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Papst Leo XIII. mit dem katholischen Segensgruß

weltgeschehen.info
Weltgeschehen aus katholischer Sicht

Nachdem die Menschheit durch den Neid des Teufels von Gott, dem Schöpfer und gültigen Spender der himmlischen Güter, elendiglich zum Abfall gebracht worden ist, hat sie sich seitdem in zwei verschiedene und einander feindliche Heerlager gespalten; während das eine von ihnen einen beständigen Kampf zu führen hat für Wahrheit und Tugend, streitet das andere für das Gegenteil. (Leo XIII. „Humanum Genus“ 1884)

Vermischtes

Israel im Sinne des christlichen Zionismus

Israel im Sinne des christlichen Zionismus: Plan eines Groß-Israels

Der Staat Israel im Sinne des christlichen Zionismus

Nachdem wir in dem Beitrag „Trump und Netanyahu im Krieg gegen den Iran“ gezeigt haben, dass die Unterstützung der USA für Israel gegen den Iran auch aus dem sog. christlichen Zionismus herrührt, da wichtige Vertreter in Trumps Kabinett selber evangelikale bzw. protestantische Zionisten sind, wollen wir nun den „christlichen“ Zionismus näher betrachten.

Halten wir zuerst einmal fest, dass die protestantischen Zionisten, als da sind: Michael Dale Huckabee, Douglas James Wilson, der zweimal geschiedene und dreimal „verheiratete“ Peter Brian Hegseth, der einstige Katholik und jetzige Abtrünnige namens Sean Patrick Hannity, James Michael Wilson und viele andere mehr ihre Unterwürfigkeit dadurch beweisen, dass sie Premierminister Benjamin Netanhayu in seiner Vision eines Großisraels unterstützen.

Netanyahu: Jesus Christus war Dschingis Khan nicht überlegen

Zweitens halten wir fest, dass dieser israelische Premierminister unseren Herrn und Erlöser Jesus Christus und seine katholische Kirche nicht versteht, stattdessen aber verachtet.

Als Beweis seiner Verachtung für Jesus Christus, den Messias, hat Netanyahu in einem Fernsehinterview am 19. März 2026 Folgendes von sich gegeben:

BENJAMIN NETANYAHU: Wissen Sie, wenn die Leute naiv sein wollen und die Welt, in der wir leben, nicht sehen –

in dieser Welt reicht es nicht, moralisch zu sein.
Es reicht nicht, gerecht zu sein.
Es reicht nicht, im Recht zu sein.

Wissen Sie, einer der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts – jemand, den ich sehr bewundere – war der Historiker Will Durant. Er hat viele Bücher geschrieben. Ich habe die meisten davon gelesen. Er schrieb auch „Die Lehren der Geschichte“, ein sehr kurzes, 100-seitiges Buch, in dem er sagte: Nun, die Geschichte beweist, dass Jesus Christus leider keinen Vorteil gegenüber Dschingis Khan hat.

Denn wenn man stark genug, rücksichtslos genug, mächtig genug ist – wird das Böse über das Gute siegen. Die Aggression wird die Mäßigung besiegen.

Wenn man die Weltlage heute betrachtet – man müsste blind sein, um das nicht zu sehen –, bleibt einem keine Wahl: Die Demokratien, allen voran die Vereinigten Staaten, müssen ihren Willen zur Selbstverteidigung und zur rechtzeitigen Bekämpfung ihrer Feinde bekräftigen, solange es noch Zeit ist, bevor der schrille Alarm der Gefahr sie aufweckt – und zwar zu spät.

Genau da stehen wir jetzt.

Dass viele das nicht erkennen – dass viele Medien Falschmeldungen verbreiten, aber auch kurzsichtig sind und die historische Lage und den historischen Kampf, in dem wir uns befinden, nicht wahrnehmen – ändert nichts an diesen Tatsachen.

Wir müssen stark sein.
Wir müssen bewaffnet sein.
Wir müssen mächtiger sein als die Barbaren – sonst werden sie nicht nur vor unseren Toren stehen; sie werden unsere Tore einreißen und unsere Gesellschaften zerstören.

Genau das tut Israel jetzt mit den Vereinigten Staaten.

(Quelle: http://www.christorchaos.com/?q=content/anti-catholicism-out-open-once-again-part-two)

Netanyahu versteht die Göttlichkeit Jesu Christi nicht

Dies sagte der Mann, der verantwortlich ist für die unsäglichen Leiden der Menschen in Gaza, Westjordanland, Libanon und auch im Iran, ja selbst für die unschuldigen Israelis, die durch die iranischen Raketen und Drohnen getötet oder verwundet werden. Es ist das – wie Dr. Droleskey es nennt, „was in Benjamin Netanyahus verdrehtem Denken ‚Stärke‘ ausmacht“.

Benjamin Netanyahu glaubt nicht an die heilige Göttlichkeit unseres Herrn Jesus Christus, der Tote zum Leben erweckte. Deshalb glaubt er, dass Dschingis Khan, Adolf Hitler, Josef Stalin und Mao Zedong sowie andere Verbrecher und Massenmörder stärker seien als unser Herr Jesus Christus, dessen Leiden und Sterben für die sündigen Menschen wir in der kommenden Karwoche intensiv gedenken. Er gibt uns – trotz unserer Erlösung – die Freiheit, ihm oder dem Widersacher, Satan, zu dienen.

Die Macht unseres gesegneten Herrn und Erlösers Jesus Christus ist aufgrund seiner heiligen Göttlichkeit grenzenlos, aber er respektiert so sehr die Gabe der Freiheit, die er seinen vernunftbegabten Geschöpfen, den Menschen, gegeben hat, dass er Männern wie Dschingis Khan und einem gewissen Benjamin Netanjahu erlaubt, Tod und Zerstörung über unschuldige Zivilisten zu bringen, was Netanyahu in Gaza, im Iran, in Syrien und nun erneut im Libanon zu verantworten hat.

Der Unglaube der Juden an den übernatürlichen Messias Jesus Christus

Pater Denis Fahey, CSSp, hat in seinem Werk „Der mystische Leib Christi in der modernen Welt“ Folgendes über die Juden geschrieben:

Der schwindende gesellschaftliche Respekt vor dem göttlichen Plan für ein geordnetes Leben seit dem 13. Jahrhundert hatte unweigerlich zur Folge, dass übernatürliche Einflüsse und Ideale allmählich aus dem politischen und wirtschaftlichen Leben der Nationen verschwanden. Dies ist die erste Folge. Es gibt jedoch eine zweite: Die Verdrängung des Übernatürlichen aus dem öffentlichen Leben ebnet den Weg für das Kommen des natürlichen Messias. „Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich.“ (Mt 12,30). Die Welt steht nicht still, und die einst christlichen Nationen müssen sich entscheiden: Entweder kehren sie zur ungeteilten Wahrheit der katholischen Kirche zurück oder sie geraten immer tiefer unter das Joch derer, die systematisch das Kommen des natürlichen Messias vorbereiten.

Der übernatürliche Messias verkündete die Vorherrschaft der katholischen Kirche, seines mystischen Leibes, der sowohl übernatürlich als auch supranational ist und die natürlichen Eigenschaften und besonderen Rollen aller Nationen achtet. Der natürliche Messias kann nur die Unterwerfung aller Nationen unter das jüdische Volk zum Ziel haben. Die Weigerung der Juden, deren nationale Organisation von Gott zur Vorbereitung auf Christus eingesetzt worden war, die supranationale Kirche Christi anzuerkennen, führt unweigerlich dazu, dass sie ihre Nation zur höchsten Verkörperung der göttlichen Ordnung erheben.

Benjamin Netanyahu erwartet – wohl in naher Zukunft – die Art von natürlichem Messias, der die Nation Israel zur höchsten Verkörperung der göttlichen Ordnung erheben soll.

Diese Fakten sind natürlich ziemlich beunruhigend. Am 12. August 2025 erklärte Netanyahu gegenüber dem Nachrichtensender i24, er fühle sich der Vision eines „Großisraels“, das neben den besetzten palästinensischen Gebieten auch Teile Ägyptens, Jordaniens, Syriens, des Libanon, des Irak und Saudi-Arabiens umfassen soll, „sehr verbunden“. Er fügte hinzu, er sehe sich auf einer „historischen und spirituellen Mission für Generationen von Juden, die davon träumten, hierher zu kommen, und für Generationen von Juden, die nach uns kommen werden.“ (Quelle: https://youtu.be/u8xhaxo2JJY)

Beunruhigend ist auch, dass keine nennenswerte Stimme der vermeintlichen Opposition in Israel sich explizit von solchen expansionistischen Visionen distanzierte. Es gab zu Netanyahus Äußerungen keine Empörung, keine Kritik und auch keine ernsthafte Besorgnis in Bezug auf den regionalen Status quo.

Netanyahus Berufung auf die heilige Mission und Großisrael ergibt sich ebenfalls aus der dispensationalistischen Theologie, die das Engagement amerikanischer Evangelikaler im Nahen Osten seit über einem Jahrhundert prägt. Wobei die Juden ihre eigene Auffassung haben bezüglich der Ankunft ihres eigenen Messias.

Die jüdische Religion steht im Gegensatz zum Christentum

Folgt daraus, dass alle Juden schlechte Menschen sind? Pater Fahey antwortet:

Natürlich nicht. Es gibt Juden mit hervorragenden natürlichen Eigenschaften, und die übernatürliche Gnade Gottes wird uns allen von unserem Herrn zuteil, selbst denen, die ihn ablehnen. Es bedeutet jedoch, dass alle Juden, in dem Maße, wie sie mit den Führern und Herrschern ihrer Gemeinschaft übereinstimmen, dem Einfluss des Übernatürlichen in der Gesellschaft widerstehen und aktiv den Naturalismus fördern werden. Betrachten wir einige Beispiele aus New York, wo die Juden einflussreich sind.

In der New Yorker jüdischen Zeitung „Freiheit“ vom 10. Januar 1937 lesen wir: „Gemäß der jüdischen Religion ist der Papst der Feind des jüdischen Volkes, allein schon deshalb, weil er das Oberhaupt der katholischen Kirche ist. Die jüdische Religion steht im Gegensatz zum Christentum und insbesondere zur katholischen Kirche.“ Und am Nationalfeiertag der Juden in New York vom 14. Dezember 1935 heißt es: „Die öffentlichen Schulen müssen frei von Weihnachtsliedern und anderen weihnachtlichen Einflüssen bleiben. Wir wollen, dass diese ganze Weihnachtspropaganda aufhört.“

Wo Juden also mächtig sind, greifen sie den übernatürlichen Messias und das von ihm kommende übernatürliche Gnadenleben offen an. In Ländern, in denen sie erst im Aufstieg begriffen sind, begnügen sie sich damit, die aus der Akzeptanz des übernatürlichen Messias entstandenen Bräuche und Gebräuche zu entmystifizieren. Wenn dieser Prozess lange genug andauert und die Katholiken geschwächt sind, kann beispielsweise der offene Angriff auf die Einhaltung des Sonntags oder des Weihnachtstages erfolgen.

Die Entchristlichung von Weihnachten in den USA durch Juden

Als Beispiel für jüdisches Handeln bei der Ausblendung der übernatürlichen Bedeutung christlicher Feierlichkeiten betrachten wir den Brauch des Weihnachtskartenaustauschs. Weihnachten ist in Wirklichkeit der Jahrestag der Geburt unseres Erlösers, des zweiten Adam, der unseren Seelen das übernatürliche Leben zurückgegeben hat. Das ist der wahre, innere Grund unserer Freude an diesem Tag. Familien und Freunde kommen zusammen, um die Ankunft des Menschen als kleines menschliches Kind dessen zu feiern, in dem wir als Glieder seines mystischen Leibes eins sind. Auch der Leib soll an der Freude teilhaben, denn der Menschensohn weiß, dass wir Menschen sind.

Der Austausch von Weihnachtskarten soll uns nun an diese großen Tatsachen in ihrem richtigen Zusammenhang erinnern. Die übernatürliche Bedeutung des Weihnachtsfestes sollte selbstverständlich stets im Vordergrund stehen. Doch was finden wir stattdessen? Weihnachtskarten, die nur Stechpalmenzweige und Weihnachtspudding zeigen, haben zwar einen Bezug zum Fest, aber nicht zur Christmette. Andere, die lediglich eine Reihe Hunde oder ein paar Vögel abbilden, erinnern den Empfänger nicht an den Grund der Freude, während Weihnachtsgrüße auf ein heidnisches Fest hindeuten und den Weg für eine Wiederbelebung des Heidentums ebnen sollen.

Bei der Ausblendung des übernatürlichen Messias aus den Feierlichkeiten zu seinem Geburtstag spielte die Firma Raphael Tuck and Sons, Ltd., der größte Weihnachtskartenhersteller, zweifellos eine bedeutende Rolle. „Die Direktoren dieser Firma“, so der „Britisher“ vom 15. Dezember 1937, „sind Gustave Tuck, Desmond Adolph Tuck und William Reginald Tuck, Bt., als Geschäftsführer eingetragen, und ein Herr A. G. Jacobs. Alle drei Direktoren sind im Gemeindeverzeichnis des Jüdischen Jahrbuchs verzeichnet. Herr Desmond Tuck ist Kirchenvorsteher der Zentralsynagoge. Gustave Tuck ist Mitglied des Komitees des Jüdischen Repräsentantenrats und des Komitees für den Fonds für das deutsche Judentum“ usw. Diese Firma ist nicht die einzige, die den Naturalismus durch die Förderung eines naturalistischen Tons maßgeblich beeinflusst hat.

(Quelle: http://www.christorchaos.com/?q=content/anti-catholicism-out-open-once-again-part-two)

Übrigens finden wir die gleiche Tatsache, das Gedächtnis an Christi Geburt an Weihnachten auszulöschen, in den amerikanischen „Weihnachtsliedern“, die von jüdischen Songwritern und Komponisten produziert und dann popularisiert wurden.

„Die beiden Feiertage, die die Göttlichkeit Christi feiern – jene Göttlichkeit, die den Kern der jüdischen Ablehnung des Christentums ausmacht – und was macht Irving Berlin auf brillante Weise?“, schrieb Philip Roth, Berlins scharfsinnigster Beobachter, in „Operation Shylock“. „Er entchristlicht sie beide! Ostern wird zur Modenschau und Weihnachten zum Fest des Schnees … Er macht aus ihrer Religion Schund. Aber auf eine sehr angenehme Art! So angenehm, dass die Nichtjuden gar nicht wissen, wie ihnen geschieht …“

(Quelle: The Jewish Cronicle: Jingle kvells! Das große amerikanische Weihnachtsfest wurde von Juden erfunden. – https://www.thejc.com/opinion/jingle-kvells-the-great-american-christmas-was-invented-by-jews-vmrrhcg4)

Ist das biblische Gelobte Land der wahre Grund für den Krieg im Iran?

Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Artikel der Website „Freie Welt“. Dort heißt es:

„Die Angriffe Israels auf den Iran und den Libanon im März 2026 haben eine Debatte ausgelöst, die weit über die Frage von Atomwaffen und unmittelbarer Sicherheit hinausgeht. Beobachter fragen sich, ob hinter den militärischen Operationen ein langfristiger Plan steht: die schrittweise Verwirklichung eines ‚Groß-Israel‘, dessen Grenzen nicht von internationalen Verträgen, sondern von den biblischen Verheißungen an Abraham definiert werden.“

„Nationaler Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir drängt auf die dauerhafte Besiedlung des Gazastreifens und die Schaffung von Pufferzonen, die die Grenzen von 1967 faktisch außer Kraft setzen. Verteidigungsminister Israel Katz hat erklärt, israelische Truppen würden nach dem Zerfall syrischer Strukturen auf unbestimmte Zeit im Süden Syriens verbleiben – eine Aussage, die als Beginn einer schleichenden Integration gewertet wird.“

(Quelle: https://www.freiewelt.net/artikel/redaktion-zc/konflikte/ist-das-biblische-gelobte-land-der-wahre-grund-fuer-den-krieg-im-iran/43456)

Der protestantische und evangelikale Zionismus

Die evangelikalen Christen in Amerika, die dem „christlichen“ Zionismus anhängen, glauben, dass Israel bedingungslos unterstützt werden müsse, um die Wiederkunft Jesu herbeizuführen. Sie neigen deshalb auch dazu, die offenkundige und gut dokumentierte Gewalt vieler Siedler gegen Palästinenser zu übersehen oder gar zu entschuldigen.

Das amerikanische Zweihundertjahrfest 1976 markierte einen Wendepunkt in den protestantischen Sekten. Während die etablierten protestantischen Sekten an Bedeutung verloren, entwickelte sich die evangelikale Sekte zum am schnellsten wachsenden Sektor des amerikanischen Protestantismus.

Nach dem Krieg Israels von 1967 begann der Aufstieg von AIPAC und anderen pro-israelischen Lobbyorganisationen zu einer einflussreichen Rolle bei der Gestaltung der US-Außenpolitik.

Bereits im Jahr 1996 dominierte die Ideologie von Netanjahu und dem Likud die israelische Politik, und 17 evangelikale Pastoren aus den USA sicherten den illegalen Siedlungen im Westjordanland, im Gazastreifen und auf den Golanhöhen ihre Unterstützung zu sowie die volle Unterstützung für ein Jerusalem unter israelischer Souveränität.

„Die bevorstehende nukleare Konfrontation mit dem Iran ist unausweichlich“, schrieb Hagee 2006 in der Pfingstzeitschrift Charisma. „Israel und Amerika müssen sich der iranischen Fähigkeit und dem Willen stellen, Israel mit Atomwaffen zu vernichten. Für Israel bedeutet Zögern, nationalen Selbstmord zu begehen.“ (Quelle: https://www.dailykos.com/stories/2007/5/24/338212/-)

Christliche Zionisten neigen auch dazu, die offenkundige und gut dokumentierte Gewalt vieler Siedler gegen Palästinenser zu übersehen oder gar zu entschuldigen.

Siehe den Beitrag:

Der Einfluss der protestantischen Zionisten in Amerika

Wie aus einer Umfrage hervorgeht, unterstützt die Hälfte der Evangelikalen Israel, weil sie glauben, dass es für die Erfüllung der Endzeit-Prophezeiungen wichtig ist.

Laut einer Umfrage von LifeWay z. B. glauben 80 Prozent der Evangelikalen, dass die Gründung Israels im Jahr 1948 die Erfüllung einer biblischen Prophezeiung sei, die die Wiederkunft Christi herbeiführen werde.

Das deckt sich mit einer Umfrage des Pew Research Center aus dem Jahr 2003. Es ging um die Frage, ob die Existenz Israels biblische Prophezeiungen erfülle. Etwa ein Drittel der Amerikaner bejahte dies – mehr als sechs von zehn Evangelikalen stimmten dem zu. (Ebenso mehr als die Hälfte der befragten Afroamerikaner.)

Die LifeWay-Umfrage fragte evangelikale Befragte auch nach den Faktoren, die ihre Unterstützung für den Staat Israel beeinflussen. Mehr als sechs von zehn nannten Gottes Versprechen an Abraham. Der dritthäufigste Grund war, dass die Existenz Israels für die Erfüllung der Prophezeiungen notwendig sei. Mehr als die Hälfte der Evangelikalen gab dies als Grund für ihre Unterstützung der Existenz Israels an.

(Quelle: https://archive.is/ZRmnH#selection-401.0-401.131)

Woher kommt diese Auffassung, dass die Existenz des Staates Israels die Erfüllung einer biblischen Prophezeiung sei?

Das amerikanische Zweihundertjahrfest 1976 markierte einen Wendepunkt in den protestantischen Sekten. Während die etablierten protestantischen Sekten an Bedeutung verloren, entwickelte sich die evangelikale Sekte zum am schnellsten wachsenden Sektor des amerikanischen Protestantismus.

Nach dem Krieg Israels von 1967 begann der Aufstieg von AIPAC und anderen pro-israelischen Lobbyorganisationen zu einer einflussreichen Rolle bei der Gestaltung der US-Außenpolitik.

Bereits im Jahr 1996 dominierte die Ideologie von Netanyahu und dem Likud die israelische Politik, und 17 evangelikale Pastoren aus den USA sicherten den illegalen Siedlungen im Westjordanland, im Gazastreifen und auf den Golanhöhen ihre Unterstützung zu sowie die volle Unterstützung für ein Jerusalem unter israelischer Souveränität.

Der evangelikale Zionist John Hagee

Pastor John Hagee mit Rabbi Shlomo Riskin und Tzipi Hotovely im November 2018Pastor John Hagee mit Rabbi Shlomo Riskin und Tzipi Hotovely im November 2018

Einer dieser evangelikalen Pastoren ist John Hagee, der zu den finanziell erfolgreichsten und politisch einflussreichsten Predigern innerhalb des amerikanischen Protestantismus zählt. Er ist der Gründer und leitende Pastor der ‚Cornerstone Church‘, einer charismatischen Megakirche in San Antonio, Texas und Gründer und nationaler Vorsitzender der Lobbyorganisation ‚Christians United for Israel‘ (CUFI), gegründet am 7. Februar 2006.

Sein Medienimperium erreicht schätzungsweise 150 Millionen Haushalte auf mehreren Kontinenten. Diese Reichweite seiner theologisch-politischen Ausrichtung ergibt sich nicht nur aus seiner völlig falschen Theologie, sondern macht sie auch zu einer Frage von geopolitischer Bedeutung.

CUFI vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 15 Mio. evangelikalen Christen in den Vereinigten Staaten. Ca. 500 Personen sind Mitglieder der Lobbyorganisation. Darunter befinden sich einflussreiche Prediger, Autoren, Besitzer von christlichen Fernsehsendern und zahlreiche Politiker der Republikanischen Partei. Hagees Buch Jerusalem Countdown hat sich mehr als 600.000 Mal verkauft. (Quelle: Stichwort John Hagee)

Bereits 2006 schrieb John Hagee zu dem Konflikt Israels mit dem Iran:

„Die bevorstehende nukleare Konfrontation mit dem Iran ist unausweichlich“, schrieb Hagee 2006 in der Pfingstzeitschrift Charisma. „Israel und Amerika müssen sich der iranischen Fähigkeit und dem Willen stellen, Israel mit Atomwaffen zu vernichten. Für Israel bedeutet Zögern, nationalen Selbstmord zu begehen.“ (Quelle: https://www.dailykos.com/stories/2007/5/24/338212/-)

In einem auf GlobalResearch veröffentlichten Artikel erfahren wir:

Am 14. November 2023 sprach Hagee auf einer pro-israelischen Kundgebung in Washington, D.C., und bekräftigte dabei, dass Israel die Ausgestaltung des Gaza-Krieges selbst bestimmen und dem internationalen Druck nicht nachgeben müsse. „Sie, die Führung Israels, und nur Sie allein sollten bestimmen, wie dieser Krieg geführt und beendet wird. Sie entscheiden – niemand sonst.“ Nur zwei Tage nachdem Präsident Donald Trump den Beginn der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran angeordnet hatte, hielt der Pastor in seiner ‚Cornerstone Church‘ eine Predigt vor einem Banner mit der Aufschrift „Gottes Wiederkunft … Operation Epic Fury“.

Hagee dankte Trump, „dessen Weisheit und Mut die Feinde Zions vernichtet haben“. Anschließend griff er schnell auf eine bekannte Behauptung zurück und erklärte, der amerikanisch-israelische Angriff auf den Iran werde eine Reihe biblisch prophezeiter Ereignisse auslösen, darunter den Einmarsch einer von Russland geführten Armee in Israel und Jesu endgültigen Sieg über den Antichristen in der Schlacht von Harmagedon.

(Quelle: https://www.globalresearch.ca/igniting-a-cosmic-war-how-the-united-states-and-israel-are-weaponizing-apocalyptic-eschatology/5918572)

Die dispensationalistische Theologie

Grundlage des protestantischen Zionismus ist ihre Ideologie bzw. Interpretation der Heiligen Schrift, indem die protestantischen Zionisten ihre Bibel wortwörtlich nehmen. Obwohl sie kein Recht haben, die Heilige Schrift nach ihrem Gutdünken und Willen zu interpretieren, tun sie dies – durch den Irrlehrer Martin Luther ermutigt -, indem sie biblische Texte mit Hilfe etlicher selbst gesponnener Fabeleien interpretieren. Denn die Auslegung der Heiligen Schrift ist der von Gott eingesetzten Autorität gegeben, und dies sind nicht die selbsternannten Bibelausleger im Protestantismus oder anderen Sekten.

Siehe dazu den Beitrag auf katholischglauben.info:

Doch um die religiöse Interpretation moderner Konflikte im Nahen Osten durch den protestantischen Zionismus zu verstehen, muss man die als „christlicher“ Zionismus bekannte Ideologie untersuchen. Ohne näher auf die verschiedenen Versionen dieser Ideologie einzugehen (sie lassen sich bei Wikipedia finden), stützt sich diese Bewegung stark auf die dispensationalistische Theologie, die im neunzehnten Jahrhundert von John Nelson Darby entwickelt wurde. Der Dispensationalismus interpretiert die Weltgeschichte so, dass sie sich durch prophetische Phasen entfaltet, die in der Endzeit gipfeln.

Innerhalb dieser Weltanschauung werden Ereignisse wie die Rückkehr der Juden in das Land Israel, die Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 und Konflikte mit Israel manchmal als Zeichen dafür interpretiert, dass sich die biblische Prophezeiung der Erfüllung nähert.

Es ist wichtig zu betonen, dass zwar nicht alle Christen den Zionismus unterstützen. Die meisten evangelikalen, baptistischen, pfingstlerischen und megakirchlichen Christen tun dies auf der Grundlage ihres Glaubens an den dispensationalistischen Prämillenarismus. (Wikipedia: Stichwort Dispensationalismus)

Diagramm des Dispensationalismus

Nach der christlich-zionistischen Endzeitlehre, die sich aus dem traditionellen Chiliasmus und dem Dispensationalismus des 19. Jahrhunderts entwickelt hat, wird es am Ende der Zeiten zur gewaltigen Völkerschlacht in Armageddon (= Megiddo) kommen. Die Nationen, die versucht haben, den Staat Israel auszulöschen, würden durch den nun auf dem Ölberg in Jerusalem wiederkommenden Jesus Christus zurückgeschlagen. Weil hier die Juden Jesus als ihren politischen Befreier erlebten, würden sie ihn kollektiv als ihren eigenen Messias anerkennen.

Nun beginne das Tausendjährige Reich (= Millennium), in dem Jesus Christus als neuer jüdischer König über die Erde herrsche. Diese Sichtweise erklärt, warum christliche Zionisten die Nahostgeschehnisse beobachten und jede israelfeindliche Äußerung eines arabischen oder islamischen Präsidenten als Teil der ihrer Ansicht nach heraufziehenden apokalyptischen Endzeitgeschehnisse bewerten. (Quelle: Wikipedia Stichwort Christlicher Zionismus)

Die unchristliche Bibel des protestantischen Zionismus

Woher haben diese „christlichen“ Zionisten ihre merkwürdigen Ansichten? Die Antwort lautet: Aus der Scofield-Referenz-Bibel.

Die Scofield-Referenzbibel

Jede Interpretation der Heiligen Schrift, die dem Zionismus und dem Staat Israel wohlgesinnt ist, ist protestantischen Ursprungs wie auch zionistisch beeinflusst. Sie beruht nicht auf authentischer katholischer Schriftauslegung oder -lehre. Im Folgenden geben wir die Ausführungen des im Jahr 2023 verstorbenen Paters Louis J. Campbell wider:

Seit der Zeit der Apostel verkündet die Heilige Katholische Kirche das Evangelium mit der ihr von Jesus Christus verliehenen Autorität. Die Kirche verkündete das Evangelium Jahre bevor die vier Evangelien niedergeschrieben wurden, und erfüllt bis heute den Auftrag unseres Herrn, „das Evangelium allen Geschöpfen zu verkünden“ (Mk 16,15).

Die Kirche sammelte die Schriften, aus denen die Bibel besteht. Doch der Ketzer Martin Luther (1483–1546) entfernte einige ihm missliebige Bücher der Bibel, und so entstand die protestantische Bibelübersetzung. Die Bibel selbst wurde fortan als alleinige Autorität propagiert, die der „privaten Auslegung“ des Gläubigen unterliege. Damit wurde der Kirche die Autorität abgesprochen, das Evangelium zu verkünden und die Schriften auszulegen. Dennoch scheinen „die Gläubigen“ bereit zu sein, vieles zu glauben, was nicht in der Bibel steht.

Zweifellos sind viele von uns über das seltsame Phänomen des christlichen Zionismus verwundert. Viele evangelikale Christen, wie auch Baptisten, Pfingstler und Charismatiker, sind begeisterte Anhänger des jüdischen Zionismus, obwohl nicht alle Juden Zionisten sind und viele von ihnen die zionistischen Ansprüche bestreiten.

Die jüdisch-zionistische Bewegung wurde 1897 von Theodor Herzl gegründet. Ihr Hauptziel war die Errichtung einer jüdischen Heimstätte im Gebiet des biblisch definierten „Landes Israel“. Der Tempel sollte wiederaufgebaut und die alten religiösen Riten wieder aufgenommen werden. Da die Zionisten glauben, ein Anrecht auf das von Gott Abraham verheißene Land zu haben, zeigen sie wenig Verständnis für die Palästinenser, die nach der Gründung des Staates Israel 1948 in das Westjordanland und den Gazastreifen gedrängt wurden. Unter Missbrauch der Schriften des Alten Testaments glauben die jüdischen Zionisten, zur Weltherrschaft bestimmt zu sein.

Was also könnte berühmte protestantische Prediger wie Billy Graham, Hal Lindsay, John Hagee und Pat Robertson zu christlichen Zionisten, zu begeisterten Unterstützern der Ziele des jüdischen Zionismus, gemacht haben? Könnte es – die Scofield-Bibel gewesen sein?

Die Scofield-Referenzbibel ist in protestantischen Seminaren weit verbreitet, insbesondere unter Evangelikalen wie Baptisten, Pfingstlern und Charismatikern. Kürzlich erhielt ich einen Artikel von C. E. Carlson über die Scofield-Bibel, der den Kern des Problems zu treffen scheint. Ein Großteil des Folgenden stammt von Herrn Carlson (http://www.serendipity.li/zionism/carlson01.htm).

Die Scofield-Bibel wurde zum Standard für die protestantische Bibelauslegung

Eines der Ziele jüdischer Zionisten war es, die christliche Sicht auf den Zionismus zu verändern, indem sie innerhalb des Christentums eine pro-zionistische Subkultur schufen und förderten. Cyrus I. Scofield (1843–1921) wurde von zionistischen Agenten finanziert, um die King-James-Bibel umzuschreiben. Er fügte zionistisch gesinnte Anmerkungen in die Ränder, zwischen Versen und Kapiteln sowie am unteren Seitenrand ein. Die Erstveröffentlichung erfolgte 1909 durch Oxford University Press, die bis heute die Urheberrechte besitzt.

Scofield verfasste ein revolutionäres Buch, das den Kontext der King-James-Bibel grundlegend veränderte. Die Befürworter der Oxford University Press machten die Scofield-Bibel mit ihren christlich-zionistischen Fußnoten zum Standard für die Bibelauslegung in christlichen Kirchen, Seminaren und Bibelgruppen. Und alle folgten ihm wie Schafe – selbst Hagee, Lindsay, Robertson, Van Impe und der hochverehrte Billy Graham. So viel zur privaten Auslegung!

Nach Scofields Tod machte der Oxford University Press die Scofield-Bibel zu einem Handbuch für den christlichen Gottesdienst im Staat Israel. Scofields unchristliche, antiarabische Theologie ermöglichte den Diebstahl Palästinas und 54 Jahre Tod und Zerstörung unter den Palästinensern, ohne dass die jüdisch-christlichen Massenmedien oder die meisten anderen amerikanischen Kirchenführer, einschließlich der sogenannten US-amerikanischen Bischofskonferenz, nennenswerte Einwände erhoben.

In seinem Brief an die Galater widerspricht der heilige Paulus den Behauptungen der Scofield-Bibel:

„Die Verheißungen galten Abraham und seinen Nachkommen. Es heißt nicht: ‚Und seinen Nachkommen‘, als wären es viele, sondern: ‚Und seinem Nachkommen‘, welcher Christus ist … Denn ihr alle seid durch den Glauben an Christus Jesus Kinder Gottes. Denn alle, die auf Christus getauft sind, haben Christus angezogen. Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann noch Frau. Denn ihr seid alle eins in Christus Jesus. Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr Abrahams Nachkommen und Erben gemäß der Verheißung“ (Gal 3,15b.16;26–29).

Dies macht deutlich, dass die Blutsverwandtschaft mit Abraham für diejenigen, die nicht an Jesus Christus glauben, keinerlei Vorteil bietet. Scofield und die Oxford University Press lügen, wenn sie zu beweisen versuchen, dass die heute als „Juden“ bekannten Personen die Erben der Verheißungen Abrahams seien. Auf Seite 1136 der Ausgabe von 1967 lesen wir diese haarsträubende Behauptung: „Alle Juden sind natürliche Nachkommen Abrahams …“

Und auf Seite 19 finden wir diese eklatante Lüge: „Gott gab durch Abrams Nachkommen dem Volk Israel ein bedingungsloses Versprechen des Segens, damit es für immer ein bestimmtes Gebiet erben könne.“

Welch ein Betrug! Die Fernsehprediger und ihre riesige Anhängerschaft haben diese abscheuliche Lüge akzeptiert und das ganze Land in die Knechtschaft des gottlosen, modernen Staates Israel geführt.

(Quelle: http://www.christorchaos.com/?q=content/catholics-will-betray-other-catholics-fear-offending-jews)

Wer war Cyrus I. Scofield?

Fotografie von Cyrus Ingerson Scofield, Bibellehrer und Schöpfer der Scofield-Referenzbibel, ca. 1920Maidhc O Cathail schreibt über den Verfasser der Scofield-Bibel:

Zwei Jahre nach Scofields angeblicher Konversion zum Christentum im Jahr 1879 zeigte sich der „Atchison Patriot“ wenig beeindruckt. Der Artikel beschrieb den ehemaligen Einwohner von Atchison als „verstorbenen Anwalt, Politiker und allgemein als Gauner“ und schilderte einige von Scofields „zahlreichen böswilligen Taten“. Dazu gehörten mehrere Urkundenfälschungen in St. Louis, für die er zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt wurde.

Dass er ein wiedergeborener Prediger war, hinderte Scofield jedoch nicht daran, 1901 Mitglied eines exklusiven New Yorker Herrenclubs zu werden. In seiner vernichtenden Biografie „The Incredible Scofield and His Book“ (Der unglaubliche Scofield und sein Buch) bemerkt Joseph M. Canfield: „Scofields Aufnahme in den Lotos Club, die er unmöglich selbst angestrebt haben konnte, bestärkt den bereits zuvor geäußerten Verdacht, dass jemand die Karriere von C.I. Scofield lenkte.“

Dieser jemand, so vermutet Canfield, stand in Verbindung mit einem der Komiteemitglieder des Clubs, dem Wall-Street-Anwalt Samuel Untermeyer. Wie Canfield andeutet, war Scofields Theologie „äußerst hilfreich, um fundamentalistische Christen für das internationale Interesse an einem von Untermeyers Lieblingsprojekten – der zionistischen Bewegung – zu gewinnen“.

Andere haben Scofields Beitrag zur zionistischen Agenda jedoch deutlicher dargelegt. In „Unjust War Theory: Christian Zionism and the Road to Jerusalem“ behauptet Prof. David W. Lutz: „Untermeyer nutzte Scofield, einen Anwalt aus Kansas City ohne theologische Ausbildung, um zionistische Ideen in den amerikanischen Protestantismus einzubringen. Untermeyer und andere wohlhabende und einflussreiche Zionisten, die er Scofield vorstellte, förderten und finanzierten dessen Karriere, einschließlich Reisen nach Europa.“

Ohne solch mächtige Verbindungen ist es schwer vorstellbar, dass „dieser zwielichtige Geselle“ jemals einen Vertrag mit Oxford University Press zur Veröffentlichung seiner Bibel erhalten hätte. Dennoch bleibt es ein Rätsel, warum OUP sich entschied, ein solch sektiererisches Werk zu unterstützen.

Hätte es die Scofield-Bibel nicht gegeben, wären amerikanische Präsidenten, die vom christlichen Zionismus beeinflusst waren, wie Truman, Johnson, Reagan und George W. Bush, den israelischen Forderungen höchstwahrscheinlich weniger wohl gesonnen und folglich den US-Interessen stärker zugetan gewesen. Darüber hinaus wären dem amerikanischen Volk möglicherweise die viel beachteten pro-israelischen Hetzreden von John Hagee, Pat Robertson und dem verstorbenen Jerry Falwell erspart geblieben, ganz zu schweigen von den lukrativen Endzeit-Prophezeiungen von Hal Lindsey und Tim LaHaye.

Doch am meisten gelitten haben die Menschen im Nahen Osten unter einem expansionistischen Israel, das sich durch die unerschütterliche Loyalität der amerikanischen christlichen Zionisten bestärkt fühlte und glaubte, Scofields Worte seien Gottes Wille.

Obwohl die Scofield-Bibel bereits viel unnötiges Leid verursacht hat, ist es vielleicht noch nicht zu spät für Oxford University Press, sich öffentlich von diesem schädlichen Buch zu distanzieren.

Zu den vielen Opfern gehören 3,5 Millionen palästinensische Flüchtlinge, deren Rückkehrrecht von christlichen Zionisten vehement abgelehnt wird. Diese glauben, das Land gehöre ausschließlich „Gottes auserwähltem Volk“. Zumindest könnte der OUP-Verlag seine Reue für seine Rolle bei der Förderung ethnischer Säuberungen zeigen, indem er die Flüchtlinge mit den beträchtlichen Gewinnen entschädigt, die er im vergangenen Jahrhundert mit dem Verkauf seiner zionistischen Bibel erwirtschaftet hat.

(Quelle: https://whtt.org/neochristians-use-scofield-bible-justify-war/)

Es war also ein unbekannter und beeinflussbarer Bürgerkriegsveteran namens Cyrus I. Scofield, der eines der Werkzeuge der jüdischen Zionisten zur Erreichung ihres Zieles war, die negative Auffassung der Amerikaner in Bezug auf die Errichtung eines jüdischen Staates im Heiligen Land umzuwandeln. Dazu war eine neue religiöse und theologische Ausrichtung vonnöten. Ein noch wichtigeres Werkzeug zur Erreichung dieses Zieles war ein angesehener, weltweit respektierter europäischer Buchverlag – die Oxford University Press.

Das Vorhaben zielte darauf ab, die christliche Sicht auf den Zionismus zu verändern, indem innerhalb des Christentums eine pro-zionistische Subkultur geschaffen und gefördert wurde. Scofields Aufgabe bestand darin, die amerikanische King-James-Bibel umzuschreiben, indem er zionistisch gesinnte Anmerkungen in die Ränder, zwischen Versen und Kapiteln sowie am unteren Seitenrand einfügte.

Die Anmerkungen dieser Studienbibel lehren den auf John Nelson Darby zurückgehenden, von Scofield weiterentwickelten Dispensationalismus, der durch diese Bibelausgabe großen Einfluss unter den evangelikalen Christen der USA gewann.

Wir zitieren aus den Ausführungen von C. E. Carlson:

Der Oxford University Press setzte Scofield, der damals bereits Pastor war, als Herausgeber ein, vermutlich weil er eine solche Person als Aushängeschild benötigte. Die überarbeitete Bibel wurde „Scofield Reference Bible“ genannt und avancierte dank massiver Werbung und Promotion zu einer der meistverkauften „Bibeln“ in Amerika, wo sie es 90 Jahre lang blieb.

Die Scofield-Referenzbibel sollte nicht einfach nur eine weitere Übersetzung sein, die nach und nach kleinere Passagen veränderte. Nein, Scofield schuf ein revolutionäres Buch, das den Kontext der King-James-Version radikal veränderte. Es war darauf ausgelegt, eine Subkultur um ein neues Kultsymbol zu formen: den modernen Staat Israel – einen Staat, der zwar noch nicht existierte, aber bereits von den engagierten und finanzstarken Autoren des Weltzionismus geplant wurde.

Dank der Arbeit einiger engagierter Forscher ist ein Großteil der fragwürdigen Lebensgeschichte von Cyrus I. Scofield zugänglich. Sie enthüllt, dass er nicht, wie man vielleicht vermuten würde, ein Bibelgelehrter war, sondern ein politisches Schwergewicht mit dem Charme und dem Talent zur Selbstinszenierung eines Bill Clinton. Scofields Hintergrund offenbart eine kriminelle Vergangenheit, eine verlassene Ehefrau, eine zerrüttete Familie und eine Neigung zu eigennützigen Lügen. Er war genau der Mann, den die Weltzionisten anheuern könnten, um christliches Gedankengut zu verzerren – ein kontrollierbarer Mann, der fähig war, das Geheimnis mit ins Grab zu nehmen. (Siehe „ The Incredible Scofield and His Book“ von Joseph M. Canfield).

(Quelle:https://www.serendipity.li/zionism/carlson01.htm)

Das Gebot des dritten Tempels für die jüdischen und protestantischen Zionisten

Das Gebot des dritten Tempels auf dem Tempelberg in Jerusalem ist nicht nur ein Gebot der religiösen Juden, sondern bildet auch den theologischen Kern der dispensationalistischen Endzeittheorie der protestantischen Zionisten.

In der christlich-zionistischen Eschatologie ist der Wiederaufbau des Tempels eine zwingende Voraussetzung. Die Abfolge ist in der protestantischen Theologie folgendermaßen festgelegt: Der Tempel muss wiederaufgebaut werden; der Antichrist wird ihn entweihen; dies ist der „Gräuel der Verwüstung“, von dem in Daniel 9,27, Matthäus 24,15 und 2. Thessalonicher 2,4 die Rede ist. Dieser „Gräuel der Verwüstung“ löst die Große Trübsal aus, die der Schlacht von Harmagedon vorausgeht; schließlich dann die Wiederkunft Christi.

Siehe dagegen die katholischen Beiträge auf katholischglauben.online:

Wie die Freie Welt am 25. März berichtete, hatte Norm Coleman, der nationale Vorsitzende der ‚Republican Jewish Coalition‘ und pro-israelischer Lobbyist, der zwischen 2003 und 2009 Mitglied des Senats war, Pete Hegseth bei seinem Bestreben zur Nominierung zum Verteidigungsminister unterstützt. Bereits 2018 erklärte Pete Hegseth, amerikanischer Kriegsminister im Kabinett Donald Trumps, dass der Bau des Dritten Tempels in Jerusalem bald kommen werde. Dieser evangelikale Zionist ist verantwortlich für die Kriegsführung im Krieg gegen den Iran.

(Quelle: https://www.freiewelt.net/artikel/redaktion/geopolitik/us-verteidigungsminister-pete-hegseth-hat-vom-wiederaufbau-des-dritten-tempels-in-jerusalem-gesprochen/43507)

Für Millionen dispensationalistischer Evangelikaler ergibt sich die Unterstützung der Bedingungen, die den Tempelbau ermöglichen, aus einer falschen Auslegung biblischer Prophetie. Aus dieser falschen Auslegung folgt eine verheerende Konsequenz in der Politik im Nahen Osten.

Siehe den Beitrag:

Die Verbindung zwischen dem geplanten Bau des dritten Tempels und dem Krieg gegen den Iran

Im März 2026 hatte Tucker Carlson öffentlich erklärt, dass „Schlüsselakteure dieses Krieges glauben, dass die aktuellen Ereignisse mit der Zerstörung des Felsendoms und dem Wiederaufbau des dritten Tempels beginnen werden.“ (Quelle: https://mycharisma.com/culture/tucker-carlson-warns-of-temple-mount-crisis-but-bible-prophecy-tells-a-bigger-story/)

Der Tempelberg steht derzeit unter jordanischer Waqf-Verwaltung. Die Al-Aqsa-Moschee und der Felsendom befinden sich auf dem Gelände. Der Bau eines Dritten Tempels erfordert deren Abriss oder Zerstörung. Der Iran ist durch seine Unterstützung von Hamas, Hisbollah und der breiteren Widerstandsachse der wichtigste militärische und ideologische Garant des Widerstands gegen die israelische Souveränität über den Tempelberg.

Daraus folgt: Wenn Israel mit Hilfe der USA die iranische Macht beseitigen will, dann beseitigt Netanyahu den wichtigsten militärischen Schutzschild für die islamischen Heiligtümer. Damit verbessert die neue Situation die Voraussetzungen für den Bau des Tempels für Israel erheblich. Warum sollte – unabhängig von den in dem Medien genannten Energieproblemen – mit dem Krieg gegen den Iran nicht eine spezielle Verbindung zwischen dem Krieg und dem Projekt des Dritten Tempels hergestellt werden können?

Die eigentliche Gefahr liegt nicht in der Existenz von Prophezeiungen, sondern in der falschen Auslegung. Außerdem wird aus dieser falschen Auslegung eine brisante Politik, wenn irgendeine politische Macht beginnt, sich verpflichtet zu fühlen, diese zu erfüllen.

Jesus Christus ist Abrahams Erbe, nicht der Staat Israel

Pater Campbell schließt seine Ausführungen mit den folgenden Worten:

Jesus Christus ist Abrahams Erbe, nicht der Staat Israel. Die Verheißungen Gottes an Abraham erfüllen sich in Jesus Christus. Die jüdischen Zionisten haben kein wahres Verständnis der Heiligen Schrift. Und wer hätte gedacht, dass die „bibeltreuen Christen“ ihnen in die Finsternis folgen würden?

„Habt ihr denn nie in der Schrift gelesen“, sagte unser Herr zu den Pharisäern: „‚Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden; dies ist vom Herrn geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen‘? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das seine Früchte bringt“ (Mt 21,42–43).

Paulus verstand das sehr gut:

„Ihr seid erbaut auf dem Fundament der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus selbst der Eckstein ist. In ihm ist der ganze Bau fest zusammengefügt und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn. In ihm werdet auch ihr mitaufgebaut zu einer Wohnung Gottes im Geist“ (Eph 2,20–22). (Pater Louis J. Campbell, Siebter Sonntag nach Pfingsten, 17. Juli 2006)

Die katholische Auffassung im Gegensatz zu den selbsternannten Bibelauslegern der protestantischen Zionisten

Das Judentum gehört nicht zum Reich Christi.

Papst Pius X. lehnte die Gründung eines jüdischen Staates in Palästina ab, da er wusste, dass dies dem Willen Gottes widersprach. Das Judentum wurde zu einer falschen Religion, nachdem unser Herr am Karfreitag am Kreuz seinen letzten Atemzug getan hatte und die Zerstörung Jerusalems durch die Römer, die seine eigene Prophezeiung erfüllte, dies öffentlich verkündete.

Gott selbst nahm den Juden das Heilige Land weg, als er im Jahr 70 n. Chr. die heidnischen Römer benutzte, um sie zu vertreiben.

Unser Herr prophezeite, dass „hier kein Stein auf dem anderen bleiben wird, der nicht zerstört wird“, was uns lehren sollte, dass die sogenannte Westmauer nicht Teil des Tempels Salomos ist, wie moderne Juden behaupten (es handelt sich um eine Stützmauer für den Hof auf dem Tempelberg, nicht für den Tempel selbst, der Stein für Stein zerstört wurde), sondern um eine weitere falsche Darstellung derer, die glauben, sie seien das auserwählte Volk, was sie nicht sind.

Eine Mauer, die nie Teil des Tempels Salomons war!

Die Westmauer in Jerusalem, vom Zugang zum Tempelberg aus gesehen

Der Kommentar von Pater George Leo Haydock zu Vers 2 des 24. Kapitels des Matthäusevangeliums erklärt die Falschheit der jüdischen Behauptung, die Westmauer (Klagemauer) habe etwas mit dem Tempel Salomons zu tun, der von den Römern vollständig zerstört wurde. Ironischerweise waren es die Juden selbst, die im vierten Jahrhundert einige Überreste der Tempelmauer zerstörten, als sie im Auftrag von Julian dem Abtrünnigen versuchten, falsche archäologische Beweise zu schaffen, um die Prophezeiung unseres Herrn zu widerlegen.

Julian, der Abtrünnige, wollte die Prophezeiungen Daniels und Jesu Christi widerlegen und versuchte daher, den Tempel wieder aufzubauen. Zu diesem Zweck versammelte er die führenden Juden und fragte sie, warum sie die vorgeschriebenen Opfer vernachlässigten. Sie antworteten, dass sie nirgendwo anders als im Tempel von Jerusalem Opfer darbringen könnten. Daraufhin befahl er ihnen, nach Jerusalem zu reisen, ihren Tempel wieder aufzubauen und ihren alten Kult wiederherzustellen, und versprach ihnen seine Unterstützung bei der Ausführung des Werkes. Dies erfüllte die Juden mit unbeschreiblicher Freude.

Sie rissen also die Ruinen des zerstörten Tempels selbst ab und trugen so zur Erfüllung der Prophezeiung unseres Erlösers Jesus Christus bei. Anschließend begannen sie, ein neues Fundament auszuheben, an dem Tausende beteiligt waren. Doch was sie tagsüber aufgeworfen hatten, wurde in der folgenden Nacht durch wiederholte Erdbeben wieder in den Graben zurückgeworfen.

So zerstörten sie die Überreste des alten Tempels vollständig, sodass kein Stein mehr auf dem anderen lag; und es wurde ihnen vom Himmel nicht einmal erlaubt, mit dem Bau des neuen Tempels zu beginnen.

Die katholische Kirche ist das wahre Israel

Weil sie Jesus Christus ablehnten, verlor die jüdische Religionsgemeinschaft ihre Stellung als Gemeinschaft des auserwählten Volkes. Sie war nicht länger Gottes Ekklesia, sein übernatürliches Reich auf Erden. Sie wurde Teil des Reiches Satans. (Monsignore Joseph Clifford Fenton, Die katholische Kirche und das Heil im Lichte der jüngsten Verlautbarungen des Heiligen Stuhls, veröffentlicht 1958, S. 139)

Die Religion der Juden ist nicht mehr die Religion des Alten Bundes, sondern die tote Religion des Talmudismus.

Siehe den Beitrag:

Stattdessen hat Jesus Christus den neuen Bund begründet. Infolgedessen ist die katholische Kirche das neue wahre Israel, das wahre Zion. Das wahre Israel aber ist supranational und nicht auf das Heilige Land beschränkt.

Die Juden müssen nicht in einem bestimmten Land leben, schon gar nicht in einem, das in direktem Widerspruch zu Gottes endgültigem, unwiderruflichem Dekret steht, das sie im Jahr 70 n. Chr. aus Jerusalem vertrieb. Jerusalem gehört Christus, dem König, und seiner wahren Kirche, nicht dem zionistischen Staat Israel. Katholiken sind die wahren geistlichen Kinder Abrahams. Niemand sonst ist es, und es ist keineswegs antisemitisch, diese Wahrheiten klar auszusprechen.

Was bedeutet es: Das Heilige Land für die Nachkommen Abrahams?

Der hl. Paulus hat die Frage endgültig geklärt. Er schreibt in seinem Brief an die Galater (3, 29):

Wenn ihr aber Christi seid, so seid ihr Abrahams Same und der Verheißung gemäß Erben.

Allioli bemerkt zu diesem Vers:

Wenn ihr mit Christo eine geistliche Person bildet, so seid ihr auch Kinder Abrahams; denn Christus ist ein Kind Abrahams; und weil Kinder, so seid ihr auch Erben Abrahams, dessen, was ihm als Erbe verheißen ist, des Völkersegens, der Gerechtigkeit. – Warum sucht ihr also, o Galater, ein Judentum im Gesetz; seid ihr nicht die wahren Juden, wenn ihr Kinder Abrahams seid? So zeigt Paulus auf eine feine Weise, wie die Galater Judentum und Christentum vereinen können, ohne doch dem mosaischen Gesetz zu huldigen. (Vulgata Bd. 6, 1838, S. 196)

An einer Stelle weiter (4, 22-26) erklärt der hl. Paulus den Grund.

Brüder! Es steht geschrieben: Abraham hatte zwei Söhne, einen von der Magd und einen von der Freien. Der von der Magd war auf dem Wege des Fleisches geboren, der von der Freien aber auf Grund einer Verheißung. Das ist bildlich gesprochen: es bedeutet die beiden Testamente. Das eine stammt vom Berg Sinai und gebiert zur Knechtschaft; es wird durch Agar dargestellt. Der Berg Sinai liegt nämlich in Arabien; er steht in Zusammenhang mit dem jetzigen Jerusalem, das mit seinen Kindern in der Knechtschaft ist. Jenes Jerusalem aber, das von oben stammt, ist frei, und das ist unsere Mutter.

Allioli kommentiert diese Stelle wie folgt:

„Ismael, der Sohn der Magd Agar, wurde dem Naturgang gemäß geboren; denn Agar war jung und konnte noch empfangen und gebären; Isaak, der Sohn der Ehefrau Sara, ward nur auf übernatürliche Weise vermöge der geschehenen Verheißung (1. Mos. 17, 15-21) empfangen und geboren; denn Sara war bereits unfruchtbar geworden (1. Mos. 18, 11). Ismael war ein Kind des Fleisches, Isaak ein Kind der Gnade.“

„Diese Geschichte von den zwei Weibern Abrahams und ihren zwei Söhnen hat noch einen tieferen Sinn als den bloß buchstäblichen. Sie prophezeite bildlich die zwei Testamente: in der Magd Agar das Alte, in der freien Ehefrau Sara das Neue Testament, in dem Sohn der Agar die Juden, in dem Sohn der Sara die Christen; denn wie Ismael nur nach dem Naturgang Sohn Abrahams war, so sind die Juden nur durch natürliche Abkunft Söhne Abrahams, Mitglieder des auserwählten Volkes.“

„Dagegen wie Isaak vermöge der Verheißung gegen den Gang der Natur durch unmittelbare Dazwischenkunft Gottes Sohn Abrahams wurde, so sind die Christen durch den Willen Gottes und seine neuschaffende Gnade (Joh. 1, 13; 3, 5) geistige Kinder Abrahams (Röm. 9, 6-9), die auserwählten Mitglieder des geistigen Reiches Gottes.“ (Vulgata Bd. 6, S. 199 – 200)

Und in seinem Brief an die Römer lesen wir (9, 6-8):

Denn nicht alle, welche von Israel abstammen, sind Israeliten, noch alle Kinder, die Nachkommen Abrahams sind: … Das ist: Nicht die Kinder des Fleisches sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der Verheißung werden für Nachkommen gerechnet.

Hierzu bemerkt Allioli:

Nicht die fleischlich von Abraham abstammen, sind seine und Gottes Kinder, sondern die vermöge der Verheißung (1. Mos. 18, 10) entstanden sind. Mit anderen Worten sagt Johannes: Die nicht aus dem Willen des Mannes, sondern Gottes entsprungen sind (1, 13). Ismael und die Söhne der Cetura (1. Mos. 25) waren Abrahams Söhne dem Fleische nach; Isaak war das Kind der Verheißung, das aus dem Willen Gottes auf übernatürliche Weise gekommen war (1. Mos. 18. 10ff.) (ebd. S. 50)

Zum Schluss noch ein letztes Zitat aus dem Römerbrief (11, 27):

und dies wird mein Bund mit ihnen sein, wenn ich ihnen ihre Sünden nehme.

Der Alte Bund war machtlos, die Sünden der Menschen wegzunehmen; nur das Lamm Gottes, Jesus Christus, kann das. Lehnst du ihn ab, bleiben deine Sünden bestehen; das heißt, du gehörst nicht zu den Erlösten.

Nachdem Paulus hiermit klargestellt hat, das die nicht bekehrbaren Juden nicht teilhaben an der Verheißung Abrahams, haben sie auch kein Anrecht auf das Land, das Gott seinem ehemals auserwählten Volk Israel versprochen hatte.

Siehe dazu den Beitrag:

und auf katholischglauben.info:

Halten wir fest: Die Juden haben aus theologischer wie auch aus biblischer Sicht kein Recht, ein Groß-Israel mit oder ohne Gewalt zu erlangen. Und die protestantischen Zionisten sind theologisch wie auch aus biblischer Sicht auf dem Holzweg, den Staat Israel in ihrer Expansion zu unterstützen. Ihre Auffassung ist nicht nur gefährlich für die weitere Entwicklung im Nahen Osten, sondern auch vermessen, weil sie mit der Unterstützung eines Groß-Israels und Aufbaus des dritten Tempels Gott zwingen wollen, die Ankunft Christi zu beschleunigen.

Bildquellen

  • Rabbi_Aryeh_Scheinberg_event_-_2_-_November_2018: wikimedia | CC BY-SA 2.0 Generic
  • Diagramm_Dispensationalismus: wikimedia | Public Domain Mark 1.0
  • ScofieldCI: wikimedia | Public Domain Mark 1.0
  • Jerusalem_Western_Wall_BW_1: wikipedia | Public Domain Mark 1.0
  • der-plan-groß-israel: youtube
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IsraelUSA

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