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Papst Leo XIII. mit dem katholischen Segensgruß

weltgeschehen.info
Weltgeschehen aus katholischer Sicht

Nachdem die Menschheit durch den Neid des Teufels von Gott, dem Schöpfer und gĂŒltigen Spender der himmlischen GĂŒter, elendiglich zum Abfall gebracht worden ist, hat sie sich seitdem in zwei verschiedene und einander feindliche Heerlager gespalten; wĂ€hrend das eine von ihnen einen bestĂ€ndigen Kampf zu fĂŒhren hat fĂŒr Wahrheit und Tugend, streitet das andere fĂŒr das Gegenteil. (Leo XIII. „Humanum Genus“ 1884)

Historie

Sozialismus und Nationalsozialismus

Sozialismus und Nationalsozialismus: Vertreter der SPD und der Nationalsozialisten

Sozialismus und Nationalsozialismus – Der Nationalsozialismus hat sozialistische Wurzeln

Im 1. Teil unserer Reihe ĂŒber die Ökosozialisten und ihren totalitĂ€ren Anspruch auf die Wahrheit berichteten wir ĂŒber die grundlegende Ideologie, die der Ideologie der Ökosozialisten zugrunde liegt. Es ist die Ideologie der ‚Kritischen Theorie‘ der Frankfurter Schule. Ihre wichtigsten Vertreter und ihre destruktivistischen Ideen, wie die durch die christliche Kultur geprĂ€gte Gesellschaft zerstört bzw. so umgewandelt werden kann, daß der Kulturmarxismus die beherrschende Form in der Gesellschaft sein wird, ist in dem Beitrag ‚Die repressive Toleranz der Ökosozialisten‘ beschrieben. Bevor wir aber auf die Frage ‚Sind die Ökosozialisten die eigentlichen Neonazis?‘ eingehen, mĂŒssen wir etwas Grundlegendes zu dem Thema Sozialismus und Nationalsozialismus aufzeigen.

Dieser Beitrag beschĂ€ftigt sich deshalb mit der fĂŒr Sozialisten ungeheuerlichen Aussage, daß der Nationalsozialismus sozialistische Wurzeln hat.

Als Grundlage unseres Beitrages haben wir das folgende Buch benutzt, welches wir sehr empfehlen können.

Buchcover: Roter, Brauner und GrĂŒner Sozialismus

Zitate aus diesem Buch sind mit der Nummer (1) und der Seitenzahl angegeben.

FĂŒr die SPD ist die Aussage, daß der Nationalsozialismus sozialistische Wurzeln hat, eine gefĂ€hrliche. Deshalb hat sie dafĂŒr gesorgt, daß diese Feststellung, die der österreichische Ökonom und Sozialphilosoph und Theoretiker des Neoliberalismus Friedrich von Hayek (1899 bis 1992) in seinem Buch ‚Die sozialistische Wurzel des Nationalsozialismus‘ in einem eigenen Kapitel ausfĂŒhrte, der ‚Verfassungsfeindlichkeit‘ verdĂ€chtig sei. Denn „fĂŒr die SPD gehören auch Meinungen, die nicht davor zurĂŒckschrecken, den Sozialismus in die NĂ€he des Nationalsozialismus zu rĂŒcken, zur Grauzone demokratie-bedrohender MentalitĂ€t.“ (1/ S. 15)

Auch die GrĂŒnen werden sich wehren, in die NĂ€he des Nationalsozialismus gerĂŒckt zu werden, da man ihre Herkunft mit Recht doch aus der 68er-Bewegung und dem Neomarximus der Frankfurter Schule ableitet. Doch mit der Deutungshoheit ĂŒber Begriffe bestimmen sie, was links und was rechts ist. Und in Bezug auf den Begriff Nationalsozialismus nehmen sie lieber wie die DDR-Sozialisten den Begriff Faschismus, um der Öffentlichkeit nicht die Wahrheit ĂŒber die NĂ€he der Nationalsozialisten zum Sozialismus sagen zu mĂŒssen. Gleichzeitig vermeiden sie zu sagen, daß der Nationalsozialismus (NS) innerhalb der verschiedenen Strömungen des Sozialismus eine linke Bewegung gewesen ist. Dabei ist schon durch den Namen offensichtlich, daß es sich um keine rechte Bewegung gehandelt hat.

Alle Linken tĂ€uschen die Menschen, indem sie den Nationalsozialismus als rechte Bewegung, als Faschismus erklĂ€ren. Im Folgenden wollen wir deshalb zuerst einmal aufzeigen, daß es sich bei dem Nationalsozialismus um eine sozialistische Bewegung handelte.

Der Ursprung des Nationalsozialismus liegt in der Tschechoslowakei

Der Nationalsozialismus entstand in Böhmen, und zwar 1896, als tschechische Sozialdemokraten, die den Sozialismus auf internationaler Ebene als irrealistische Utopie empfanden, unter der FĂŒhrung von Klofac, Stribrny und Franke eine nationalsozialistische Partei grĂŒndeten. Ihr FĂŒhrer wurde 1919 Eduard Benesch, ein Nationalsozialist, der schon 1943 im Exil erklĂ€rte, daß man Hitler nachahmen mĂŒsse. Politisch beheimatet war er in der Tschechoslowakischen Volkssozialistischen Partei, deren stellvertretender Vorsitzender er bis 1935 war.

Das Leitbild dieser neuen Partei war die taboritische Bewegung der Hussiten, die radikal links, nationalistisch und fanatisch deutschfeindlich war. Der nationalistische Linksdrall in Böhmen und MĂ€hren fand Widerhall unter manchen Deutschen dieser LĂ€nder, denen die „Deutschnationale Partei“ zu bĂŒrgerlich war, und so schlossen sie sich in einer „Deutschen Arbeiterpartei“ zusammen.

Die ‚Deutsche Arbeiterpartei‘ (DAP) war der VorlĂ€ufer der NSDAP. GegrĂŒndet wurde die DAP am 5. Januar 1919 in MĂŒnchen, kurz nach der Novemberrevolution.

VorschlĂ€ge, sich nationalsozialistisch zu nennen, lehnte die ‚Deutsche Arbeiterpartei‘ (DAP) zunĂ€chst wiederholt ab, denn sie wollten nicht als Nachahmer von Tschechen gelten. Aus der DAP entstand in Österreich die ‚Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei‘ (DNSAP). Ihr Programm war eindeutig links. Die Partei war offen gegen die Donaumonarchie gerichtet, antihabsburgisch, antiaristokratisch, antiklerikal, antikapitalistisch und – einziger Unterschied zu ihrem tschechischen ‚Vorbild‘ auch antisemitisch. Die Namens-Erweiterung fand – ein symbolischer Zufall? – am 100. Geburtstag von Karl Marx statt.

Ab 1920 gab es auch eine Kooperation der DNSAP mit der NSDAP in der Weimarer Republik. Die österreichische DNSAP verschwand aber bald in der Bedeutungslosigkeit.

Adolf Hitler kam erstmals am 12. September 1919 in Kontakt mit der DAP. Hitler fungierte als Propagandabeauftragter der Partei. Am 24. Februar 1920 wurde die Umbenennung der DAP in NSDAP bekanntgegeben, wobei die Eintragung bereits am 20. Februar erfolgte.

Der Rassismus des tschechischen Nationalsozialismus gegen die Deutschen und die Benesch-Dekrete

Die nach Edvard Benesch benannten Benesch-Dekrete enthalten in den Punkten 12, 16, 27, 28, 33, 71 und 122 und einigen anderen die Anweisungen, die den Genozid an den mehr als 3 Millionen Deutschen in der Tschechoslowakei regeln.

Auf dieser Website sind Zitate aus Reden des Eduard BeneĆĄ aufgefĂŒhrt, die beweisen, daß Benesch ein nationalsozialistischer Verbrecher war:

am 27. Oktober 1943, Rundfunkansprache aus dem Exil

„In unserem Land wird das Kriegsende mit Blut geschrieben werden. Den Deutschen wird mitleidlos und vervielfacht alles heimgezahlt werden, was sie in unseren LĂ€ndern seit 1938 begangen haben. Die ganze Nation wird sich an diesem Kampf beteiligen. Es wird keinen Tschechoslowaken geben, der sich dieser Aufgabe entzieht, und kein Patriot wird es versĂ€umen, gerechte Rache fĂŒr die Leiden der Nation zu nehmen
“

03. Februar 1944 (vor dem Staatsrat im Exil)

Der Umsturz in der Heimat mĂŒsse „gewaltsam, eine gewaltige Volksabrechnung mit den Deutschen,
ein blutiger, unbarmherziger Kampf sein.“

Aufruf der Kaschauer Regierung am 17. April 1945

„Geht abrechnen mit den Deutschen fĂŒr ihre GrĂ€ueltaten und habt kein Erbarmen mit den deutschen Mördern“

16. Mai 1945 in Prag

„Es wird notwendig sein, vor allem kompromisslos die Deutschen in den tschechischen LĂ€ndern und die Ungarn in der Slowakei völlig zu liquidieren, soweit diese Liquidierung im Interesse des einheitlichen Nationalstaates der Tschechen und Slowaken ĂŒberhaupt nur möglich ist. Unsere Losung muss es sein, uns, unser Land kulturell, wirtschaftlich und politisch endgĂŒltig zu entgermanisieren.“

Anm.: einen Tag spÀter begann das Massaker in Landskron

16. Juni 1945 in Tabor

„
Es geht um die Entgermanisierung der Namen, der Gegend, der Sitten, es geht um alles, was ĂŒberhaupt zu entgermanisieren ist. Heute ist die Zeit dafĂŒr gekommen. Erinnert euch daran, was uns durch die Germanisierung ĂŒber die Jahrhunderte weg seit der Hussitenzeit alles geschehen ist. Also wird unsere Losung so lauten: Überall und in allem die Republik zu entgermanisieren.“

Wikipedia hĂ€lt es nicht fĂŒr nötig, in dem Artikel ĂŒber Edvard Benesch die Kriegsverbrechen an den Deutschen zu thematisieren oder auch nur zu erwĂ€hnen. Auch in dem Artikel zu den Benesch-Dekreten werden die Massaker an der deutschen Bevölkerung nicht erwĂ€hnt.

Die sozialistische Wurzel des Nationalsozialismus

Berlin/Sportpalast, 1932, NS-Betriebszellenversammlung: „Jagt die Bonzen aus den Sesseln!“
Die Bezeichnung ‚Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei‘ (NSDAP) wurde von den GrĂŒndern der Partei bewusst gewĂ€hlt, um die sozialistische Tradition, in der sie sich stellten, durch den Namen zum Ausdruck zu bringen. Die SPD hatte sich von 1875 bis 1890 als ‚Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands‘ bezeichnet. Hinzu kommt, daß die Nazis ihre Selbstkennzeichnung als sozialistische Partei noch unterstrichen haben, indem sie den Begriff Arbeiterpartei hinzufĂŒgten. Dieser Begriff war aber in Deutschland nur in der Tradition der Sozialdemokratie zu verstehen.

„HĂ€tte sich der NS in einer eher nicht-sozialistischen Tradition gesehen, hĂ€tte er sich insbesondere im Substantiv anders bezeichnet, etwa als ‚Volkspartei‘ 
 Die Wahl als ‚Arbeiterpartei‘ ist jedoch bewusst erfolgt, um nicht als ‚BĂŒrgerlicher FlĂŒgel der Rechten‘ zu erscheinen, das heißt in bewusster Abgrenzung gegenĂŒber den ’sogenannten nationalen VerbĂ€nden und Vereinigungen‘, die »im Wesentlichen ihre AnhĂ€nger doch aus bĂŒrgerlichen Kreisen erhielten«. (1/ S. 121)

Damit wird deutlich, daß die Nazis durch die Bezeichnung ‚Arbeiterpartei‘ eine entschiedene Abgrenzung ‚gegen Rechts‘ vornahmen. Sie hatten die sozialistische Überzeugung, daß ‚die Arbeiter‘ die eigentliche Nation bilden, den Kern des deutschen Volkes darstellten. Mit den Arbeitern wollte Hitler den sozialistischen Zukunftsstaat nach seinen Vorstellungen grĂŒnden. Diese Vorstellung entspricht der Grundauffassung von Lassalle.

„Die Arbeiter verkörperten fĂŒr Hitler jene Eigenschaften, die er so schĂ€tzte und die seiner Ansicht nach dem BĂŒrgertum völlig abgingen: Mut, Entschlusskraft, Energie und die FĂ€higkeit zu glauben.“ (zitiert in 1, S. 122) FĂŒr Lassalle kam noch hinzu, daß der Arbeiterstand die grĂ¶ĂŸte Bereitschaft zu einer demokratisch legitimierten Diktatur habe.

Das Programm der Nationalsozialisten war die ZertrĂŒmmerung des bĂŒrgerlichen Staates

1930 hatte Hitler von einer ‚großen Zeitenwende‘ gesprochen, bei der eine „individualistische Weltanschauung 
 durch eine sozialistische ersetzt werde.“

Goebbels sah sich als ReprĂ€sentant der politischen Linken. Er bekannte sich sogar noch 1926 als „deutscher Kommunist“ und erklĂ€rte 1933 dem „Petit Parisien“ in einem Interview, daß die Deutsche Revolution das GegenstĂŒck zur Französischen sei. Sein Bekenntnis als Kommunist trieb Goebbels zur Aussage: „Wir sind Antisemiten, weil wir Sozialisten sind.“ Es war ja das Programm der Nationalsozialisten, den „bĂŒrgerlichen Klassenstaat zu zertrĂŒmmern“, wie Hitlers treuester Kumpane Goebbels es geplant hatte.

Die Nationalsozialisten haben nie behauptet, rechts zu sein. Goebbels erklĂ€rte am 6. Dezember 1931 im ‚Angriff‘, daß die NSDAP die ‚deutsche Linke‘ verkörpere und den ‚bĂŒrgerlichen Nationalismus‘ verachte.

Deshalb ist es interessant zu sehen, daß bei den Wahlen im November 1932 zwar die Nationalsozialisten die Mehrheit mit 196 Sitzen im Reichstag hatten, aber einen RĂŒckgang der Stimmen in Kauf nehmen mussten. DafĂŒr erhielten die Kommunisten Stimmenzuwachs, weil viele Nationalsozialisten ĂŒber Nacht zu International-Sozialisten geworden waren. Die Kommunisten konnten bei der Reichstagswahl vom November 1932 100 Vertreter in den Reichstag schicken, dagegen bei der Reichstagswahl vom Juli 1932 nur 89 Vertreter.

Vergleich der Reichstagswahlen von Juli und November 1932

Schaubild der Reichstagswahl Juli 1932
Schaubild Sitzverteilung der Reichstagswahl Juli 1932
Schaubild Ergebnisse der Reichstagswahl November 1932
Schaubild Sitzverteilung der Reichstagswahl November 1932

Man muss aber konstatieren, daß letztendlich von 1930 auf 1932 die sozialdemokratischen WĂ€hler zu nationalsozialistischen WĂ€hlern wurden. (siehe: Aus der roten Weimarer Republik wurde das braune Reich)

Hitlers Ziel war die Vernichtung der konservativen KrÀfte

Hitlers Ziel war die Vernichtung der konservativen KrĂ€fte. Von Speer wissen wir, wie sehr Hitler spĂ€ter bereut hatte, Franco und nicht die ihm viel sympathischeren, die Friedhöfe und Leichen schĂ€ndenden Rotspanier unterstĂŒtzt zu haben. (siehe den Beitrag: General Franco als Retter Spaniens)

Die VerhĂ€ltnisse in der Weimarer Republik hinderten Hitler aber daran, „den Sozialismus wirklich durchzusetzen.“ Es hĂ€tten – so seine wirkliche Überzeugung – anstelle der Röhm-RevolutionĂ€re „eher einige hundert GenerĂ€le“ erschossen werden mĂŒssen. „Deshalb sollte Hitler spĂ€testens seit dem 20. Juli 1944 das Scheitern seines sozialistischen Projekts darauf zurĂŒckfĂŒhren, im Konflikt zwischen Wehrmacht und SA nicht fĂŒr letztere Stellung genommen zu haben, um dann die Armee in einer Weise zu sĂ€ubern, wie dies Stalin gemacht hatte, der sich doch als der konsequentere Sozialist herausstellte. Dessen Entschlossenheit habe er selbst nicht aufbringen können, worauf er sein Scheitern zurĂŒckfĂŒhrte.“ (1/ S. 139)

Hitler hatte – man sollte es kaum glauben – den „Kampf gegen rechts“ vernachlĂ€ssigt.

Die sozialdemokratischen Wurzeln des Nationalsozialismus

In einem Beitrag fĂŒr die libertĂ€re Zeitschrift ‚EigentĂŒmlich frei‘ hat Josef SchĂŒĂŸlburner ĂŒberzeugend dargestellt, daß der Nationalsozialismus seine ideologischen Wurzeln in der sozialdemokratischen Ideologie von Lassalle hat. So schreibt er:

„Der nationale Sozialismus, der mit Hitler 1933 die Macht ergriff, hat in der Tat seinen VorlĂ€ufer in den Ansichten des als SPD-GrĂŒnder verstandenen Ferdinand Lassalle (1825-1864). Dessen Ideologie hatte sich als solche nicht durchgesetzt, weil mit der ReichsgrĂŒndung durch Bismarck der Nationalismus erstmals mit dem Konservatismus verschmolzen wurde.“

„Lassalles Totalitarismus ist völkisch. Das Volk soll nicht denken, sondern hat nur gemĂ€ĂŸ seinen Instinkten die Denkenden an die Macht zu bringen. Dieses instinktmĂ€ĂŸige Verhalten, das Lassalle dem Volk unterstellt, ist ein entscheidendes Indiz fĂŒr seine totalitĂ€ren Vorstellungen. Entscheidungen in einem totalitĂ€ren System sollen keine rationalen Entscheidungen sein, sondern eine rauschhafte Hingabe an das Allgemeine. Dieses ekstatische Außersichsein soll im vollendeten totalitĂ€ren System den Normalzustand darstellen“ (Ebeling) 


Wie SchĂŒĂŸlburner in seinem Buch schreibt, geht Lassalle als sozialistischer Nationalist in seiner Revolutionstheorie so weit, daß er die Bereitschaft zum ‚fortschrittsbedingten Angriffs- und Eroberungskrieg‘ zeigte. Er hatte die Tendenz zur Verherrlichung der Gewalt und zum Terror. Seine BegrĂŒndung war, daß der Krieg positive Auswirkungen auf den Gemeinsinn eines Volkes habe. (1, S. 93)

Damit drĂ€ngt sich natĂŒrlich die Schlussfolgerung auf, daß Lassalle ein ideologischer VorlĂ€ufer von Hitler war.

Die Motive der Nationalsozialisten sind beim Sozialdemokraten Lassalle nachweisbar

In dem Aufsatz schreibt SchĂŒĂŸlburner weiter, daß durch die Verwirklichung des Sozialismus innerhalb einer Nation, d. h. Beseitigung der Klassen und Überwindung des Klassenkampfes in der Volksgemeinschaft, sich nach Hitler weltweit das Volk durchsetzen wĂŒrde, das am besten sozialistisch im Sinne des Gemeinschafts-Bewusstseins geprĂ€gt sei:

„Der Friede auf Erden, den Christus bringen wollte, ist jener Sozialismus der Völker! Er ist die neue große Religion und wird kommen, weil er göttlich ist.“

Nach Goebbels könnte „ein vom Materialismus befreites deutsches Volk“ dann „vielleicht einmal die Mission“ ĂŒbernehmen, „den Erdball vom Glauben an das Geld zu erlösen“. FĂŒr den Nationalsozialismus bedeutet dies, daß die Verwirklichung des nationalen Sozialismus in Deutschland eine weltgeschichtliche und damit bei allem Nationalismus letztlich doch eine internationalistische Aufgabe ist!

„Diese Motive, die sich alle beim Sozialdemokraten Lassalle nachweisen lassen, sind eng verknĂŒpft mit der Konzeption des fortschrittlichen Eroberungskriegs und des damit einhergehenden Rechts auf Zwangsassimilierung, ja Ausrottung durch das sozialistisch fortschrittliche Volk. Sicherlich ging dies beim Nationalsozialismus mit einem gegenĂŒber Lassalle gesteigerten Rassismus und vor allem Antisemitismus einher. Aber auch diese Elemente ergaben sich aus der sozialistischen Tradition.“ (Quelle: eigentĂŒmlich frei – Nr. 79 I Februar 2008)

In einem Beitrag mit dem Titel ‚Wiederkehr der verdrĂ€ngten Lehren Lassalles‘ schreibt SchĂŒĂŸlburner:

„Diese Prämissen implizierten das Eroberungs- und Assimilationsrecht der fortschrittlichen Staaten, das bei Angehörigen ‚verschiedener Rasse das Aussterben‘ in Kauf nahm. Sozialismus würde sich demnach weltweit durch die Vorherrschaft eines Volkes verwirklichen. Zur Ausübung derselben hielt Lassalle die Deutschen deshalb für besonders geeignet, weil ihre Kultur am meisten im Geistigen wurzeln und ihr die spezifischen nationalen Charakteristika fehlen würden.“ (eigentĂŒmlich frei Nr. 79, Februar 2008)

Wir sehen also die sozialistische Grundkonzeption des NS-Herrschaftssystems in der klassischen sozialdemokratischen Tradition.

Voraussetzung des Nationalsozialismus

Der Nationalsozialismus entstand durch die Krise des sozialdemokratischen Internationalismus. Dieser war bereits mit dem Ersten Weltkrieg gescheitert. Der Versailler Vertrag raubte die letzten Illusionen. Da die SPD nicht bereit war, ihrer AnkĂŒndigung zu entsprechen, diesen Vertrag abzulehnen, um dann den „Kampf gegen den kapitalistischen Westen“ zugunsten des „neuen sozialen Deutschland“ aufzunehmen, wandte sich Hitler von der SPD ab. Er begrĂŒndete gegen die SPD einen auf das Germanentum ausgerichteten Rassensozialismus. Das Potenzial dafĂŒr war erkennbar vorhanden.

Schon bei Lassalle war etwa der Gedanke des Sozialismus als deutscher Weltherrschaft unter einer demokratischen FĂŒhrerdiktatur formuliert worden. Vor allem lieferte der sozialistische Sozialdarwinismus genĂŒgend Material, um daraus eine eigene politische Agenda zu machen. Die SPD bekĂ€mpfte daher mit dem Nationalsozialismus ihre eigenen, teilweise verdrĂ€ngten Ideologiebestandteile. Hitler blieb aber weiterhin der SPD zugetan: „In der Sozialdemokratie leben die rassisch einwandfreiesten besten deutschen Menschen zusammen“, so Hitler. (Quelle: Josef Ludwig Reimer, der SPD-Sympathisant, der Hitler die Ideen gab)

Demokratie als Übergang zur Diktatur

Der Nationalsozialismus benutzte die Demokratie der Weimarer Republik zu eben den gleichen Zwecken, wie sie Lassalle seiner Demokratie-Vorstellung unterschob. Der nationale Sozialismus, der mit Hitler 1933 die Macht ergriff, hat in der Tat seinen Vorläufer in den Ansichten des als SPD-Gründer verstandenen Ferdinand Lassalle (1825-1864). Lassalle genoss eine kultartige Verehrung („Heil dir, Lassalle!“).

Der Freiheitsbegriff der Sozialdemokratie besteht in der Freiheit eines Kollektivs, entweder des Proletariats, des Volkes oder der Menschheit, jedoch niemals in der Freiheit des Einzelnen, des Individuums. „Sowohl bei Marx wie bei Lassalle wird dieser Eigenwert (des Indiviuums) aufgehoben. Bei Lassalle wird als neuer Wert, der diese Eigenwertigkeit des Menschen aufhebt, das Volk gesetzt.“ (zitiert in: 2/ S. 113) „Das Volk ist der Zentralbegriff, nicht das Individuum. Der Einzelmensch hat keine eigenen Rechte, weder Grundrechte, noch ein Widerstandsrecht, und kann sie auch nicht besitzen, denn er hat selbst keinen in sich ruhenden Eigenwert, sondern ist nur Teil eines grĂ¶ĂŸeren Ganzen.“ (ebd.)

Es darf nicht ĂŒbersehen werden, daß Hitler in seiner Vorstellung von Herrschaftssystem in der Tradition von Lassalle steht: „Mit Lassalles Demokratiebegriff zeichnen sich die Möglichkeiten ab, an denen die Demokratie im 20. Jahrhundert scheiterte
 Es mag als Ironie der Geschichte erscheinen oder als List der Vernunft, daß der Lassallesche Demokratiebegriff in der deutschen Sozialdemokratie als Hinwendung zum Staat interpretiert wurde, daß die Sozialdemokratie aufgrund eben dieser Haltung die totalitĂ€re Tendenz des ursprĂŒnglichen Lassalleschen Begriffe (in der nationalsozialistischen Ideologie) bekĂ€mpfte.“ (1/ S. 139/140)

Aufgabe der Demokratie ist die MachtĂŒbertragung an einen FĂŒhrer

Bei Lassalle „bleibt als einzige Aufgabe der Demokratie nur die MachtĂŒbertragung an die einsichtigen FĂŒhrer. Sie ist nichts als ein Werkzeug politischer Taktik.“ (zitiert in: 1/ S. 116)

„Im Arbeiterstand vermutete Lassalle die grĂ¶ĂŸte Diktaturbereitschaft. Dementsprechend war fĂŒr ihn Hauptzweck der Demokratie, fĂŒr die er nachhaltig mit der Forderung des allgemeinen Wahlrechts eintrat, einen FĂŒhrer als ‚großen Mann‘ an die Macht zu bringen, der durch die ‚Diktatur der Einsicht‘ und »nicht durch die Krankheit des individuellen Meinens und Nörgelns die große gewaltige Übergangsarbeit der Gesellschaft« bewerkstelligen wĂŒrde.“ (1, S. 93)

Der Diktator war als ReprĂ€sentant der geschichtlichen Entwicklung nach Lassalle zur rĂŒcksichtslosesten BekĂ€mpfung seiner politischen Gegner berechtigt.

Der Nationalsozialismus hatte die Demokratie der Weimarer Republik also zu dem gleichen Zweck benutzt, wie sie Lassalle in seiner Vorstellung vorschwebte. In dieser Tradition wird die Diktatur mit Argumenten begrĂŒndet, die auch zur Demokratie-BegrĂŒndung angefĂŒhrt werden. Damit erscheinen „Diktatur und Abschaffung der Menschenrechte als so etwas wie ‚Vollendung der Demokratie‘.“ (1/ S. 132)

„Bis 1938 festigte sich ein politischer Zustand, den Mussolini treffend als ‚democrazia totalitaria‘ bezeichnete, womit nichts anderes als die sozialistisch erwĂŒnschte oppositionslose Demokratie gemeint ist, 
“ (1/ S. 132)

Das Hitler-Regime kann nicht in die Tradition des deutschen ‚Obrigkeitsstaates‘ gestellt werden. Es war deshalb auch keine ‚rechte Diktatur‘. Der Grund dafĂŒr ist, daß der autoritĂ€re ‚Obrigkeitsstaat‘ oder die ‚rechte Diktatur‘ vom Konzept her ganz anders begrĂŒndet werden muss als ein sozialistisches Herrschaftssystem.

Die Nationalsozialisten Stalin, Mao Ze Dung und Pol Pot

Es drĂ€ngt sich nun die Frage auf, wie es dazu kommt, daß sich der wohl als universalistisch gedachte Sozialismus immer wieder „nationalistisch“ gebĂ€rdet.

Der Nationalsozialist Stalin

FĂŒr die Bolschewisten in der Sowjetunion bestand das Dilemma, daß die erhoffte und geglaubte sozialistische Revolution im Deutschen Reich nicht stattgefunden hatte. Aufgrund des Scheiterns des sozialistischen Umsturzes im Oktober 1923 im Deutschen Reich war die Weltrevolution in weite Ferne gerĂŒckt. Wir sehen auch hier wieder, daß Deutschland historisch immer eine bedeutsame Rolle gespielt hat. Da nun von Deutschland nicht die Weltrevolution ausgehen konnte, so verblieb zur Rettung der sozialistischen Idee fĂŒr die russischen Bolschewiki nichts anderes, als den ‚Sozialismus in einem Land‘ zu propagieren. Dies ist deshalb bemerkenswert, weil die Bolschewiki Ă€ußerst radikalisiert den traditionelleren Marxismus reprĂ€sentierte. Daraus ergab sich dann folgerichtig in Deutschland selbst die Chance des Nationalsozialismus.

Das Konzept des ‚Sozialismus in einem Land‘ und des Nationalsozialismus

Des Weiteren sah Hitler in dem sowjetischen Konzept des ‚Sozialismus in einem Land‘ eine AnnĂ€herung des Sowjetsystems an sein Konzept des Nationalsozialismus. Er machte den Sowjets, auch wenn er öffentlich weiterhin auf den ‚jĂŒdischen Bolschewismus‘ schimpfte, nicht den Kommunismus zum Vorwurf, sondern daß der Bolschewismus ein vom Judentum manipuliertes staatskapitalistisches System sei.

Außerdem wurde in der Sowjetunion der deutsche NS amtlich als solcher angesprochen und nicht mehr als ‚Faschismus‘ diffamiert, womit erkennbar zum Ausdruck gebracht werden sollte, daß ‚die Nazis‘ doch eine Art von Sozialisten darstellen wĂŒrden. Umgekehrt steigerte sich Hitlers Bewunderung fĂŒr Stalin zunehmend. Er „begann zu bedauern, nicht dieselbe sozialistische Entschlossenheit an den Tag gelegt zu haben wie Stalin. Sein eigenes innenpolitisches BĂŒndnis mit der bĂŒrgerlichen Rechten, das der LegalitĂ€tstaktik geschuldet war, habe ihn, Hitler, daran gehindert, eine Ă€hnliche SĂ€uberung in der Armee durchzufĂŒhren, wie dies Stalin gemacht habe. WĂ€hrend Stalin eine Armee hĂ€tte, die entschlossen fĂŒr den Sieg des Kommunismus eintrete, habe er selbst eine Armee, deren GenerĂ€le mehrheitlich gar nicht den Sieg des Nationalsozialismus wollten
“ (1/ S. 87)

In diesem Sinne schrieb Goebbels in sein Tagebuch vom 16.3.1945: „Unsere GeneralitĂ€t ist zu alt und zu verbraucht, und sie steht dem nationalsozialistischen Gedanken- und Haltungsgut völlig fremd gegenĂŒber. Ein großer Teil unserer GenerĂ€le will nicht einmal den Sieg des Nationalsozialismus. Dagegen sind die SowjetgenerĂ€le nicht nur vom Bolschewismus fanatisch ĂŒberzeugt
“; Nachweis bei Zitelmann, a.a.O. S. 481 (zitiert in den Anmerkungen auf S. 100, Nr. 81 (1/ S. 100)

Der Charakter des Hitler-Stalin-Paktes

„Innerhalb der FĂŒhrungszirkel tat Hitler jedoch kund, daß sich seiner Auffassung nach Stalin der Juden entledigt hĂ€tte, wodurch aus der staatskapitalistischen Sowjetunion ein russischer nationaler Sozialismus entstehe, der sich zunehmend dem Konzept des deutschen Nationalsozialismus annĂ€hern wĂŒrde. Insbesondere fĂŒr Goebbels stellte die Verwirklichung eines russischen Nationalsozialismus die Hoffnung auf die weltweite Durchsetzung des Sozialismus dar, was im Wesentlichen seinen rabiaten Antisemitismus erklĂ€rt, der sich trotz seines antikapitalistischen Charakters gegen das kommunistische Russland wandte, weil im Bolschewismus das Judentum den hehren Sozialismus manipulieren und damit die Völker um Erlösung bringen wĂŒrde.“ (1/ S. 85-86)

„Mit dem Hitler-Stalin-Pakt ging eine antijĂŒdische SĂ€uberung insbesondere der mit dem sowjetischen Außenamt verbundenen Institutionen (unter Einschluss von Post und Verkehrsmitteln) einher: Molotow, der das Volkskommissariat fĂŒr AuswĂ€rtige Angelegenheiten vom Juden Litwinow ĂŒbernahm, soll bei einer internen Versammlung erklĂ€rt haben: »Wir werden hier ein fĂŒr alle Mal mit der Synagoge Schluss machen« – und noch am selben Tag mit der Entlassung von Juden begonnen haben.“ (1/ S. 87) Gelegentlich wurde sogar die antisemitische Politik des Hitler-Regimes offen gebilligt.

Mao Ze Dung der ‚asiatische Hitler‘

Als Grundmuster des sozialistischen Nationalismus dieser Art kann insbesondere der Maoismus angefĂŒhrt werden. Mao Ze Dung, der fĂŒhrende Ideologe des nach ihm benannten Maoismus, verstand sich von Anfang an als chinesischer Nationalist, durchaus in dem ‚rechtsextremistischen‘ Sinn seines Ethiklehrers und ersten Schwiegervaters Yang Chang-chi, der die Nation als organische GrĂ¶ĂŸe analog zu einer natĂŒrlichen Person verstand.

Mao war dann als Kommunist sehr aktiv in der Nationalistischen Partei – dem spĂ€teren Kuomintang – tĂ€tig. Die chinesischen Kommunisten hatten auf Wunsch der Sowjetunion, die ihnen nicht viel zutraute, in dieser Partei tĂ€tig sein sollen, um die Kuomintang durch Unterwanderung in den Griff zu bekommen.

Mao Ze Dung hatte sich hauptsĂ€chlich fĂŒr die Kommunisten entschieden, weil diese zur grĂ¶ĂŸeren BrutalitĂ€t entschlossen waren. „Da Mao sich lautstark fĂŒr ein gewalttĂ€tiges Vorgehen eingesetzt hatte, musste er sich 
 von den Nationalisten verabschieden.“ (1/ Anm. 100; S. 101) Er selber musste sich wegen seiner brutalen Gewaltforderungen von den ihm eigentlich nĂ€her stehenden chinesischen Nationalisten der Kuomintang abwenden.

Bei seiner ersten grĂ¶ĂŸeren ideologischen Kampagne im Februar 1942 unter dem Stichwort ‚Richtigstellung‘ hat sich Mao aber gegen den ‚Sterilen abstrakten Marxismus‘ gewandt und seine Anpassung an die chinesische Geschichte gefordert. Dies hat dann 1949 zu – wohl berechtigten – Vorwurf Stalins gefĂŒhrt, daß Mao kein wirklicher Marxist sei, da er die elementarsten Bestandteile der marxistischen Wahrheiten nicht begriffen hĂ€tte oder, was vielleicht eher zutreffend ist, aufgrund seines nationalsozialistischen Ansatzes nicht als maßgebend begreifen wollte.“ (1/ S. 74/75)

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang noch die folgende Tatsache, daß „der nationalsozialistische Aspekt des Drittwelt-Sozialismus selbst dem bekennenden Neo-Nazi Michael KĂŒhnen (
) nicht entgangen“ war, „der dementsprechend mit dem Maoismus kokettierte.“ (1/ S. 91)

War Pol Pot Kommunist oder Nationalsozialist?

Der ehemalige bundesdeutsche 68er und UnterstĂŒtzer von Pol Pot, der spĂ€ter im bundesdeutschen Außenamt beschĂ€ftigte ‚Joscha‘ Schmierer gab auf die Frage „War Pol Pot ein Kommunist?“ die erhellende Antwort: „Ja, wenn man es in der historischen Konsequenz sieht – nein, wenn man die ideelle Substanz des Kommunismus nimmt 
 Überall vermischten sich im siegreichen Kommunismus imperiale Restauration und kommunistische Ideologie 
 Aber man kann die tödliche Mischung aus Völkisch-Imperialem und Kommunistischem auch nicht fein sĂ€uberlich trennen 
 In allen kommunistischen Bewegungen der Geschichte liegen beide Elemente vor, und zwar in Form eines Widerspruchs-VerhĂ€ltnisses, das teilweise blutig ausgetragen wurde.“ (zitiert in 1/ S. 91)

SchĂŒĂŸlburner kommentiert diese Antwort wie folgt:

„Die eigenartige Begriffsbildung ‚völkisch-imperial‘ zeigt an, daß es bei diesen ideologischen Verrenkungen letztlich – unausgesprochen und tabuisierend – um die sich hierbei notwendigerweise aufdrĂ€ngende Frage der ideologischen Einordnung des deutschen Nationalsozialismus geht.“ (ebd.)

Der Ex-KBWler und Berater des Ex-Bundesaußenministers ‚Joschka‘ Fischer setzt seiner Antwort noch eins drauf, indem er behauptet: „Vermutlich hĂ€tte das kommunistische Element fĂŒr sich genommen keine Massenmorde zur Folge gehabt“. (Schmierer)

Daß nach Ansicht von Schmierer der Kommunismus nicht zu Massenmorden fĂ€hig sei, ist nach den Massenmorden durch Stalin, Mao Ze Dung, Pol Pot und anderen kommunistischen Verbrechern wohl eine RealitĂ€tsverweigerung, wie wir sie auch von anderen 68er und den GrĂŒnen her kennen. Haben wir doch oben erfahren, daß Mao sich ausdrĂŒcklich deshalb dem Kommunismus zugewandt hat, weil er sich vom Kommunismus brutalere MachtausĂŒbung versprach.

Pol Pot als nationalsozialistischer Massenmörder am eigenen Volk

Pot Pot als nationalsozialistischer Massenmörder an seinem eigenen Volk können die Linken nicht als einen ‚rechtsextremen‘ Diktator und Massenmörder ausgeben. Denn ansonsten mĂŒssten sie auch Mao Ze Dung, Ho Chi Minh und Stalin als rechtsextreme Massenmörder einordnen.

Die ansatzweise gelungene Ausrottung ethnischer Minderheiten beruhte auf dem Konzept von Pol Pot, wonach die sozialistische Revolution durchgefĂŒhrt wĂŒrde, „in Übereinstimmung mit der wahren Natur der Arbeiterklasse“, „um die Dauerhaftigkeit der kambodschanischen Rasse“ zu gewĂ€hrleisten. Damit hatte Pol Pot die klassenkĂ€mpferische Komponente mit der rassistischen verbunden.

„Das rassisch weniger vermischte Proletariat ergreift mit der sozialistischen Revolution die Macht, um die Nation zu retten, die durch weitreichende politische und rassische SĂ€uberungs-Maßnahmen wiederum sozialismusfĂ€hig gemacht wird, um sich dann international als maßgebend behaupten zu können. Genau dies könnte als die in einer extremen Weise zum Ausdruck gebrachte Essenz des ‚Nationalsozialismus‘ identifiziert werden, zu der vielleicht auch die deutsche Variante hĂ€tte fĂŒhren mĂŒssen, wenn sie politisch generell konsequent genug gewesen wĂ€re.“ (1/ S. 217/218)

Damit haben wir auch die rassistische Komponente in der Ideologie des Sozialismus, wie sie Lassalle, Hitler und Pol Pot propagierten.

Schließen wir den Beitrag mit einem Wort des gelehrten katholischen Publizisten, Erik von Kuehnelt-Leddihn. Bei seinen Reisen in Übersee hatte er immer zu Beginn und am Schluss seiner VortrĂ€ge folgende Worte seinen Zuhörern in Erinnerung gerufen:

„Ladies and Gentlemen, Right is Right and Left is Wrong.“

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