Die Kultur des Todes und ihre Unterstützung durch katholische Politiker seit 1960 entgegen der katholischen Morallehre
„Was nützte es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewänne, sich aber selbst verlöre und an sich Schaden litte?“ (Luk. 9, 25)
Diese Aussage unseres Herrn und Heilandes müsste jedem Katholiken geläufig sein. Trotzdem glauben etliche Katholiken, die sich der politischen Laufbahn verschrieben haben, diese ernste Frage zu ignorieren und die Gebote Gottes und der Kirche einfach nicht zur Kenntnis zu nehmen. Die hier ausgewählten Beispiele zeigen den Verrat katholischer Politiker seit 1960 in der Frage der Moral, indem sie die Kultur des Todes mit vorantrieben, insbesondere der Abtreibungen. Sie berufen sich auf die Aussage des ersten katholischen Präsidenten der USA, dass ihre persönlichen religiösen Ansichten in ihrer Funktion als Politiker keine Rolle spielen dürfen.
Es wäre besser für sie gewesen, sie hätten ihren katholischen Glauben, insbesondere in Bezug auf die Moral gemäß der Lehre der katholischen Kirche, fest und standhaft in der Politik bezeugt und, wenn nicht anders möglich, der Politik den Rücken zu kehren, als seine Seele zu verlieren.
Thomas Morus, Politiker und Heiliger, hat es mit seinem Leben bezahlt, aber er sagte aus seinem katholischen Glauben heraus: „Ich sterbe als guter Diener des Königs, aber in erster Linie bin ich ein Diener Gottes.“ Auch der gottselige Gabriel García Moreno ist als Präsident von Ecuador vor allem Diener Gottes gewesen, weshalb er auch von den Freimaurern ermordet wurde.
Siehe den Beitrag:
Die Abtreibung, ein teuflisches Prinzip der Kommunisten
Es ist eine historische Tatsache, dass der erste Staat der Welt, der Abtreibungen legalisierte, Lenins bolschewistisches Russland war. Auf seine Anordnung hin wurde am 18. November 1920 in einem gemeinsamen Dekret des Gesundheits- und Justizministeriums gesetzlich die Abtreibung legalisiert. Die Abtreibung ist die logische Auswirkung der marxistischen, materialistischen Sicht der Welt. Für die materialistische Sichtweise ist der Embryo nur Materie, ein Zellhaufen. Antonio Gramsci, György Lukács, die Frankfurter Schule mit ihrem bekanntesten Vertreter Herbert Marcuse, Wilhelm Reich, Margaret Sanger und viele andere Kommunisten und Sozialisten haben die unmoralischen Prinzipien in ihrer Denkweise erfolgreich in die Gesellschaft implementiert. Diese teuflische Denkweise wurde von katholischen Politikern übernommen.
Vladimír Palkos Beispiele katholischer Politiker, die Verrat übten
Die folgenden Beispiele entstammen dem Buch „Die Löwen kommen“ des früheren slowakischen Innenmisters Vladimír Palko. Er war dreimal Abgeordneter des slowakischen Nationalrates für die Christdemokratische Bewegung und in den Jahren 2002 bis 2006 Innenminister in der Regierung der Solwakischen Republik. Seit 2008 ist er Vorsitzender der Konservativ-Demokratischen Partei der Slowakei.
Palko vertritt konservativ-katholische Positionen und ist entschiedener Anhänger der katholischen Morallehre. 2012 veröffentlichte er sein Buch „Levy prichádzajú“ (deutsch: „Die Löwen kommen“), in dem er sich kritisch mit der seines Erachtens auf den italienischen Marxisten Gramsci zurückgehenden „anthropologischen Revolution“, die auf eine vollkommene Veränderung der Sozialmoral in Europa und Nordamerika ziele, auseinandersetzt.
Gramsci glaubte an den vollständigen Umsturz der christlichen Moral in der Gesellschaft. Nicht wenige katholische Politiker haben ihren Beitrag zum Umsturz der christlichen Moral geleistet. Vladimír Palko hat dies in seinem Buch dokumentiert. Auch heute noch gibt es genügend Politiker, die katholisch getauft sind, aber bereit sind, mitzuhelfen, das Christentum aus der Gesellschaft auszulöschen.
Interessant ist, dass diese katholischen Politiker die eheliche Treue nicht praktizierten; sie hatten ihr Verhältnis zu Frauen nicht unter Kontrolle. Keinem ist die Ehe gelungen. Edward Kennedys und Pierre Trudeaus Ehen endeten mit einer Scheidung.
John F. Kennedy (1917 bis 1963)
John F. Kennedy stammte aus einer katholischen Familie. Schon in privater Hinsicht nahm er die katholische Moral nicht ernst. Wie nach seinem Tod bekannt wurde, hatte er häufige außereheliche Affären.
Er fiel einem Attentat zum Opfer, starb aber nicht wegen seines Glaubens und der daraus resultierenden Politik. Er hielt es für angebracht, seinen katholischen Glauben als Privatsache abzutun und als Präsident diesen nicht für seine Politik als Maßstab zu nehmen. Er sagte:
„Ich glaube, dass die religiösen Ansichten des Präsidenten seine private Angelegenheit sind.“ (John Fitzgerald Kennedy, der erste katholische Präsident der USA)
Die 34 Präsidenten vor ihm waren Episkopale, Unitarier, Presbyter, Methodisten, Quäker, also durchwegs Protestanten, und Freimaurer.
Die Vereinigten Staaten sind bekanntermaßen mehrheitlich protestantisch mit typischen antikatholischen Ressentiments. 1960 lebten jedoch bereits schon viele Katholiken, insbesondere mit irischen, italienischen und osteuropäischen Wurzeln, die in die USA eingewandert waren.
Sollte jedoch ein katholischer Politiker sich zum US-Präsidenten wählen lassen, so hat er eigentlich sehr schlechte Karten, denn für die Protestanten stellt sich mit Recht die Frage: Wird der amerikanische Präsident dem Papst gehorchen oder ausschließlich dem amerikanischen Volk dienen? Ein katholischer US-Präsident – unmöglich?
Trotzdem entschloss sich der 40-jährige katholische John F. Kennedy, gegen den amtierenden Vizepräsidenten Richard Nixon anzutreten und die Wählergunst auch der Protestanten zu gewinnen. Doch wie tat er das?
Nixon führte in den Umfragen knapp vor Kennedy. Dieser entschloss sich daher, das protestantische Misstrauen gegen einen katholischen Kandidaten ein für alle Mal und überzeugend zu brechen. Denn sein Katholizismus war ein zentrales Thema.
Die Rede vor protestantischen Geistlichen als Blaupause für katholische Politiker
Am 12. September 1960 hielt er auf dem Treffen der ‚Greater Houston Ministerial Association‘, einer Vereinigung von protestantischen Geistlichen, im texanischen Houston eine historische Rede.
Als Katholik hätte er den 300 protestantischen Predigern einfach sagen können, sein katholischer Glaube stehe nicht im Gegensatz zu den amerikanischen Interessen. Aber was sagt er?
„Ich glaube an ein Amerika, in dem die Trennung von Kirche und Staat absolut ist … Ich glaube an einen Präsidenten, dessen religiöse Ansichten seine private Angelegenheit sind. Diese Ansichten zwingt er dem Volk nicht auf, und das Volk zwingt sie ihm nicht als Vorbedingung für das hohe Amt auf.“
Ohne es zu wollen, hat Kennedy mit seiner Aussage die Grundlagen zur Entchristlichung nicht nur der amerikanischen Politik gelegt. Das moralische Wertesystem eines katholischen Politikers sollte nicht mehr Grundlage seiner politischen Tätigkeit sein. Noch war die Abtreibung illegal und im allgemeinen Konsens als Mord anerkannt. Auch die Forderung, das Zusammenleben von Personen gleichen Geschlechtes als „Ehe“ anzuerkennen, war in der Gesellschaft und auch bei den Politikern eine Absurdität.
Doch Kennedys Aussage, als Politiker „den anderen seine religiösen Ansichten nicht aufzwingen“, hatte fatale Folgen, denn in den folgenden Jahren haben unzählige katholische Politiker sich diese Aussage zu eigen gemacht, indem sie sie als Entschuldigung missbraucht haben, wenn es um Abtreibung, gleichgeschlechtliche „Ehe“ oder andere unmoralische Gesetze ging.
Edward „Ted“ Kennedy (1932 bis 2009)
„Ich hoffe, dass du immer so gut und fromm bleibst wie heute.“ Papst Pius XII. zum siebenjährigen Edward Kennedy.
Als Junge hatte Edward die Erstkommunion aus den Händen des Papstes erhalten. Im Jahr 1971 hatte er, bereits aktiver Politiker, in einem Brief geschrieben: „Ich glaube, das menschliche Leben hat, ob gewollt oder nicht gewollt, auch in seinem Anfangsstadium Rechte, die anerkennt werden müssen: das Recht, geboren zu werden, das Recht zu lieben, das Recht groß zu werden.“
Doch dann wurde er ein Verfechter für das uneingeschränkte Recht auf Abtreibung, ein Vertreter der „Ehe“ gleichgeschlechtlicher Personen und ein Förderer der uneingeschränkten Stammzellenforschung. Er hatte als Senator sogar gegen das Verbot der Spätabtreibung, bei der der Fötus bis zu einem gewissen Punkt geboren wird, bevor der Abbruch vollzogen wird, gestimmt. In den USA wird dafür der Begriff „Abtreibung durch teilweise Geburt“ verwendet.
Auch hier müssen wir uns fragen, wie es zu diesem Sinneswandel gekommen ist.
Vladimir Palko gibt in seinem Buch eine Antwort:
„1964 trafen sich in Hyannisport am Sitz der Familie Kennedy die Familienmitglieder mit mehreren liberalen katholischen Priestern, Theologen und Universitätsjuristen, um über die Haltung der katholischen Politiker zu Abtreibungsfragen zu diskutieren. Ihre Namen sind bekannt: Albert Johnson, Joseph Fuchs, Robert Drinan, Giles Milhaven, Richard McCormick und Charles Curran. Giles Milhaven erinnert sich an dieses Treffen.“
Er sagte: „Obwohl sich die Theologen in mehreren Punkten nicht einigen konnten, haben sie doch in einer Frage übereingestimmt …, und zwar, dass ein katholischer Politiker mit reinem Gewissen für die Abtreibung stimmen kann.“ (S. 132/133)
Daraufhin hat Edward Kennedy mit Leidenschaft für die Kultur des Todes gekämpft.
Trotz seines leidenschaftlichen Engagements für die Kultur des Todes erhielt er nicht nur ein katholisches Begräbnis, sondern auch das Sterbesakrament. Die Predigt hielt ein Geistlicher namens Mark Hession. Er sagte über Edward Kennedy unter anderem: „Unsere Hoffnung, unsere christliche Glaubenshoffnung ist, dass die Früchte seines Wirkens als politische und öffentliche Person ihn für das Königreich Gottes gut vorbereitet haben.“ (*)
Kennedys Jack Schlossberg hatte folgende Fürbitte vorgetragen: „Für eine neue Zeit der Hoffnung, wie sie mein Onkel Teddy vorhergesehen hat, in der wir uns zu unseren besten Idealen emporschwingen werden. Wir schließen das Buch der alten Politik, der Rasse und des Geschlechts, in der eine Gruppe gegen die andere Gruppe steht, die Heterosexuellen gegen die Gays. Bitten wir den Herrn …“ (S. 138)
Die amerikanischen Bischöfe haben zu diesem Begräbnis geschwiegen.
Mario Cuomo (1932 bis 2015) und sein Sohn Andrew
Mario Cuomo war ein katholischer Politiker der Demokratischen Partei, der vom 1. Januar 1983 bis zum 31. Dezember 1994 Gouverneur des Bundesstaates New York war. Er benutzte Kennedys These, „anderen seine religiösen Ansichten nicht aufzwingen“, ganz offen und direkt im Zusammenhang mit der Abtreibung.
1984 brachte er in einer berühmt gewordenen Rede an der katholischen Universität Notre Dame die schizophrene Haltung bei der Frage der Abtreibung zum Ausdruck. Zwar sei er als Katholik aus religiösen Gründen gegen Abtreibungen, aber als Gouverneur wolle er ein Abtreibungsverbot nicht durchsetzen, weil in seinem Staat auch Nichtkatholiken und Ungläubige lebten, die in der Frage der Abtreibung eine andere Ansicht als er habe. Er sei zwar ein entschiedener Gegner der Todesstrafe, trete aber als Gouverneur dafür ein, dass die Frauen die Wahlfreiheit haben, ihr ungeborenes Kind töten zu lassen.
Sein Sohn Andrew Cuomo, ebenfalls Mitglied der Demokratischen Partei und von 2011 bis 2021 ebenfalls Gouverneur des Bundesstaates New York, setzte in dieser Funktion die Anerkennung der „Ehen“ von Personen des gleichen Geschlechts durch.
„Cuomo, der in gesellschaftspolitischen Fragen liberale Positionen vertritt, gilt als Befürworter einer Legalisierung und Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen. Am 24. Juni 2011 verabschiedete die Legislative von New York ein Gesetz zur Anerkennung im Bundesstaat New York. Gouverneur Andrew Cuomo unterzeichnete den ‚Marriage Equality Act‘ am selben Tag.“
„Die Generalstaatsanwältin Letitia James legte Anfang August 2021 eine Untersuchung zu den Vorwürfen der sexuellen Belästigung gegen Cuomo vor. Demzufolge belästigte und nötigte Cuomo elf Frauen sexuell und schuf eine Arbeitsatmosphäre in seinem Stab, die „toxisch“ und unterminierend für die berufliche Laufbahn von Frauen gewesen sei. US-Präsident Biden empfahl oder forderte Cuomos Rücktritt, ebenso Nancy Pelosi und mehrere Gouverneure der Demokraten. In der New Yorker Abgeordnetenversammlung begann ein Amtsenthebungs-Verfahren gegen Cuomo.“
Diese politische Linie, die in völligem Widerspruch zur Lehre der katholischen Kirche steht, vertreten – wie zur Genüge bekannt ist– auch Joe Biden und Nancy Pelosi.
Pierre Elliott Trudeau (1919 bis 2000)
In dem Beitrag „Pierre Trudeau war ein Fabianer“ sind kurz seine privaten und politischen Handlungen gegen den katholischen Glauben erwähnt. Hier wird etwas ausführlicher auf das eingegangen, was Pierre Trudeau selber sagte:
„Verwerfen wir Totems, brechen wir Tabus. Oder besser, betrachten wir sie als abgeschafft. Kurzum, werden wir intelligent.“
Es ist schon erstaunlich, dass Pierre Trudeau der populärste Premier in der kanadischen Geschichte war. Man sprach sogar von „Trudeaumania“, welches fast zwei Jahrzehnte dauerte.
Warum wird er in die Liste der verräterischen Politiker aufgenommen? Weil er als praktizierender Katholik die Abtreibung in Kanada legalisierte.
Vladimir Palko schreibt über ihn:
„Der junge Trudeau war Zögling einer Jesuitenschule, die geistig dem politischen Katholizismus nahestand, wie er in Europa vom Salazar-Regime oder dem Franco-Regime in Spanien vertreten wurde. Als der junge Mann aber durch die Welt zu reisen begann, durch die Vereinigten Staaten, Frankreich und England, befreite er sich mehr und mehr vom jesuitischen Einfluss. Er saugte die Gedanken des Marxismus und Sozialismus auf, in der Ökonomie machte er sich mit dem Keynesianismus bekannt, studierte das Verhältnis zwischen Christentum und Kommunismus. Der britische Marxist Harold Laski hat ihn beeinflusst.“ (S. 144)
Harold Laski stammte aus einer jüdischen Familie und war von 1922 bis 1936 Mitglied der Fabian Society, in die auch Pierre Trudeau Mitglied wurde.
Es war schon ein seltsamer Katholizismus, den er praktizierte. Als Justizminister legte er im Jahr 1967 eine unfangreiche Gesetzesänderung vor, in der es u.a. um die Erleichterung von Scheidungen, Entkriminalisierung sodomitischer Beziehungen, um die Legalisierung der Abtreibung ging. Damit diese Änderungen gelangen, wählte Trudeau den Trick eines sog. „Omnibus“-Gesetzes, weil das betreffende Gesetz C-150 sehr umfangreich war und mehr als 100 Änderungen nicht nur im Strafgesetz, sondern auch in anderen Bereichen des Rechts bedeutete.
Nach Aussage des Historikers Alphonse De Valk hat Trudeau diese Taktik offen zugegeben, damit von kritischen ethischen Fragen, um die es ihm hauptsächlich ging, abzulenken. Ein Jahr später war Trudeau Premierminister. Das Gesetz C-150 wurde im Jahr 1969 im Parlament verabschiedet. John Turner, Nachfolger von Pierre Trudeau im Jahr 1984, verteidigte das Gesetz. Dieser Mann war übrigens ebenfalls Katholik.
Die schrecklichen Folgen dieses Gesetzes blieben nicht aus. Noch während der Regierungszeit Trudeaus stieg die Zahl der Abtreibungen. Eine Petition gegen die Liberalisierung der Abtreibung aus dem Jahr 1975, die von einer Million Menschen unterschrieben worden war, ignorierte der Katholik Trudeau.
Die „Charta der Rechte und Freiheiten“
1981 verabschiedete das Parlament unter der Führung Trudeaus die „Charta der Rechte und Freiheiten“, womit das höchste Gericht des Landes die Möglichkeit erhielt, die Gesetze zugunsten einer noch größeren Liberalisierung der Abtreibung auszulegen.
Im Jahr 1988 geschah genau das. Das höchste Gericht schaffte die bisherigen Abtreibungsbeschränkungen ab. Abtreibungen sind seitdem vollständig entkriminalisiert und gelten als medizinische Leistung, die durch das öffentliche Gesundheitssystem finanziert wird. Abtreibungen gelten als notwendige Gesundheitsversorgung. Seit dieser Zeit kann also auf Wunsch abgetrieben werden. Es gibt keine gesetzlichen Fristen.
Doch damit nicht genug: Die Regierung Trudeau hat die Kultur des Todes nicht nur durch die Gesetzgebung bezüglich der Abtreibung gefördert, sondern auch die Abtreibungs-Organisation „Planned Parenthood Federation of Canada“ und „International Plannes Parenthood“ mit finanziellen Mitteln aus dem Staatshaushalt unterstützt und subventioniert.
Der Publizist David Dooley hat 2004 auf den Seiten von „Catholic insight“ Folgendes festgehalten:
„Die Abtreibung wurde in Kanada in der Zeit des katholischen Premiers eingeführt, die das am Montag leugneten, was sie am Sonntag bekannten. Die Chart der Rechte wurde angenommen, nachdem Trideau im März 1981 Kardinal Carter davon überzeugt hatte, dieser möge dem Abtreibungsgesetz nichts in den Weg legen. Die Versuche, (in der Charta) das Leben ab der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Tod zu sichern, wurden von Justizminister Jean Chretien verhindert, der die Befehle von Trudeau auszuführen hatte. Die Vertreter von Pro-Life waren entsetzt und haben die Gefahr gesehen. Sie hatten recht. Carter hat sich getäuscht, und Trudeau nutzte wieder einmal seine Überzeugungskunst und zog jemanden auf seine Seite.“ (zitiert auf S. 146)
Jean Chretien ist auch Katholik; er wurde 1993 Premierminister und blieb dies bis 2003.
Der katholische Publizist Steve Jalsevac veröffentlichte im Jahr 2000 auf der Pro-Life-Homepage „Life Site News“ eine vernichtende Bilanz von Trudeaus Abschaffung der katholischen Moral:
„Die Kulturrevolution begann im Westen schon in den 60er Jahren. In Kanada gab es keine Volksbewegung, die das Recht auf Abtreibung laut gefordert hätte, die Erleichterung der Scheidung oder die allgemeine Anerkennung der Homosexualität. Dennoch hat Trudeau, zuerst 1967 als Justizminister und 1969 als Premier, den Kanadiern diese Veränderungen aufgezwungen, ob sie es sich nun gewünscht hatten oder nicht. Trudeau bestand darauf, dass Kanada eine liberale Gesellschaft werden müsse, obwohl niemand wusste, wohin dies führen werde.“ (zitiert auf S. 148)
Kennedys These über die „Nichtaufzwingung katholischer Morallehre“ in entsetzlicher Realität in Kanada
Jalsevac erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die These von JF Kennedy über die „Nichtaufzwingung“ katholischer Morallehre:
„Trudeau verankerte in der kanadischen Politik ein neues, aber falsches und tödliches Konzept, wonach in der Öffentlichkeit stehende Personen in moralischen Fragen niemandem ihre ‚persönliche Moral‘ (womit stets und ausschließlich traditionelle moralische Prinzipien gemeint sind) auf dem Weg der Rechtsprechung ‚aufzwingen‘ dürften.
In einer Sendung der BBC am 13. Juli 1970 sagte Trudeau: ‚Ich kann nicht alle Menschen bitten, dass sie meine persönliche Moral als ihre Moral annehmen. Es muss gesichert sein, dass das Strafgesetz nicht die persönliche Moral der Menschen, die sich im Augenblick an der Macht befinden, repräsentiert. Aber es soll das repräsentieren, was die Menschen als grundlegende öffentliche Standards im ethischen Verhalten fühlen.‘
Gerade Trudeau hat jedoch der Öffentlichkeit seine Einsichten aufgezwungen. Seine persönliche elitäre Meinung, dass Moral im Gesetz nicht zu suchen habe, hat er der kanadischen Gesellschaft durch das Parlament aufgezwungen. Seine persönliche Einsicht war auch, man müsse die Kanadier sogar dazu bringen, sich diese Änderungen zu wünschen.“ (zitiert auf S. 148/149)
Pierre Trudeau wusste als Katholik, dass Abtreibung Mord ist. Trotzdem hat er sich gegen Gottes Gesetz gestellt und Mord legitimiert. Da nützte es ihm auch nicht, dass er jeden Sonntag den Gottesdienst besuchte, die Kommunion empfing und viele Freunde unter katholischen Geistlichen hatte. Drei Jahre nach seinem Tod im Jahr 2003 fand eine Konferenz an der Universität in Waterloo statt, auf der sich die Teilnehmer sich tatsächlich darauf einigten, dass Trudeau sein ganzes Leben lang dem Katholizismus verbunden war.
Auch Pierre Trudeaus Begräbnis wurde mit viel öffentlichem Pomp und Lobeshymnen begangen, doch über seine Schandtaten wurde geschwiegen.
Justin Trudeau, der älteste Sohn von Pierre Trudeau
Justin Trudeau ist katholisch getauft. Er selber sagte über sich, dass er gläubig sei. Aber auch er sieht – wie sein Vater – zwischen der Morallehre der Kirche und seinen unmoralischen Ansichten in der Politik kein Problem.
Deshalb folgte er seinem Vater in der Unterstützung der Sodomiten-Bewegung wie auch wie selbstverständlich in der vermeintlichen Rechtmäßigkeit der Abtreibung, der Ermordung der ungeborenen Kinder.
Unter seiner Regierung wurde die Sterbehilfe eingeführt, bekannt als MAID (Medical Assistance in Dying) – Medizinische Hilfe beim Sterben. Nach einem Gerichtsurteil, das Sterbehilfe legalisierte, verabschiedete die Regierung Trudeau 2021 ein Gesetz, das die Verfügbarkeit von medizinisch assistiertem Suizid ausweitete und frühere Schutzmaßnahmen aufhob. Bis 2022 machte MAID 4,1 Prozent aller Todesfälle in Kanada aus. Damit war sie die sechst häufigste Todesursache des Landes. 2024 brachte Trudeaus Gesundheitsminister Mark Holland ein Gesetz ein, das das Programm weiter ausdehnte und auch Menschen mit ausschließlich psychischen Erkrankungen einschloss. Der Suizid wurde von den Gerichten als moralisch vertretbar eingestuft und wird nun vom Staat finanziell und praktisch zugänglich gemacht.
Er nimmt außerdem regelmäßig an der Montreal Gay-Parade teil, was ihm großes Interesse der Medien einbringt.
Sein Vater und er gehören zu den globalen Vorreitern, die die Kultur des Todes ausbreiteten.
Die Morallehre der Kirche in Bezug auf Abtreibung
Die katholische Morallehre in Bezug auf die mörderische Abtreibung hat Papst Pius XI. in seiner Enzyklika „Casti connubii“ klar und deutlich allen Katholiken vorgegeben:
Die katholische Kirche ist „von Gott selbst zur Lehrerin und Wächterin der Unversehrtheit und Ehrbarkeit der Sitten bestellt.“
Und an die Politiker gerichtet, schreibt derselbe Papst:
„1700 Die Staatsmänner und Gesetzgeber endlich dürfen nicht vergessen, dass es Sache der staatlichen Autorität ist, durch zweckmäßige Gesetze und Strafen das Leben der Unschuldigen zu schützen; und zwar um so mehr, je weniger das gefährdete Leben sich selber schützen kann. Und hier stehen doch an erster Stelle die Kinder, welche die Mutter noch unter dem Herzen trägt. Sollte jedoch die öffentliche Gewalt diesen Kleinen nicht allein den Schutz versagen, sie vielmehr durch ihre Gesetze und Verordnungen den Händen der Ärzte und anderer zur Tötung überlassen oder ausliefern, dann möge sie sich erinnern, dass Gott der Richter und Rächer unschuldigen Blutes ist, das von der Erde zum Himmel schreit. (vgl. Gen. 4, 10)
Da nützen den katholischen Politikern noch so feierliche und pompöse katholische Begräbnisse wie die des Pierre Trudeau und des Edward „Ted“ Kennedy nichts; denn das letzte Wort hat unser aller Richter Herr Jesus Christus. Wehe denen, die sich gegen Sein göttliches Gebot stellen!
Video: Der stumme Schrei (deutsch)
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=0jpxl26_VIM
Jedem Politiker sei die folgende Website empfohlen:
Die Politiker, die die legale Abtreibung befürworten, sollten sich den Abtreibungsfilm „Der stumme Schrei“ zu Gemüte führen oder wenigstens die auf der Seite veröffentlichten Fotos von abgetriebenen Kindern anschauen. Ob sie dann noch für die Legalität der Abtreibung sein können?
Auf der Website heißt es zu dem Film:
«Der stumme Schrei» erschien zwar bereits 1984, vermag aber nach wie vor sehr zu beeindrucken. Der New Yorker Gynäkologe Dr. Bernard N. Nathanson (1926–2011) filmte mit Hilfe der Ultraschall-Aufnahmetechnik das Verhalten eines ungeborenen Kindes während der Abtreibung. Der bisherige Abtreibungsarzt war von seinen Aufnahmen derart erschüttert, dass er mit der Abtreibungsindustrie brach und zu einem der hervorragendsten Vertreter der Lebensschutzbewegung wurde. Ein Film, den jede Frau, die abtreiben möchte, vorher sehen sollte. (Originalfilm in englischer Sprache: https://youtu.be/mB4QZJODDJs?t=16)
(*) „Erinnern wir uns noch einmal, wie Kennedy als Politiker abgestimmt hatte. Stellen Sie sich ein neunmonatiges Kind kurz vor der Geburt vor. Der Abtreibungsarzt dreht es so, damit es mit seinen Füßen voraus den Schoß der Mutter verlässt. Er zieht den ganzen kleinen Leib aus dem Schoß, nur nicht das Köpfchen. Der Abtreibungsarzt führt nun eine Sonde in den Schoß der Frau ein und durchsticht das Köpfchen. Danach saugt er mit einem Rohr das Gehirn des Kindes aus. Senator Kennedy hat dafür gestimmt, dass diese Prozedur auch weiterhin legal bleibt.“ (S. 138)
Bildquellen
- vladimir-palko-die-loewen-kommen: © https://weltgeschehen.info
- John_F._Kennedy,_White_House_color_photo_portrait: wikimedia | Public Domain Mark 1.0
- Ted_Kennedy__official_photo_portrait: wikimedia | Public Domain Mark 1.0
- GovernorMarioCuomo: wikimedia | CC BY 2.0 Generic
- Andrew_Cuomo_2013: wikimedia | CC BY 2.0 Generic
- pierre-trudeau_1977: wikipedia
- justin-trudeau-gay-pride: youtube
- der-stumme-schrei-abtreibung: youtube