auf dem traditionellen jüdischen Prinzip „Schlage deinen Feind zuerst“ – dem Konzept des „Präventivkrieges“ – basieren.
Die „Interpretationen“ des Alten Testaments bilden den Midrasch Raba, der zusammen mit dem Talmud, dem hebräischen Alten Testament und den fünf Büchern Mose die Traditionen der jüdischen Lehre umfasst, die als Tora bekannt sind, die jedoch keineswegs von allen Juden auf die gleiche Weise interpretiert oder akzeptiert wird, wobei viele der schlimmsten, schrecklichen talmudischen Lehren außer Acht gelassen werden.
Der Midrasch Raba hat die Doktrin des Präventivkrieges inspiriert, die Israel „seit dem ersten Tag“ verfolgt und die 2002 auf Anraten Netanjahus in die nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten aufgenommen wurde.
Eine Million historischer Christen, deren Wurzeln in der Zeit Christi liegen, wurden infolge dieser Kriegstreiberei getötet, inspiriert durch die „religiösen“ Lehren, die die Politik Israels und der USA prägen.
Wie rechtfertigen diese Lehren diese Handlungen? Der Talmud liefert weitere Einblicke.
„Die besten Nichtjuden sollten alle getötet werden“, heißt es in Soferim 15, „auch wenn wir nicht im Krieg sind“.
Weiter heißt es im Talmud: „Gott hat den Juden alle Besitztümer der Nichtjuden zugestanden“ – was bedeutet, dass Land und Eigentum von Nichtjuden nach dem halachischen Recht beschlagnahmt werden können, das nach Ansicht vieler Mitglieder der israelischen Regierung das Gesetzbuch des Staates Israel sein sollte.
Netanjahu hat den hebräischen Namen „Amalek“ – ein Begriff, der die Feinde Israels bezeichnet – häufig verwendet, die, wie der ehemalige IDF-Chef Yoav Gallant über die Bewohner Gazas sagte, „menschliche Tiere“ sind.
Siehe in dem Beitrag „Der dämonische Hass auf Juden“ den Abschnitt:
– Netanjahu erklärt Gaza den heiligen Krieg und zitiert dabei die hebräische Bibel
Israel schränkt systematisch die Bewegungsfreiheit der Bewohner im Westjordanland ein
Ein weiterer Bericht vom 31. Oktober 2025 liefert den Beweis für das Vorgehen der israelischen Behörden, indem Israel das Westjordanland mit fast 1000 neuen Barrieren abschnürt, d. h. diese Barrieren trennen systematisch palästinensische Städte und legen das tägliche Leben lahm. Einfache Fahrten dauern aufgrund unvorhersehbarer Gate-Schließungen jetzt Stunden. Diese Kontrollen werden durch gewaltsame Angriffe von Siedlern und Militäreinsätze noch verschärft.
Die Strategie zielt darauf ab, das Territorium zu zersplittern und die palästinensische Freiheit auszulöschen.
In dem Bericht heißt es:
„In einer dramatischen Eskalation seiner jahrzehntelangen Besatzung hat Israel seit dem 7. Oktober 2023 916 neue Barrieren, Tore und Mauern im besetzten Westjordanland errichtet und damit systematisch die Bewegungsfreiheit und die Lebensgrundlagen der Palästinenser eingeschränkt. Das Westjordanland wird in ein zersplittertes Gebiet verwandelt, in dem Bewegungsfreiheit nur noch eine ferne Erinnerung ist und das Wirtschaftsleben gezielt unterdrückt wird. Für die drei Millionen Palästinenser, die dort leben, ist die Botschaft eindeutig: Ihr Land wird ihnen genommen, ihre Zukunft eingeschränkt, und ihr Alltag ist von kontrollierter Verzweiflung geprägt. Die fast 1.000 neuen Barrieren sind nicht nur Metall und Beton; sie sind der sichtbare Ausdruck einer Besatzung, die in ihre brutalste und endgültigste Phase eintritt.“ (Quelle: https://www.wwiii.news/2025-10-31-israel-west-bank-barriers-palestinian.html)
Berichte von B’Tselem über die terroristischen Aktionen von zionistischen Siedlern
B’Tselem (hebr., „Ebenbild“, vgl. Genesis 1,27) ist eine israelische Nichtregierungsorganisation in Jerusalem, die 1989 als „Israelisches Informationszentrum für Menschenrechte in den besetzten Gebieten“ gegründet wurde. Sie hat ca. 40 Angestellte. Ihr Aufgabenbereich beschreibt die NGO selbst wie folgt:
„Seit der Gründung von B’Tselem im Jahr 1989 dokumentieren, erforschen und veröffentlichen wir die Statistiken, Zeugenaussagen, Videomaterial, Positionspapiere und Berichte über Menschenrechtsverletzungen, die Israel in den besetzten Gebieten begeht.“
Am 28. Juli 2025 veröffentlichte B’Tselem den Bericht ‚Our Genocide‘ in dem die Organisation das Vorgehen Israels gegen die Zivilbevölkerung im Gazastreifen seit 2023 einen Genozid nennt.
Die Organisation selbst ist in Israel umstritten; doch dies wundert nicht, wenn wir ihre Berichte über die terroristischen Aktionen israelischer Siedler im Westjordanland lesen.
Siedlungen im Gebiet C wurden unter dem Deckmantel des Gaza-Krieges zwangsumgesiedelt
In einem Bericht vom 27.10.2025 auf der Website B’Tselem lesen wir:
Seit Oktober 2023 haben militärische Angriffe und Gewalt durch Siedler und das Militär im Westjordanland zu einer Vertreibung von Palästinensern in einem Ausmaß geführt, wie es seit der israelischen Besetzung des Westjordanlandes 1967 nicht mehr vorgekommen ist. In diesem Zeitraum wurden Dutzende palästinensische Gemeinden – mit mehr als 2.000 Einwohnern – infolge der Gewalt aus ihren Häusern in der Zone C vertrieben. Stand Juni 2025 sind Tausende weitere Bewohner Dutzender anderer palästinensischer Gemeinden aufgrund täglicher Siedlerangriffe weiterhin von Vertreibung bedroht.
Palästinensische Gemeinden in der Zone C sind seit Langem Ziel israelischer Behörden, doch diese Bemühungen haben sich seit Oktober 2023 dramatisch verschärft. Mit staatlicher Unterstützung haben Siedler in den letzten Jahren Dutzende von Lagern um diese Gemeinden errichtet. Ihr Hauptziel: die Palästinenser von ihrem Land zu vertreiben und so viel Territorium wie möglich zu erobern. Die von den in diesen Lagern lebenden Siedlern verübte Gewalt hat sich stark verschärft und während der israelischen Offensive auf Gaza ein beispielloses Ausmaß erreicht.
Dieser erschreckende Alltag umfasst schwere körperliche Übergriffe, das Eindringen von Siedlern in Gemeinden und Häuser zu jeder Tages- und Nachtzeit, Brandstiftungen, die Vertreibung von Hirten von ihren Weideflächen und Bauern von ihren Feldern, die Tötung und den Diebstahl von Vieh, die Zerstörung von Ernten, den Diebstahl von Ausrüstung und persönlichen Gegenständen sowie die Blockierung von Zufahrtsstraßen.
Es finden sich Berichte über Hauszerstörungen und Eigentums-Enteignungen durch israelische Behörden in diesen und anderen von Zwangsumsiedlung betroffenen Gemeinden. Außerdem gibt es ausführliche Berichte über staatlich unterstützte Siedlergewalt in palästinensischen Gemeinden. Auf der Webseite ist eine Liste mit Vertreibungen von ganzen Gemeinschaften seit dem 7. Oktober 2023 zu finden. * Die Liste wird von B’Tselem fortlaufend aktualisiert.
(Quelle: https://www.btselem.org/settler_violence_updates_list?importance=1)
In einem anderen Bericht vom 14. November 2025 wird die Vertreibung der Bewohner durch die Zionisten beschrieben:
In Mughayyir al-Deir zwangen extremistische Siedler – darunter der von Großbritannien sanktionierte Terrorist Elisha Yered – 150 Palästinenser nach einer fünftägigen Kampagne aus Brandstiftungen, Schlägen und Viehschlachtungen zur Flucht. Yered prahlte in den sozialen Medien: „Dieser Außenposten beherbergte etwa 150 Personen der feindlichen Bevölkerung, aber er wurde zerstört.“ Israelische Soldaten sahen tatenlos zu, wie Siedler Familien schikanierten, die gerade ihre eigenen Häuser abrissen. Ein Dorfbewohner, der aus Angst anonym bleiben wollte, sagte Reportern: „Wir gehen alle.“ (Quelle: https://www.wwiii.news/2025-11-14-israeli-settlers-ethnic-cleansing-in-west-bank.html)
Was sind das für böse Menschen!
In allen Stämmen, Völkern und Nationen gibt es gute und böse Menschen, unabhängig von ihrer jeweiligen Religion. Dies gilt auch für die Juden in aller Welt.
Wenn es im Christentum böse Menschen gibt, dann ist ihr Verhalten nicht von der Religion ihres Stifters, Jesus Christus, bestimmt, der uns alle angehalten hat, seine Gebote zu beobachten. Die Liebe, genauer gesagt die übernatürliche Liebe, auch gegenüber unseren Feinden, ist das Maß, das Er als Richter über uns Christen angibt.
Woher die zionistische Unmenschlichkeit kommt
Die bösen Menschen, die die menschengemachte Religion des Talmudismus praktizieren, leben nach den Richtlinien und den Geboten des Talmud. Und die Bestimmungen, die dort gegenüber Nichtjuden enthalten sind, machen sie, wenn sie den Talmud ernst nehmen, zu bösen Menschen. Deshalb ist sie sowohl für Juden wie für Nichtjuden eine verderbliche Religion.
Weitere Informationen über den Talmudismus siehe in dem Beitrag „Der Talmudismus eine verderbliche Religion“.
Die zionistische Unmenschlichkeit gegenüber den Palästinensern basiert auf dem etablierten zionistischen und talmudischen Glauben, dass Nichtjuden unwürdige Untermenschen seien, dass alle Nichtjuden beseitigt werden müssten, damit sich der mystische jüdische „Messias“ offenbaren und „Israel“ politisch und territorial an seinen „rechtmäßigen“ Platz zurückführen könne. So behauptet Rabbi David Touitou:
Der jüdische Messias wird erst erscheinen, wenn Europa und das Christentum vollständig vernichtet sind. Daher frage ich Sie: Ist es eine gute Nachricht, dass der Islam in Europa einmarschiert? Es ist eine hervorragende Nachricht! Der Islam ist der Besen Israels. (Siehe Video auf youtube: Rabbi David Touitou, jüdischer Rabbiner: „Der Messias wird erst wiederkehren, wenn Europa und das Christentum vernichtet sind.“)
Die zionistischen Siedler vertreten die Ideologie der jüdischen Vorherrschaft, der ethnischen Säuberung und des Baus des Dritten Tempels.
Siehe dazu den Beitrag:
Dies ist keine singuläre Haltung unter Chabad-Rabbinern, und dieser brodelnde Hass auf Christus den König und seine wahre Kirche, deren Apostel und Missionare Europa vom heidnischen Aberglauben und der Barbarei zum wahren Glauben bekehrt haben, ist nur vom Teufel selbst inspiriert, dem die Seelen der Juden und Mohammedaner durch die Erbsünde gefangen gehalten werden, und dieser brodelnde Hass auf „Untermenschen“ ist die treibende Kraft hinter Benjamin Netanjahus Liquidierung der Palästinenser, schreibt mit Recht Dr. Droleskey.
Der Hass von israelischen Persönlichkeiten auf Nichtjuden
Es sei an die Worte von Mordechai Elihayu erinnert, dem ehemaligen Oberrabbiner des sephardischen Zweigs des talmudischen Judentums, er 2007 schrieb:
Alle Zivilisten, die in Gaza leben, sind kollektiv schuldig an den Kassam-Angriffen auf Sderot, schrieb der ehemalige sephardische Oberrabbiner Mordechai Eliyahu in einem Brief an Premierminister Ehud Olmert.
Eliyahu urteilte, dass es absolut kein moralisches Verbot gegen die wahllos Tötung von Zivilisten während einer potenziellen massiven Militäroffensive auf Gaza gebe, die darauf abziele, die Raketenangriffe zu stoppen.
Der Brief, der in Olam Katan [Kleine Welt], einer wöchentlichen Broschüre, die diesen Freitag landesweit in Synagogen verteilt wird, veröffentlicht wurde, zitierte die biblische Geschichte des Massakers von Sichem (Genesis 34) und Maimonides‘ Kommentar (Gesetze der Könige 9, 14) zu dieser Geschichte als Beweistexte für seine rechtliche Entscheidung.
Ariel Sharon war persönlich für viele kaltblütige Morde an Tausenden unbewaffneter Zivilisten verantwortlich, wie in einem Bericht zu lesen ist:
Von Anfang bis Ende seiner Karriere war Sharon ein Mann rücksichtsloser und oft grundloser Gewalt. Die Meilensteine seiner Karriere sind alle blutgetränkt, vom Massaker, das er 1953 im Dorf Qibya anordnete, bei dem seine Männer ganze Häuser mit ihren Bewohnern – Männern, Frauen und Kindern – zerstörten, bis hin zur verheerenden Invasion des Libanon 1982, bei der seine Armee Beirut belagerte, die Wasser-, Strom- und Lebensmittelversorgung abschnitt und die unglücklichen Bewohner der Stadt wochenlang wahllosen Bombardierungen zu Lande, zu Wasser und aus der Luft aussetzte.
Als rein willkürlichen Bonus ermöglichten Sharon und seine Armee später das Massaker an Hunderten von Palästinensern in den Flüchtlingslagern Sabra und Shatila, und insgesamt wurden während seines Libanon-Abenteuers etwa 20.000 Menschen – fast alle unschuldige Zivilisten – getötet.
Sharons Ansatz zur Friedensstiftung in den letzten Jahren unterschied sich nicht sehr von seinem Ansatz zum Krieg. Außergerichtliche Hinrichtungen, Massenzerstörungen von Häusern, der Bau scheußlicher Barrieren und Mauern, Bevölkerungstransfers und illegale Annexionen – das war sein Markenzeichen als „Mann des Mutes und des Friedens“. (Quelle: http://www.christorchaos.com/?q=content/selective-chutzpah)
Die terroristischen Angriffe der zionistischen Siedler im Westjordanland
Opfer von Siedlergewalt im Westjordanland, 2016–2024
So schlimm die Lage in Syrien und Gaza auch ist, die meisten Mainstream-Medien berichten nicht über die Angriffe illegaler israelischer Hausbesetzer im Westjordanland, die katholische und orthodoxe Schreine zerstören, das Eigentum christlicher Landbesitzer niederbrennen und ganze Familien terrorisieren, wozu Donald John Trump kein einziges Wort verloren hat.
Es ist tatsächlich so, dass der Krieg Israels im Gazastreifen zugleich eine Welle der Siedlergewalt gegen die Bewohner im Westjordanland ausgelöst hat.
Diese israelischen Siedler im Westjordanland werden meist mit der einflussreichen internationalen Irrlehre des religiösen Zionismus in Verbindung gebracht, die eine Ideologie radikaler jüdischer Vorherrschaft vertritt und damit die entsetzlichen Gewaltverbrechen der ethnischen Säuberung und des Völkermords am palästinensischen Volk rechtfertigt, um das Heilige Land zu erobern und einen exklusiven jüdischen Nationalstaat zu errichten.
Nach der vollständigen Landnahme planen sie den Bau eines dritten Tempels für Tieropfer in Jerusalem und die Begrüßung ihres Messias. Von Jerusalem aus, so erwarten diese religiösen Zionisten, wird diese Gestalt alle anderen Völker den Noachidischen Geboten unterwerfen, das Christentum als „Götzendienst“ verdammen und Christen für dieses vermeintliche Verbrechen sogar mit dem Tode bestrafen.
Die Verbrechen der religiösen Zionisten
Die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem und das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) haben allein im Jahr 2024 mehr als 1.200 Gewalttaten israelischer Siedler gegen Palästinenser dokumentiert, im Durchschnitt drei Angriffe pro Tag, wie aus einem im Dezember 2024 veröffentlichten OCHA-Bericht hervorgeht.
Die zionistische Vorliebe für Angriffe auf unschuldige Zivilisten erstreckt sich nicht nur auf palästinensische Araber, von denen die meisten heute Mohammedaner sind. Gerade auch viele christliche Araber wurden in den vergangenen 77 Jahren vertrieben, seit die Zionisten begannen, sie aus ihren Häusern zu werfen, ihr Eigentum zu beschlagnahmen und viele von ihnen in „Internierungslager“ (Konzentrationslager) zu bringen. Darunter sind auch Katholiken, die in Gemeinden im Westjordanland leben und nun von jenen „friedliebenden“ zionistischen „Siedlern“ angegriffen werden, die noch neben griechisch-katholischen und griechisch-orthodoxen Palästinensern leben.
Der Hass auf das Christentum
In einem Bericht von AP News vom 13. April 2023 mit dem Titel „Christen im Heiligen Land berichten von zunehmenden Angriffen im rechtsextremen Israel“können wir lesen, wie sehr die Gewalt gegen Christen zugenommen hat:
„Laut Yusef Daher vom Inter-Church Center, einer Organisation, die die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Konfessionen koordiniert, zeichnet sich 2023 als das schlimmste Jahr für Christen seit einem Jahrzehnt ab.
Körperliche Angriffe und Belästigungen von Geistlichen werden oft nicht gemeldet, so das Zentrum. Es dokumentierte mindestens sieben schwere Fälle von Vandalismus an Kircheneigentum von Januar bis Mitte März – ein deutlicher Anstieg gegenüber den sechs antichristlichen Fällen im gesamten Jahr 2022. Kirchenvertreter machen israelische Extremisten für die meisten Vorfälle verantwortlich und befürchten einen noch stärkeren Anstieg.
Im März drangen zwei Israelis in die Basilika neben dem Garten Gethsemane ein, wo die Jungfrau Maria der Überlieferung nach begraben liegt. Sie griffen einen Priester mit einer Metallstange an, bevor sie festgenommen wurden.
Im Februar riss ein gläubiger amerikanischer Jude eine drei Meter hohe Christusfigur vom Sockel und zerschmetterte sie in der Geißelungskirche an der Via Dolorosa, wo Jesus der Überlieferung nach sein Kreuz zur Kreuzigung trug, mit einem Hammer ein Dutzend Mal auf das Gesicht der Figur. „Keine Götzen in der heiligen Stadt Jerusalem!“, schrie er.
Armenier entdeckten hasserfüllte Graffiti an den Mauern ihres Klosters. Priester aller Konfessionen berichten, auf ihrem Weg zur Kirche verfolgt, bespuckt und geschlagen worden zu sein. Im Januar stießen gläubige Juden auf einem historischen christlichen Friedhof in der Stadt 30 mit Steinkreuzen markierte Gräber um und beschädigten sie.
Es könnten noch viele weitere Beispiele von hasserfüllten Attacken von gläubigen Israelis gegen Christen angeführt werden.
Gewalt zionistischer Siedler im christlichen Taybeh
Taybeh ist ein uraltes Dorf, dessen Ursprung vermutlich in der kanaanäischen Zeit vor mehr als 3000 Jahren liegt. Es liegt ca. 10 Kilometer östlich von Ramallah, in einem kleinen Abschnitt der B-Gebiete, der von allen Seiten mit israelischen Siedlungen und Militärbasen umgeben ist. Das Dorf, das als das biblische Ephraim gilt, wohin sich Jesus Christus vor seiner Passion zurückzog (Joh.11,54), ist heute der einzige fast komplett christliche Ort im Heiligen Land.
Laut der Volkszählung von 2017 des Palästinensischen Zentralbüros für Statistik hat der Ort eine überwiegend christliche Bevölkerung von 1.340 von ca. 2100 Einwohnern.
Die Gegend verfügt über reichlich Weideland, und die Bewohner des Dorfes bestreiten ihren Lebensunterhalt hauptsächlich mit der Schafzucht.
Anfang Juli 2025 überfielen zionistische Siedler den Ort Taybeh.
Während israelische Journalisten versuchen, den Brand an der historischen St.-Georgs-Kirche und dem angrenzenden Friedhof in Taybeh zu bagatellisieren, wobei sie israelische Siedler als Täter leugnen, berichtet katholisch.de im Juli über den Überfall zionistischer Siedler:
„Taybeh gilt als letzter rein christlicher Ort im Westjordanland. Auch dieses Dorf gerät ins Visier militanter Siedler. Die Gewalt macht selbst vor einem antiken Kirchenbau nicht halt. Im Zuge der anhaltenden Siedlergewalt im besetzten Westjordanland haben jüdische Extremisten das Christendorf Taybeh östlich von Ramallah angegriffen. In einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme beklagten die Geistlichen des Ortes „systematische Attacken“. Diese bedrohten nicht nur die allgemeine Sicherheit, sondern zielten bewusst auf die christliche Identität der Einwohner und deren religiöses Erbe.“
Und weiter:
„In der Stellungnahme der römisch-katholischen, griechisch-katholischen und griechisch-orthodoxen Kirche war weiter von täglichen Übergriffen die Rede. Besonders im östlichen Gemeindegebiet gebe es Aktivitäten von illegalen Siedlungs-Außenposten, die sich unter dem Schutz des israelischen Militärs dort ausbreiteten.“
Priester warnt: Christliche Stadt im Heiligen Land nach Siedlerangriffen nicht mehr sicher
In einem längeren Bericht von CNA vom 26. Juni 2025 wird über die Überfälle zionistischer Siedler auf die Bewohner Taybehs informiert:
In einem beunruhigenden und immer häufiger auftretenden Muster ist die palästinensische Stadt Taybeh, östlich von Ramallah gelegen und bekannt als die letzte verbliebene Stadt im Westjordanland, die ausschließlich von Christen bewohnt wird, ständigen Angriffen israelischer Siedler ausgesetzt, die es auf die Bewohner, ihr Eigentum und ihr Ackerland abgesehen haben.
Laut ACI MENA, dem arabischsprachigen Nachrichtenpartner von CNA, haben Siedler in den letzten Wochen am östlichen Rand von Taybeh einen neuen Außenposten auf den Ruinen eines Bauernhauses errichtet, dessen Besitzer vor etwa einem Jahr vertrieben wurden.
Der Außenposten befindet sich in einem wichtigen Agrargebiet von rund 17.000 Dunam (etwa 4.200 Acres), das die wirtschaftliche Lebensader der Stadt darstellt. In dem Gebiet befinden sich Tausende von Olivenbäumen, Geflügel- und Schafzuchtbetriebe sowie weite Felder für den Anbau von Saisonkulturen. Es macht den Großteil der Gesamtfläche von Taybeh aus, die etwa 24.000 Dunam (etwa 5.900 Acres) beträgt.
Angriffe und Übergriffe sind nicht neu. In den Jahren 2019 und 2020 errichteten Siedler ähnliche illegale Außenposten um die Stadt herum, oft begleitet von Brandstiftungen an Ernten, Diebstahl von Ausrüstung und dem absichtlichen Treiben von Rindern auf die Felder, um die Ernte zu vernichten.
Während der letzten Olivenernte wurde Bauern zum zweiten Mal in Folge der Zugang zu ihrem Land nahe der Siedlung Rimmonim – die auf beschlagnahmtem Land in Taybeh errichtet wurde – verwehrt. Dies führte zu Diebstahl oder vollständiger Vernichtung der Olivenernte. Etwa 20 Familien wurden bei dem Versuch, ihr Land zu erreichen, körperlich angegriffen.
Pater Bashar Fawadleh, Pfarrer der Christuskirche in Taybeh, sagte gegenüber ACI MENA: „Die Stadt, die im Johannesevangelium (11,54) als ‚Ephraim‘ bezeichnet wird – der Ort, an den sich Jesus vor seinem Leiden zurückzog – ist heute nicht mehr sicher für ihre Bewohner … Wir leben nicht in Frieden, sondern in ständiger Angst und Belagerung.“
Er fügte hinzu: „Seit Oktober letzten Jahres haben mehr als zehn Familien Taybeh aus Angst vor der anhaltenden Gewalt und den Schikanen verlassen.“
Fawadleh beschrieb auch weitere von Israel verhängte Einschränkungen: „Zusätzlich zu diesen Angriffen haben die israelischen Behörden eiserne Tore an den Stadteinfahrten errichtet, was den Zugang der Bewohner zu ihren Arbeitsplätzen und lebensnotwendigen Dienstleistungen massiv behindert. Diese Einschränkungen haben, zusammen mit zunehmenden Beschränkungen für die Landwirtschaft, die Arbeitslosigkeit verschärft und die Wirtschaftskrise vertieft, sodass viele die Auswanderung erwägen.“
Er fügte hinzu: „Heutzutage lassen Siedler ihre Kühe auf einem Hügel weiden, der mit Oliven- und Gerstenfeldern bepflanzt ist, direkt neben den Häusern der Anwohner. Die Einheimischen sehen darin einen systematischen Versuch, sie wirtschaftlich zu strangulieren und zu vertreiben.“
Am Mittwoch griffen Siedler in Kaffr Malik, einer weiteren Stadt nahe Ramallah im Westjordanland, an und töteten drei Menschen.
Laut BBC hat Israel seit Beginn der Besetzung des Westjordanlandes und Ostjerusalems etwa 160 Siedlungen errichtet. Obwohl die israelische Regierung anderer Meinung ist, betrachtet die überwiegende Mehrheit der internationalen Gemeinschaft die Siedlungen als völkerrechtswidrig.
Ende des Berichtes.
Israelische Siedler griffen am 26. Juni Häuser am östlichen Eingang des christlichen Dorfes Taybeh im Westjordanland an und legten Feuer. Anschließend zogen sie plündernd durch das Nachbardorf Kafr Malik.
Bei dem Angriff kamen drei Menschen aus Kafr Malik ums Leben, wie das palästinensische Gesundheitsministerium mitteilte. Mehrere Häuser und Fahrzeuge wurden zerstört. In Taybeh gab es keine Verletzten.
„Wir leben derzeit unter dem Feuer, der Barbarei und der Brutalität der Siedler … und unter dem direkten Schutz der israelischen Besatzungsarmee“, schrieb Pfarrer Bashar Basiel von der Pfarrei Christus der Erlöser in einem Beitrag an Journalisten. „Wir werden mit Hoffnung siegen. Wir sind palästinensische Christen.“ „Wir leisten Widerstand mit unserem Glauben.“
Am 25. Juni wurde ein palästinensischer Junge bei einem Einsatz der israelischen Armee in Al-Yamun, einer Stadt im Westjordanland westlich von Jenin, erschossen, wie der Palästinensische Rote Halbmond laut Reuters mitteilte.
Hussein al-Sheikh, der Stellvertreter des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas, schrieb auf Twitter: „Die israelische Regierung treibt mit ihrem Verhalten und ihren Entscheidungen die Region an den Rand der Explosion.“
„Wir rufen die internationale Gemeinschaft dringend zum Eingreifen auf, um unser palästinensisches Volk zu schützen“, sagte er laut Reuters.
In einer Erklärung teilten die israelischen Streitkräfte mit, dass Dutzende israelische Zivilisten in Kafr Malik Feuer gelegt hätten. Nach einer Konfrontation zwischen Israelis und Palästinensern, bei der auch Steine geworfen wurden, seien die israelischen Streitkräfte und die israelische Polizei zum Einsatzort entsandt worden.
Laut der Erklärung eröffneten mehrere Personen, die die israelischen Streitkräfte als „Terroristen“ bezeichneten, aus dem Dorf das Feuer auf die Streitkräfte, die das Feuer erwiderten. Es gab Tote. Fünf israelische Verdächtige wurden festgenommen und der israelischen Polizei übergeben. Die israelischen Streitkräfte (IDF) gaben an, dass die Bearbeitung noch laufe.
Die Gewalt der Siedler im Westjordanland, darunter auch in Taybeh, hat sich im vergangenen Jahr und fünf Monaten seit Beginn des Gaza-Krieges verschärft, sagte Nadim Khoury, ein Einwohner von Taybeh und Besitzer der bekannten Taybeh Brauerei und des Weinguts. Siedler dringen mit ihren Schafen und Kühen in die landwirtschaftlichen Flächen von Taybeh ein und hindern die Bauern daran, ihre Felder zu erreichen.
„Siedler kommen auf das Land in Taybeh und lassen ihre Schafe und Kühe auf dem Weizen und der Gerste weiden, die die Menschen in Taybeh angebaut haben. Niemand hält sie auf“, sagte er gegenüber OSV News.
„Letzte Nacht begannen sie, mit den arabischen Beduinen zu kämpfen, und dann drangen sie bis zum Eingang von Taybeh vor. Wir können nichts tun. Alle haben Angst und sind in Panik, wissen aber nicht, was sie tun sollen. Taybeh ist auf seine Landwirtschaft und seine Olivenbäume angewiesen.“ Die Menschen wissen nicht, was sie tun sollen oder an wen sie sich wenden können, wenn die Regierung auf ihrer Seite steht. Was können wir tun?
Palästinensische Hirten und israelische Aktivisten betonen, dass Soldaten und Polizisten, die bei solchen Vorfällen eingesetzt werden, selten etwas gegen die Siedler unternehmen und sie im Gegenteil zu unterstützen scheinen. Sie merken an, dass sich die Situation seit dem Krieg verschärft hat, da die Aufmerksamkeit auf Gaza gerichtet ist.
Im Mai kündigte die israelische Regierung, die extremste rechte Regierung ihrer Geschichte, die Errichtung von 22 neuen Siedlungen im Westjordanland an. Die meisten Siedler, die mit palästinensischen Hirten und Bauern aneinandergeraten, stammen aus kleinen, illegalen Schaf- und Ziegenhöfen und nutzen ihre Tiere, um in palästinensisches Land einzudringen.
Die Stadteinfahrten wurden mit eisernen Toren versehen, was den Zugang der Bewohner zu ihren Arbeitsplätzen und lebensnotwendigen Dienstleistungen erheblich erschwert. Diese Einschränkungen haben, zusammen mit zunehmenden Auflagen für die Landwirtschaft, die Arbeitslosigkeit verschärft und die Wirtschaftskrise vertieft, sodass viele über Auswanderung nachdenken. (Priester warnt: Christliches Dorf Taybeh im Heiligen Land nach Siedlerangriffen nicht mehr sicher.)
Ende des Berichtes:
Israelische Siedler wiederholen Angriff auf palästinensisches christliches Dorf im Westjordanland
Am 20. Oktober 2025 heißt es in einer Meldung, nachdem im christlichen Dorf Taybeh bereits im Juni bewaffnete zionistische Siedler die Bewohner überfallen hatten, dass, geschützt von israelischen Soldaten und angefeuert von Bezalel Smotrich, diese bösen Menschen ungehindert Bewohner angriffen und plünderten. Die Siedler zogen durch das Dorf und zündeten Häuser und Olivenhaine an.
Sie setzten zwei Autos von palästinensischen Bewohnern in Brand und sprühten rassistische Graffiti an die Wände des Dorfes.
„Das werdet ihr später bereuen“, hieß es in einer Nachricht, ohne zu erklären, was die Dorfbewohner getan hatten, um den Zorn der Siedler auf sich zu ziehen.
Nachdem die Siedler das Dorf verlassen hatten, führte das israelische Militär eine Razzia durch, was unter den Bewohnern weitere Panik auslöste.
Dieser Angriff war der zweite auf dieses kleine palästinensische Dorf innerhalb weniger Wochen.
Das Schicksal von Taybeh ist typisch für das, was die in Bethlehem ansässige Menschenrechtsgruppe Balasan als „bewusste israelische Politik der Zwangsumsiedlung“ bezeichnet .
„Dieser erschreckende Alltag umfasst schwere körperliche Übergriffe, das Eindringen von Siedlern in Gemeinden und Häuser zu jeder Tages- und Nachtzeit, Brandstiftung, die Vertreibung von Hirten von ihren Weideflächen und von Bauern von ihren Feldern, die Tötung und den Diebstahl von Vieh, die Zerstörung von Ernten, den Diebstahl von Ausrüstung und persönlichen Gegenständen sowie die Blockierung von Zufahrtsstraßen.“
Hunderttausende Palästinenser, nicht nur die terrorisierten Beduinen, befinden sich in der gleichen verzweifelten Lage.
Sie werden von bewaffneten Gruppen, die ungehindert auf Palästinenser schießen, sie ausrauben, verstümmeln und töten können, von der Landkarte getilgt.
Am Sonntag griffen bewaffnete Siedler in Begleitung von Soldaten palästinensische Bauern an, die an mehreren Orten im Westjordanland Oliven ernteten.
In Turmus Ayya, nordöstlich von Ramallah, gingen Siedler gegen palästinensische Bauern und internationale Freiwillige vor, die bei der Ernte halfen. Aufnahmen zeigen, wie maskierte Männer eine ältere Frau und einen ausländischen Freiwilligen mit Schlagstöcken attackierten, Fahrzeuge in Brand setzten und die Ernte stahlen.
Weitere Vorfälle wurden aus Dörfern und Städten in der Nähe von Nablus, Ramallah und Bethlehem gemeldet. (Quelle: https://www.middleeasteye.net/news/how-war-gaza-fuelled-wave-settler-violence-against-west-bank-palestinians)
Videoaufnahmen zeigen, wie israelische Siedler auf sogenannten „Farmen“ palästinensisches Weideland in Besitz nehmen, um im Rahmen einer staatlichen Politik die Hirtenvölker zu vertreiben
Im Februar und März 2024 dokumentierte B’Tselem rund 20 Vorfälle, bei denen israelische Siedler und Soldaten palästinensische Hirten mit verschiedenen Mitteln aus ihren Weidegebieten in den südlichen Hebron-Bergen vertrieben. Diese Vorfälle sind Teil eines systematischen Vorgehens der Siedler, das Israels Vertreibungspolitik vorantreibt und das Überleben dieser Gemeinschaften massiv gefährdet.
Unterdessen erlauben die Behörden Siedlern, Schafe ungehindert auf israelisch deklariertem Staatsland, in Schießzonen und sogar auf palästinensischem Privatland weiden zu lassen. Die Siedler, die ihre Schafe oft in der Nähe palästinensischer Häuser grasen lassen, belästigen die Bewohner und Hirten, greifen sie an und beschädigen ihre Ernte und anderes Eigentum.
Chronologie aus dem Jahr 2024
Video 1: Israelische Siedler übernehmen palästinensisches Weideland im Rahmen einer staatlichen Politik zur Vertreibung palästinensischer Gemeinschaften.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=Wqnfsd140jc&t=2s
B’Tselem berichtet (https://www.btselem.org/video/20240522_video_footage_demonstrates_how_israeli_settlers_on_farms_take_over_palestinian_pastureland):
Seit dem Hamas-Angriff und dem Beginn des Gaza-Krieges am 7. Oktober 2023 wurden viele an diesen Gewalttaten beteiligte Siedler in die militärische „Territorialverteidigungseinheit“ oder in Notfalltrupps eingeteilt und mit Militärwaffen ausgerüstet. Dadurch lässt sich nicht mehr unterscheiden, wann sie auf Befehl des Militärs handeln und wann sie in Uniform eigenständig agieren.
Die Schikanen zielen darauf ab, die Gemeinden daran zu hindern, ihre Herden in immer größere Gebiete zum Weiden zu treiben. Manchmal vertreiben die Siedler die HirteUnter dem Druck von Gewalt und Bedrohungen und mangels Alternativen geben palästinensische Gemeinschaften traditionelle Wirtschaftszweige wie die Viehzucht und den Anbau saisonaler Feldfrüchte, die ihnen über Generationen hinweg ein komfortables Auskommen sicherten, auf oder reduzieren sie. Sie wenden sich von Weideland und Wasserquellen ab, die sie früher nutzten, und verringern die Anbaufläche für Ackerland.n selbst unter Androhung von Gewalt, während die Behörden wegschauen. In anderen Fällen rufen sie Soldaten und Grenzpolizisten herbei, die verschiedene Vorwände anführen, um die Hirten zum Verlassen des Gebiets zu zwingen.
Unterdessen erlauben die Behörden Siedlern, Schafe ungehindert auf israelisch deklariertem Staatsland, in Schießzonen und sogar auf palästinensischem Privatland weiden zu lassen. Die Siedler, die ihre Schafe oft in der Nähe palästinensischer Häuser grasen lassen, belästigen die Bewohner und Hirten, greifen sie an und beschädigen ihre Ernte und anderes Eigentum.
Video 2: Gewalt von Siedlern gegen Palästinenser – Alltag im Westjordanland
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=A12NOgd8j_8&t=4s
Video 3: Israelische Siedler errichteten einen Außenposten auf Sinjil-Land, griffen Bewohner an und brannten Gebäude nieder.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=O5OOET3AnEs&t=4s
Am 21. April 2025 errichteten Siedler einen Außenposten auf einem Hügel im Gebiet der Stadt Sinjil im Distrikt Ramallah. Sie verfolgten die Bewohner bis in die Stadt, griffen Anwohner an und brannten Häuser und Fahrzeuge nieder; ein Anwohner starb an einem Herzinfarkt nach dem Einatmen von Rauch. Sie brannten ein Beduinenlager nieder, stahlen Schafe und setzten einen landwirtschaftlichen Schuppen sowie weiteres Eigentum auf den Feldern der Stadt in Brand. (Quelle: https://www.btselem.org/video/20250526_settlers_built_outpost_on_sinjil_land_attacked_residents_and_burnt_structures_and_vehicles_resident_died_of_a_heart_attack#full
Vor laufender Kamera: Maskierte israelische Siedler verüben brutalen Hinterhalt auf palästinensische Bauern
Eine palästinensische Frau wurde in Turmus Ayya, einem Dorf im zentralen Westjordanland, lebensgefährlich verletzt, nachdem ein maskierter jüdischer Siedler sie mit einem Stock angegriffen hatte. Sie wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht und dort nach einer Hirnblutung auf die Intensivstation eingeliefert.
Der unprovozierte Angriff wurde von dem US-amerikanischen Journalisten Jasper Nathaniel gefilmt. Laut Nathaniel schlug der israelische Siedler die 55-jährige palästinensische Bäuerin mit seinem Stock bewusstlos.
Die Frau wurde als Afaf Abu Alia, alias Umm Saleh, identifiziert. Sie war auf das Feld gegangen, um die Oliven ihrer Familie zu ernten. Nathaniel teilte das Video auf X und schrieb dazu: „19. Oktober 2025. Am ersten Tag der Olivenernte in Turmus Ayyer führt die israelische Armee eine Gruppe von Bauern direkt in einen brutalen Hinterhalt bewaffneter Siedler.“
„Diese Leute müssen bis morgen im Gefängnis sein, und die Menschen in diesem Dorf und in ganz Palästina müssen geschützt werden. Es reicht!“, fügte er hinzu.
(Quelle: https://www.ndtv.com/world-news/on-camera-masked-israeli-settlers-brutal-ambush-on-palestinian-farmers-9491419)
Israelische Siedler werden beschuldigt, bei einem Angriff im Westjordanland 117 Schafe getötet zu haben
Salem Salman Mujahed, ein Bewohner von Arab al-Kaabaneh, sagte, mehrere Gruppen von Siedlern hätten koordiniert den Angriff orchestriert, und beschuldigte die Armee, tatenlos zuzusehen.
„(Siedler) kamen in die Nähe der Häuser. Ich fragte sie, was sie hier machten, und dann fingen wir an, uns zu prügeln“, sagte er. „Das Militär nahm mich fest und legte mir Handschellen an.“
Er sagte, dass dann andere Siedlergruppen die Schafe angegriffen hätten, die für das Überleben seiner Gemeinde lebenswichtig seien.
(Quelle: https://www.reuters.com/world/middle-east/israeli-settlers-accused-killing-117-sheep-west-bank-attack-2025-07-18/)
Auf der Website B’Tselem berichtet (https://www.btselem.org/testimonies/20050324_poisoning_of_flock_by_settlers)
ein Bauer aus Khirbet a-Tawaneh, südliche Hebron-Berge, im März 2025, dass zionistische Siedler Gift auf Weideflächen verstreuten und Schafe und Hirsche töteten.
Olivenernte im Westjordanland, 2021: Siedler greifen Bauern an, stehlen Oliven und beschädigen Bäume mit voller staatlicher Unterstützung
Die Gewalt der Siedler gegen Palästinenser ist eine weitere Methode, mit der Israel die Kontrolle über Land im Westjordanland erlangt. Siedler verüben eine Vielzahl von Gewalttaten gegen Palästinenser, darunter körperliche Angriffe, Steinwürfe, Bedrohungen und Belästigungen, die Zerstörung von Bäumen und Ernten, Vandalismus an Autos, Straßenblockaden und sogar den Einsatz von scharfer Munition. Infolgedessen wagen sich die Palästinenser nicht mehr auf ihr Land – das der Staat dann in Besitz nimmt und für seine eigenen Zwecke nutzt. Die israelischen Behörden, einschließlich der Sicherheitskräfte und der Polizei, sind sich dieser Realität vollkommen bewusst. Sie ermöglichen und unterstützen die Gewalt der Siedler und profitieren anschließend von den Folgen.
(Quelle: https://www.btselem.org/settler_violence/2021_olive_harvest)
Olivenhaine unter Belagerung: Palästinensische Familien sind während der Ernte israelischer Gewalt ausgesetzt
Ein weiterer Bericht vom 23. Oktober 2025 zeigt die Bosheit der zionistischen Siedler:
Afaf und ihre Familie waren am frühen Sonntagmorgen in Turmus Ayya zur Olivenernte aufgebrochen. Nach etwa drei Stunden wurden sie von einer kleinen Gruppe Siedler – die aus nahegelegenen Siedlungen wie Maale Levona, Shilo, Givat Harel und Eli stammten – angegriffen.
Zusammen mit ihrem Ehemann, ihren Söhnen und Schwägern und deren Ehefrauen floh Afaf in ein entferntes, sichereres Gebiet und ließ dabei ihre Werkzeuge, ihr Fahrzeug und die bereits geernteten Oliven zurück.
Etwa eine halbe Stunde später, als die Siedler weg waren, kehrte die Familie zurück und fand ihr Fahrzeug demoliert und ihre Ernte gestohlen vor. Sie beschlossen, auf ein sichereres Stück Land umzuziehen, doch unterwegs wurden sie von einer israelischen Militärpatrouille, die zum Schutz der Siedler abgestellt worden war, abgefangen und mit einer Gasgranate beschossen. Afaf, die an einer Atemwegsallergie leidet, wurde von dem Gas bewusstlos.
Während die Familie versuchte, sich zu erholen, kehrten die Siedler in größerer Zahl zurück. Alle flohen, außer Afaf, die sich wegen des Gases nicht bewegen konnte.
„Als sie auf mich zukamen, konnte ich nicht erkennen, wer sie waren. Ich dachte, es wären ausländische Aktivisten“, sagte sie gegenüber Middle East Eye.
Sie erlitt wiederholte Schläge gegen den Kopf, die zu Hirnblutungen führten und sie zwei Tage lang auf der Intensivstation hielten. Sie hatte außerdem Prellungen am ganzen Körper und einen erheblichen Blutverlust.
„Sie versuchten, mich zu töten, indem sie ihre Schläge auf meinen Kopf konzentrierten“, sagte sie.
Hinter dem Angriff auf die Familie Abu Alia verbirgt sich eine weitere schmerzhafte Geschichte.
Das Land, auf dem sie angegriffen wurden, gehört ihnen nicht einmal. Sie waren gezwungen gewesen, Olivenhaine in einem Nachbardorf zu pachten, nachdem Siedler sie auf ihrem eigenen Land in al-Mughayyir, östlich von Ramallah, wiederholt angegriffen hatten.
Afafs Verwandter, Ayman Abu Alia, wurde an diesem Tag ebenfalls angegriffen. Siedler demolierten sein Auto und schlugen ihn mit Stöcken. Er berichtete MEE, dass die Familie im vergangenen August 400 Olivenbäume verloren habe, als israelische Bulldozer und Siedler sie an einem einzigen Tag entwurzelten. „Es war ein Massaker an den Olivenbäumen. Jede Familie im Dorf hat ihre verloren“, sagte er.
Für die Familie Abu Alia war der Verlust nicht nur wirtschaftlicher Natur, sondern bedeutete auch die Zerstörung ihres kulturellen Erbes. Ihr Urgroßvater hatte diese Haine vor über 150 Jahren angelegt; es handelte sich dabei ausschließlich um uralte römische Olivenbäume – die lokale Bezeichnung für jahrhundertealte Sorten in Palästina.
Zerstörung der Olivenbäume im gesamten Westjordanland
Ein weiterer Baum, der von Siedlern auf dem Land von Hiyam Sabah im Dorf ‘Urif im Distrikt Nablus beschädigt wurde. Foto: Salma a-Deb’i, B’Tselem, 29. April 2018
Die Gewalt beschränkt sich nicht auf al-Mughayyir oder Turmus Ayya.
Seit Beginn der Olivenernte – die laut palästinensischem Landwirtschaftsministerium von Oktober bis Ende Dezember dauert – wurden von der palästinensischen Kommission für Kolonisation und Mauerwiderstand mehr als 158 Siedlerangriffe dokumentiert, die unter dem Schutz der israelischen Armee verübt wurden.
In Palästina gibt es rund 12,5 Millionen Olivenbäume, darunter eine Million, die einst im Gazastreifen standen, aber durch den Krieg zerstört wurden.
Im Westjordanland sind rund 550.000 Dunam (etwa 136.000 Acres) Ackerland mit Olivenbäumen bepflanzt, von insgesamt 1,2 Millionen Dunam. Doch in den letzten zwei Jahren hat die Gewalt der israelischen Armee und von Siedlern die Bauern daran gehindert, 110.000 Dunam ihres Landes zu bewirtschaften.
Mehr als 110.000 Familien, rund eine halbe Million Palästinenser, sind für ihren Lebensunterhalt auf den Olivenanbau angewiesen. Doch da die Angriffe von Siedlern seit Saisonbeginn um 20 Prozent zugenommen haben und seit Januar 10.000 Olivenbäume verbrannt oder entwurzelt wurden, belaufen sich die Verluste laut Schätzungen des Ministeriums bereits auf über 70 Millionen US-Dollar.
Diese Verbindung, so Hamzeh Aqrabawi, ein palästinensischer Forscher für Kulturerbe und Identität, sei genau der Grund, warum die israelische Besatzung und die Siedler den Olivenbaum so aggressiv ins Visier nähmen.
„Der Olivenbaum ist tief im palästinensischen Kultur- und spirituellen Leben verwurzelt. Er besitzt sowohl für Muslime als auch für Christen eine religiöse und zivilisatorische Bedeutung und erreicht einen ähnlichen Grad an Heiligkeit wie eine Moschee oder Kirche“, sagte er gegenüber MEE.
Wenn Palästinenser Olivenbäume pflanzen, erklärte Aqrabawi, dann tun sie dies mit der Absicht, sie an ihre Enkelkinder weiterzugeben – eine Form der Kontinuität, die über den Tod hinaus Bestand hat.
(Quelle: https://www.middleeasteye.net/news/olive-groves-siege-palestinian-families-face-israeli-violence-harvest)
BBC-Aufnahmen zeigen Angriff israelischer Siedler auf palästinensische Farm im Westjordanland
Palästinenser, die in diesen Dörfern südlich von Nablus leben, berichten von wöchentlichen Angriffen und Auseinandersetzungen auf ihrem Land und davon, dass Siedler diese Taktiken anwenden, um das Land Feld für Feld zu übernehmen.
Doch die Geschwindigkeit und die Ausbreitung dieses Angriffs sind atemberaubend.
In kaum mehr als einer Stunde hatten sich Dutzende Siedler über die Hügel verteilt. Wir sahen zu, wie sie in ein abgelegenes Gebäude einbrachen und systematisch Fahrzeuge und Häuser in Brand setzten.
Auf dem äußersten Bergrücken trieben die Hirten ihre Herden in die Flucht, als der Hang hinter ihnen in Flammen aufging und an mehreren Stellen Rauch aufstieg.
Zu diesem Zeitpunkt mussten Palästinenser, die aus der ganzen Region eintrafen, um ihren Nachbarn zu helfen, feststellen, dass die Hauptzufahrtsstraße von der israelischen Armee blockiert war, während die Zerstörung weiterging. (Quelle: https://www.bbc.com/news/articles/cewy88jle0eo)
Auch von Wasserdiebstahl wird berichtet:
Siedler haben auch die Entziehung von Ressourcen als Waffe eingesetzt, indem sie palästinensischen Dörfern die Wasserversorgung entzogen und israelische Behörden Brunnen und Ackerland beschlagnahmten. Nahe Jericho griffen Siedler innerhalb von 24 Stunden zum dritten Mal Palästinenser am Al-Auja-Wasserfall an – im Rahmen einer Landnahme für einen neuen illegalen Außenposten. Am Tag zuvor hatten sie die Wasserleitungen des Dorfes gekappt. (Quelle: https://www.wwiii.news/2025-11-14-israeli-settlers-ethnic-cleansing-in-west-bank.html)
Bildquellen
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- israeli-settler_21_October_25: ndtv
- 201805_defenseless_against_settlers_violence_photoblog_hiyam_sabah_trees_urif3: wikimedia | CC BY 4.0 International
- Settler_violence: wikimedia | CC BY 4.0 International