Gesellschaft

Die repressive Toleranz der Ökosozialisten

Die repressive Toleranz der Ökosozialisten: Studentenrevolte 1968 und Vertreter der Frankfurter Schule

Die repressive Toleranz der Ökosozialisten – der Frankfurter Schule entsprungen

Für einen vernünftigen Menschen ist es nicht zu verstehen, daß die Ökosozialisten gegen Hass und Hetze und sogar gegen Gewalt auf der Straße aufrufen und demonstrieren, gleichzeitig aber Hass und Hetze und auch Gewalt gegen politisch missliebige Personen und Parteien legitimieren. Dieser Widerspruch zeigt tatsächlich den Widersinn und die Verrücktheit der linken Ideologie in besonderem Maße an. Doch man muss die philosophischen Ideen und ideologischen Hintergründe der linken Politiker, dazu gehören auch die Politiker der Grünen Partei, kennen, um die bösartige Ideologie der Ökosozialisten zu durchschauen. Die repressive Toleranz der Ökosozialisten findet ihren Ausgangspunkt in der sogenannten Frankfurter Schule.

Teil 1: Die ideologischen Vorreiter der heutigen Ökosozialisten

Der Inhalt des folgenden Beitrages ist aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Sie alle beweisen, wie gefährlich die Ideologie der Frankfurter Schule ist. Aus der 68er-Studentenbewegung entwickelte sich, nachdem die Linken feststellen mussten, daß der Marxismus in der bolschewistischen Form nicht im kapitalistischen Westen umgesetzt werden konnte, ein Zusammenschluss aus Maoisten, Spontis und der Neuen Linken. Sie kaperten die Umweltbewegung in der Form der Partei ‚Die Grünen‘ und machten die Ideologie der Frankfurter Schule zu ihrer eigenen Ideologie. Damit begann der unaufhaltsame Aufstieg – nein, nicht des Arturo Ui – sondern der Linken, indem sie den Marsch durch die Institutionen erfolgreich durchführten. Jetzt sitzen sie an den Hebeln der Macht und können ihr unheilvolles Wirken ungehindert durchführen.

Wer sich genauer mit diesem Thema beschäftigen möchte, dem sei das Buch von

Buchcover: Die Macht-Übernahme der 68er; Die Frankfurter Schule und ihre zersetzenden AuswirkungenBildquelle: amazon

Rolf Kosiek, Die Machtübernahme der 68er: Die Frankfurter Schule und ihre zersetzenden Auswirkungen

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Der Neo-Kommunismus der Frankfurter Schule

Bereits in den 30er Jahren hatten die Kommunisten erkannt, daß die christliche Kultur des Abendlandes das Haupthindernis für ihre Revolution darstellte. Es reichte nicht aus, nur die katholische Kirche zu infiltrieren. Es musste auch ein umfassendes Programm einer kulturellen Revolution ausgearbeitet werden, welches den Boden für die Zerstörung der christlichen Kultur vorbereiten sollte. Der bolschewistische Marxismus war dafür nicht geeignet. Dazu brauchte es die Ideologie des Kulturmarxismus. Ein solches wurde von den Vertretern der Frankfurter Schule vorgelegt, um die bisherige Kultur des christlichen Abendlandes umzustürzen.

Der Neo-Kommunismus in Form des Kulturmarxismus versuchte, den alten Marxismus, auf dem die Sowjetunion basierte, zu erneuern. Er akzeptierte die Grundannahmen des Marxismus. Der Zweck der Philosophie bestehe nach Ansicht der Kulturmarxisten aber nicht darin, die Realität zu erklären, sondern sie zu verändern. Dazu gehörte ihre irre Erklärung, daß die eheliche Familie ein Gefängnis für Frauen und ein Werkzeug des Kapitalismus ist. Er stimmte mit dem orthodoxen Marxismus in Bezug auf die soziale Ungleichheit und das Streben nach Gleichheit überein, aber sie betonte andere Aussagen von Marx.

Die Frankfurter Schule wollte den Marxismus, an den sie glaubte und auf den sie sich stützte, auf einer anderen Ebene erneuern und revitalisieren. Sie verpackte das marxistische Gedankengut in eine neue Lehre namens ‚Kritische Theorie‘, die nicht mehr offen zum Klassenkampf aufrief, stattdessen aber in subtiler Form die Gesellschaft nach ihrer Ideologie zu verändern.

Die ‚Kritische Theorie‘ der Frankfurter Schule

Die ‚Kritische Theorie‘ der Frankfurter Schule beeinflusste einige Teile der politischen Linken und der linken Intellektuellen, insbesondere die Außerparlamentarische Opposition beziehungsweise Studentenbewegung in den 1960er Jahren, in ihr vor allem die Neue Linke. Herbert Marcuse gilt als Theoretiker und intellektueller Vater der Neuen Linken.

Kritische Theorie ist die Theorie zu kritisieren. Durch erbarmungslose destruktive Kritik jeder Institution der westlichen Gesellschaft hoffen sie, diese Gesellschaft in die Knie zu zwingen. Die Frankfurter Schule war sehr bedacht darauf, nie zu erklären, was die ‚Kritische Theorie‘ positiv will. Sie sagte nur, wogegen sie sei.

Es war die Anwendung der ‚Kritischen Theorie‘ der Frankfurter Schule, bei der alles, was dem etablierten Lernen angehörte, auf den Müll geworfen werden musste, schreibt Cynthia Chung.

Die ‚Kritische Theorie‘ versuchte hauptsächlich Kritik an der etablierten Gesellschaft (gegen Arbeit, für Genuss), an der Familie, an den moralischen Normen im Bereich Sexualität, an der individuellen gefestigten Persönlichkeit.

Zu dieser Befreiung von der klassischen christlichen Kultur gehörte auch die Befreiung vom klassischen Verständnis von Ästhetik. So bestand ein zentraler Grundsatz der Gegenkultur-Bewegung darin, das Hässliche als schön, das Schöne als hässlich zu betrachten.

Noch mehr: Die Vertreter der Frankfurter Schule forderten, den Wahnsinn als die neue Vernunft zu betrachten.

In ‚Brave New World Revisited‘ (1958) zitiert Huxley Dr. Erich Fromm, den ‚Philosophen-Psychiater‘ der Frankfurter Schule der Kritischen Theorie:

„Unsere ‚zunehmende Geisteskrankheit‘ kann sich in neurotischen Symptomen äußern. Diese Symptome sind auffallend und äußerst belastend. Aber ‚wir sollten uns davor hüten‘, sagt Dr. Fromm, ‚Psychohygiene als Verhinderung von Symptomen zu definieren. Die Symptome als solche sind nicht unser Feind, sondern unser Freund‘ …“ (Quelle: Cynthia Chung, Huxleys ultimative Revolutionder Kampf um ihren Verstand und die Relativität des Wahnsinns)

Die Frankfurter Schule und ihre Vertreter

Max Horkheimer (vorne links), Theodor W. Adorno (vorne rechts) und Jürgen Habermas (im Hintergrund rechts), Siegfried Landshut (im Hintergrund links) im Jahr 1964 in HeidelbergBildquelle: wikimedia | CC BY-SA 3.0 Unported

Horkheimer ist vorne links, Adorno vorne rechts, und Habermas ist im Hintergrund rechts und fährt sich mit der Hand durch die Haare.

Die linke Philosophie wurde im Deutschland der Zwischenkriegszeit geboren, am Frankfurter Institut für Sozialforschung, bekannt als die Frankfurter Schule. Als die Nazis die Macht übernahmen, flohen die meisten Forscher dieses Zentrums aus dem Land, weil sie Juden waren. Die meisten von ihnen zogen in die Vereinigten Staaten, wo sie nach dem Krieg sehr einflussreich in den Sozialwissenschaften wurden. Ihr Einfluss war an der Columbia University außergewöhnlich, und in den ersten zwei Jahrzehnten der Nachkriegszeit breitete sich dieser Einfluss im ganzen Land aus – sie bildeten die Anwälte, Journalisten, Politiker und Sozialwissenschaftler des Landes aus und brachten die Hippiebewegung und die sexuelle Revolution hervor.

Diese ‚Kulturrevolution‘, die zwar bereits in den 20-er Jahren begann, wurde aber nach dem 2. Weltkrieg von den Vertretern der Frankfurter Schule aufs äußerste intensiviert, und zwar in sämtlichen Bereichen der Kultur und des Lebens. In Musik, Kunst, Kultur, Schule, usw. sollten der Gesellschaft ihre christlichen Wurzeln entrissen werden.

Die wichtigsten Protagonisten der Frankfurter Schule sind: Herbert Marcuse, Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Jürgen Habermas, Erich Fromm. Sie knüpften an den Theorien von Hegel, Marx und Freud an. Die Erfahrung des Nationalsozialismus und der Vernichtung von Juden in großem industriellen Stil waren für diese Intellektuellen der Grund, ihre Kritische Theorie zu begründen.

Von ihnen stammten Herbert Marcuse, Max Horkheimer, Theodor W. Adorno (katholische Mutter, jüdischer Vater) und Erich Fromm aus einem jüdischen Elternhaus.

Der Vater von Jürgen Habermas war Mitglied der NSDAP.

Es ist nur zu verständlich, daß sie sich als Intellektuelle und Teil des jüdischen Volkes philosophisch mit dem Nationalsozialismus und der Shoah auseinandersetzten. Doch was bei ihren Ergebnissen der Kritischen Theorie herauskam, ist absolut verdammungswürdig, weil sie als Grundlage den gottlosen Marxismus hatte.

Wir sehen hier auch, daß es sich um Intellektuelle des jüdischen Volkes handelt, die die christliche Kultur zerstören wollten.

Die desaströsen Ergebnisse der Frankfurter Schule

In ‚Totgedacht‘, seinem wohl wichtigsten Werk, hat Roland Baader der Frankfurter Schule mehrere Kapitel gewidmet. Bei der sogenannten Kritischen Theorie der Frankfurter Schule, schrieb Baader, handele es sich um einen schweren Missbrauch des Kritik-Begriffs. Denn die Kritische Theorie wolle nicht etwa der Wahrheit näherkommen, sie wolle sie nicht beschreiben, sondern verneinen und verändern – „eine Kulturrevolution großen Stils“.

Die desaströsen Ergebnisse der ‚Frankfurter Wühlarbeit‘, von Habermas selbst als ‚Erfolge‘ gefeiert, fasste Baader in sechs Punkten zusammen:

– Erstens die Ent-Christianisierung des öffentlichen und privaten Lebens.

– Zweitens die Ent-Institutionalisierung der Gesellschaft – Umbau und Umfunktionalisierung von Familie, Schule, Universität und so weiter.

– Drittens die Ent-Sittlichung des Rechts.

– Viertens die Ent-Kriminalisierung des Verbrechens: Die Gesellschaft ist schuld, nicht der Kriminelle.

– Fünftens die Ent-Pathologisierung der Krankheit – Stress und Leistungsdruck der kapitalistischen Gesellschaft machen krank.

– Und sechstens die Ent-Ästhetisierung der Kunst – statt Schönheit und Harmonie die Aufwertung des Hässlichen, Obszönen und Sinnlosen.

Für Roland Baader war der aus dem Konstruktivismus resultierende Destruktivismus eine mit Marxismus und Psychoanalyse vermischte und aufgeladene Zerstörungskraft, ein „geistiger Pesthauch“, der über die europäischen Länder gezogen sei. „Eine verweste Nachgeburt des Marxismus“, die das Denken und die Seelen von Millionen junger Menschen vergiftet habe.

Dem Philosophen der Frankfurter Schule ist die Sicht der Dinge eine sehr einfache: Der Feind steht rechts. Gewalttaten von ‚rechts‘ zählt er penibel auf, solche von ‚links‘ einschließlich der RAF-Morde finden nicht statt. (Quelle: eigentümlich frei Nr. 208)

Herbert Marcuse und die Zerstörung der Familie

Herbert Marcuse (1955)Bildquelle: wikimedia | CC BY-SA 3.0 Unported

In der Nachkriegszeit kehrten die Marxisten zu der Idee der Abschaffung der Familie zurück. Dieses Ziel sollte jedoch nicht durch ein stumpfes Verbot erreicht werden. Im Gegenteil, die Methodik zur Zerstörung der Familie sollte subtil vor sich gehen. Diese Methodik besteht aus zwei Handlungen: erstens, die Bedeutung der Familie zu verändern, indem sie von der Kindererziehung abgekoppelt wird. Zweitens, die Bedeutung der Familie zu entwerten, indem man alles als Familie anerkennt. Das Wort Familie als Vater, Mutter und Kind und der damit verbundene Status soll an Bedeutung verlieren, wenn man davon ausgeht, daß jede Gemeinschaft, wie immer sie sich auch zusammensetzt, als Familie interpretiert wird.

Dies geschieht inzwischen in Deutschland. Justizminister Buschmann (FDP) kündigte ein neues Regenbogen-Gesetz an. Danach hat das Kind wie ein Trennungskind zwar noch eine Mutter und einen Vater, aber keine Eltern mehr. „Dieses grundsätzlich defizitäre Beziehungsmodell will Justizminister Buschmann nun zum Familienleitbild des Staates emporheben und vollzieht damit den vollständigen Kotau vor der LGBT-Lobby, die nicht nur bei den Grünen, sondern vor allem bei der FDP ein machtvolles Netzwerk unterhält.“

Die Ampel-Regierung setzt die Dekonstruktion der Familie in die Tat um

Am 3. November 2002 hatte Olaf Scholz als SPD-Generalsekretär das totalitäre Ziel unverblümt formuliert: „Wir wollen die Lufthoheit über den Kinderbetten erobern.“ In rot-grüner Parteiprogrammatik kommt der eheliche Familienbegriff gar nicht erst vor. „Familie ist, wo Kinder sind“, steht dort lapidar.

Es gibt im Koalitionsvertrag kaum einen Bestandteil der Gesellschaft, der von der Regierung nicht dekonstruiert werden soll. Auch die Zerstörung der traditionellen Familie und des traditionellen Familienbegriffs hat im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung ihren Niederschlag gefunden.

Es war das Ziel der Bolschewisten und anderer kommunistischer Diktaturen, in denen versucht wurde, die Familie abzuschaffen. Doch mit der LGBTQ- und Gender-Ideologie kam die irre Staatsmeinung auf, daß die Familie in Form von Vater, Mutter, Kind per se diskriminierend ist. Daraus folgt, daß diese Form der Familie für die Regierung abgeschafft gehört.

Im Koalitionsvertrag heißt es:

„Familien sind vielfältig. Sie sind überall dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen und brauchen Zeit und Anerkennung.“ (S. 94)

Um es für alle klar und deutlich und vor allem allen Ernstes zu zeigen, daß die Ampel-Regierung die Auflösung der traditionellen, christlichen Familie umsetzen will, wird nochmals betont:

„Da der Rechtsrahmen für die vielfältigen Familien der gesellschaftlichen Wirklichkeit noch hinterherhinkt, wollen wir ihn modernisieren.“ (S. 94)

Doch der Kulturmarxismus der Frankfurter Schule beschränkt sich keineswegs auf das Ziel der Dekonstruktion der traditionellen Familie. Das Ziel ist die Befreiung der Individuen von allen traditionellen Normen. Das Ziel ist nicht, Toleranz gegenüber einem Verhalten zu gewinnen, das als sündhaft, abnormal oder anderweitig lasterhaft angesehen wird. Das Ziel ist, daß alle moralischen Normen als gleich normal und angemessen angesehen werden, alle Identitäten als gleich wichtig.

Herbert Marcuse und seine Ideologie der ‚repressiven Toleranz‘

Der politisch wichtigste Autor des Kulturmarxismus war Herbert Marcuse, der die berühmten und einflussreichen Bücher ‚Eros und Zivilisation‘, ‚Der eindimensionale Mensch‘ und den kurzen Essay ‚Repressive Toleranz‘ schrieb.

Von Wikipedia erfahren wir:

„In diesem Essay zur repressiven Toleranz, den Studenten der Brandeis University zugeeignet, formuliert Marcuse Gedanken, die großen Einfluss auf die Studentenbewegung in den USA und in Europa hatten. Darin bezeichnet er seine Idee der Toleranz als parteiliches Ziel, als subversiven, befreienden Begriff und ebensolche Praxis. Praktisch fordert er Intoleranz gegenüber Bewegungen von der politischen Rechten und Duldung von Bewegungen von der politischen Linken. Er legitimiert dieses Programm mit seinem Konstrukt: Das Telos (Anm.: d. h. Ziel, Endzweck) der Toleranz sei Wahrheit. Die Umsetzung der zu Beginn der Neuzeit entwickelten Idee der unparteiischen Toleranz schütze dagegen die bereits etablierte Maschinerie der Diskriminierung.“

„Befreiende Toleranz würde mithin Intoleranz gegenüber Bewegungen von rechts bedeuten und Duldung von Bewegungen von links.“
– Herbert Marcuse: A Critique of Pure Tolerance (Boston: Beacon Press, 1969), S. 95 – S. 137.

„Nach Marcuse existiere eine objektive Wahrheit, die durch die Diskussion des Volkes in Gestalt von Individuen und Mitgliedern politischer und anderer Organisationen die Politik einer zukünftigen demokratischen Gesellschaft bestimmen solle. Seine antidemokratische Idee bedeute eine Abkehr von rückschrittlichen Bewegungen.“

„Daß rückschrittlichen Bewegungen die Toleranz entzogen wird, ehe sie aktiv werden können, daß Intoleranz auch gegenüber dem Denken, der Meinung und dem Wort geübt wird (Intoleranz vor allem gegenüber den Konservativen und der politischen Rechten) – diese antidemokratischen Vorstellungen entsprechen der tatsächlichen Entwicklung der demokratischen Gesellschaft, welche die Basis für allseitige Toleranz zerstört hat.“
– Herbert Marcuse: A Critique of Pure Tolerance (Boston: Beacon Press, 1969), S. 95 – S. 137.

Video: Erklärung von repressiver Toleranz und parteilicher Toleranz

Eine Erklärung von Dr. Christian Weilmeier, Philosoph

Der Kernpunkt repressiver Toleranz ist also: „Toleranz wird auf politische Maßnahmen, Bedingungen und Verhaltensweisen ausgedehnt, die nicht toleriert werden sollten, weil sie die Chancen, ein Dasein ohne Furcht und Elend herbeizuführen, behindern, wo nicht zerstören. Diese Art von Toleranz stärkt die Tyrannei der Mehrheit, gegen welche die wirklichen Liberalen aufbegehrten.“ (Marcuse 1965, Schriften Band 8: Repressive Toleranz, S. 136 ff.)

Ein Kommentar unter dem Video bringt es auf den Punkt:

Also ist die Toleranz anderer Meinungen lt. Marcuse abzulehnen. Wenn wir uns im Besitz der ‚Wahrheit‘ wähnen (des ‚Guten‘, des ‚Fortschrittes‘ etc., was wir übrigens selbst definieren), dürfen ja müssen wir die anderen Meinungen ‚wegräumen‘. Wie Hitler und Stalin. Bravo Marcuse!

Grenzen der Toleranz nach Ansicht der Ökosozialisten

Herbert Marcuse zog aus seiner Betrachtung der Menschheits-Geschichte den bedenklichen Schluss, daß Gewalt gegenüber intoleranten Strukturen legitim sei.

Dieser Ausdruck ‚Repressive Toleranz‘ bedeutet im Kern, Toleranz gelte nur für fortschrittliche Ideen und nicht für wie auch immer geartete rückschrittliche Ideen. In diesem Sinne kann man diejenigen, die Zweifel an einer radikalen Inklusion äußern, durchaus beschimpfen. Das heißt, die Grenzen der Toleranz liegen dort, wo rückschrittliche Ideen noch vorhanden sind. Erst die sogenannten ‚fortschrittlichen Ideen‘, wie sie die Ökosozialisten für ihre Ideen sehen, begründen eine repressive Toleranz.

Er argumentierte, daß Toleranz, wie sie gemeinhin verstanden wird, nämlich die Duldung von Verhalten, das als falsch angesehen wird, repressiv ist. Eine solche Toleranz in bestehenden Machtstrukturen erlaubt immer noch denjenigen, die die Macht haben und deren Ansichten vorherrschen, zu dominieren. Eine solche Toleranz kann keine Veränderung bewirken. Deshalb muss wahre, nicht repressive Toleranz die verschiedenen unterdrückten Minderheiten privilegieren und die dominante Mehrheit zum Schweigen bringen. Heute sehen wir überall auf der Welt die praktische Umsetzung dieses Marcuse-Vorschlags.

Wer sich heute noch wundert und sich fragt, warum die Medien nichts Schlechtes über diese oder jene Gruppe in der Gesellschaft sagen, dann sei an dieses Konstrukt von Marcuse erinnert. Wir werden weiter unten noch eingehen auf die Frage, wie mit diesem Konstrukt der repressiven Toleranz die Jünger der Frankfurter Schule umgehen, wenn sie selber als Herrschende an den Schalthebeln des Staates sitzen.

Die Ersetzung der Arbeiterklasse durch Minderheiten-Gruppen

Es war Herbert Marcuse, der schließlich die Antwort auf die Frage gab, die von Horkheimer in den frühen 1930ern gestellt wurde: Wer könnte die Arbeiterklasse als Träger der Revolution ersetzen?

„Man musste also eine neue Anhängerschaft finden, egal ob nun Studenten, Schwarze, Frauen oder Schwule oder wen auch immer. Und Marcuse hatte einen anpassungsfähigen Marxismus, der genau dazu passte.“

Man suchte also statt der Arbeiter andere Gruppen, die gesellschaftlich benachteiligt schienen oder denen man dies leicht einreden konnte, um ihnen Befreiung zu versprechen. Solche Gruppe waren damals die Studenten, dann die Frauen, Homosexuelle, nicht eheliche Gemeinschaften oder unverheiratete Paare, Ausländer, Schwarze, Kinder usw. Und am Ende wollte man auch die durch den Menschen unterdrückte Natur befreien. – Seinen ganzen Hass hingegen entwickelte die Frankfurter Schule hingegen gegen den weißen europäischen Mann.

Marcuse ersetzte Arbeiterklasse durch Minderheiten-Gruppen, wie oben aufgeführt. Man spricht von Minderheiten-Theorie oder Randgruppen-Strategie. Die ‚Kritische Theorie‘ bestätigt allen Minderheiten-Gruppen, daß sie unterdrückt sind und verspricht ihnen Befreiung.

In dieser Zeit vollendete er auch der Idee von der sexuellen Befreiung (Sein Buch: ‚Eros and Civilization‘). In den Geboten und staatlichen Gesetzen, welche die Ausübung der Sexualität einschränken, witterte er nämlich auch eine Form der Unterdrückung. Auf der anderen Seite war die schrankenlose Sexualisierung der Frankfurter Theoretiker ihr Hauptmittel, um das vielleicht größte Bollwerk der christlichen Zivilisation zu zerstören: die Familie.

Diese Theorie der unterdrückten Minderheiten bildete dann den Inhalt der ‚Political Correctness‘, der politischen Korrektheit. Wer nicht so dachte, wie diese marxistische Theorie es vorsah, wurde selber in der Gesellschaft marginalisiert. Heutzutage kann ein solcher leicht seinen Beruf und damit seine Lebensgrundlage verlieren.

Der Neo-Marxismus will nicht nur die etablierte Ökonomie, sondern auch in der Folge auch die ganze Gesellschaft mit ihren Werten und ihrer Weltanschauung verändern. Er ist auf beständige Revolution aus. Dies gelingt ihm, wenn er zur Herrschaft gelangt ist.

Deshalb ruft Marcuse seinen Anhängern zu: Diese Revolution „ist sexuelle, moralische, intellektuelle und politische Rebellion in einem! In diesem Sinne ist sie total, gegen das System als Ganzes gerichtet.“

‚Antirassismus‘ als Mittel der Zersetzung westlicher Gesellschaften

Die Frankfurter Schule musste, um ihre Ideen durchsetzen zu können, einen Ersatz finden müssen für die Arbeiterklasse. „Ja, das war die große Frage. Die Frage ist: Gibt es einen Ersatz für die Arbeiterklasse?“ Die Frankfurter Schule hat bis in die 1960er Jahre hinein keine Antwort auf diese Frage finden können. Aber inzwischen machte sich Horkheimer daran, Lukács‘ Arbeit wiederzubeleben, indem er die Kultur und nicht die Ökonomie in den Mittelpunkt der Arbeit der Frankfurter Schule rückte.

Der folgende Text ist zuerst auf ‚Renovatio‘ erschienen. Jedoch ist die Seite nicht erreichbar. Freie Welt hat ihn am 5. März 2021 übernommen. Der Text ist so wichtig, daß er hier in leicht überarbeiteter Form ebenfalls wiedergeben wird.

„In seinem 1964 erschienenen Werk ‚Der eindimensionale Mensch‘ entwarf Herbert Marcuse Strategien zum Umsturz westlicher Gesellschafts-Ordnungen. Ihm zufolge könnten marxistische Revolutionen nur dann gelingen, wenn diese Ordnungen zunächst von innen heraus zersetzt würden. Da Arbeiter nicht über das erhoffte revolutionäre Potenzial verfügten, müsse man stattdessen ethnische Minderheiten mobilisieren, um westliche Gesellschaften zu destabilisieren. Marcuse formulierte damit die Grundlagen der ‚Critical Race Theory‘ und des neomarxistischen ‚Antirassismus‘, der die identitätspolitischen Bewegungen der Gegenwart prägt. Der wachsende Einfluss dieser Bewegungen an Universitäten, in den Medien und auch in Staat und Politik stellt mittlerweile eine ernstzunehmende Bedrohung für freiheitliche Gesellschaften dar.“

Gründe von Marcuse für die Ersetzung der Arbeiterklasse durch Minderheiten der Gesellschaft

Dann folgt eine Auflistung der von Marcuse genannten Gründe, warum „Ausgebeutete und Verfolgte anderer Rassen“ die Arbeiterklasse ersetzen müssen.

  • Marcuse betrachtete den starken gesellschaftlichen Zusammenhalt, der in westlichen Gesellschaften in den frühen 1960er Jahren noch vorhanden war, als Problem, weil er marxistische Revolutionen erschwere. Er beklagte, daß die Arbeiter mehrheitlich konservativ geworden seien, sich als Träger des Gemeinwesens verstünden und ein „Ferment gesellschaftlichen Zusammenhalts“ darstellten.
  • Er äußerte zudem sein Bedauern darüber, daß es den Marktwirtschaften der westlichen Gesellschaften nach dem Zweiten Weltkrieg gelungen sei, Massenwohlstand zu schaffen, und daß nun auch der „Neger einen Cadillac besitzt“. Die Verbesserung der materiellen Lebensumstände der meisten Menschen durch die Marktwirtschaft führe zur „Erhaltung des Bestehenden“ und sei daher in höchstem Maße problematisch.
  • Um marxistische Revolutionen durchführen zu können, brauche es ein „Substrat der Geächteten und Außenseiter“, das in westlichen Gesellschaften aus den genannten Gründen aber kaum noch zur Verfügung stünde. Man müsse daher neue Gruppen erschließen, die man gegen diese Gesellschaften mobilisieren könne.
  • Entsprechendes Potenzial sah Marcuse in den „Ausgebeuteten und Verfolgten anderer Rassen und anderer Farben“. Diese mangele es jedoch an Bewusstsein dafür, daß sie „Opfer von Gesetz und Ordnung“ seien, weshalb man ihnen dieses vermitteln müsse. Unter der Führung und Anleitung linker Intellektueller könnten diese Gruppen, die Marcuse nicht für selbstständige Akteure hielt, zu den erhofften „Barbaren“ werden, die „das Imperium der Zivilisation bedrohen“.

„Die unter anderem auf die ‚Kritische Theorie‘ der Frankfurter Schule zurückgehende ‚Critical Race Theory‘ gehört zu den wichtigsten weltanschaulichen Grundlagen des ‚antirassistischen‘ identitätspolitischen Aktivismus der Gegenwart.“

Der Neomarxist Saul Alinsky sieht Luzifer als Vorbild aller Aktivisten

Saul Alinsky, 1963Bildquelle: wikimedia | CC BY-SA 4.0 International

Der Neomarxist Saul Alinsky stammt aus einer jüdisch-orthodoxen Familie, wie man Wikipedia entnehmen kann. Übrigens war er Mentor von Hillary Clinton, die ganz begeistert von ihm ist. Wie Wikipedia zu entnehmen ist, ist der Einfluss von Alinsky auf Hillary Clinton und Barack Obama erheblich.

Saul Alinsky erklärt in seinem Buch ‘Rules for Radicals’, wie Luzifer der erste Radikale in der Geschichte ist, wie sehr er ihn liebt und wie sehr er nach seinem Tod in die Hölle kommen möchte. Er erklärte Luzifer zum Vorbild aller Aktivisten dieser Weltanschauung, weil dieser als erster gegen die etablierte Ordnung rebelliert habe.

„Die von Marcuse und anderen Neomarxisten angestrebte Ordnung, die an die Stelle freiheitlicher Gesellschaftsordnungen treten soll, wäre zwangsläufig totalitärer Art. Marcuse sah im Neomarxismus einen weltlichen Religionsersatz, dessen Materialismus einen ‚umfassenderen und realistischeren Begriff des Heils‘ habe als das von ihm als Feind betrachtete Christentum.“

Marcuse sah im Neo-Marxismus einen weltlichen Religionsersatz

In dem Text erfahren wir weiterhin:

„In seinen Schriften machte er deutlich, daß ihn die Lage der Minderheiten, die er mobilisieren will, nur soweit interessiert, wie es seinem Ziel der revolutionären Machtergreifung dienlich ist. Er beklagte dabei jede Verbesserung der Situation dieser Menschen, weil sie dadurch weniger gut für revolutionäre Zwecke instrumentalisierbar werden. Die Integration von Migranten lehnte er ebenso ab wie echte Solidarität oder Gerechtigkeit sowie alles, was den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken oder einer Gesellschaft Dauer verleihen könnte.“

Marcuse sah im Neomarxismus einen weltlichen Religionsersatz, dessen Materialismus einen „umfassenderen und realistischeren Begriff des Heils“ habe als das von ihm als Feind betrachtete Christentum.“

  • Marcuse ging davon aus, daß nur ein mit unbegrenzter Macht ausgestatteter neomarxistischer Staat den Menschen zu seinem Heil führen könne. Menschen müssten dazu zunächst von ihrem „falschen Bewusstsein“ befreit werden. Der neomarxistische Staat müsse außerdem alle gesellschaftlichen Institutionen beseitigen, die dem im Wege stünden, also auch Parteien.
  • Nach einer Phase revolutionären Zwanges werde im neomarxistischen Staat ein „Bruch“ mit der bisherigen Menschheitsgeschichte eintreten, der zu einer „neuen menschlichen Wirklichkeit“ führen werde. Die von ihm angenommene gute Natur des Menschen werde dann durchbrechen und eine „Neubestimmung der Bedürfnisse“ eintreten. Der dadurch geschaffene neue Mensch müsse nicht mehr dazu gezwungen werden, vernunftgemäß zu handeln, wodurch ein utopischer Heilszustand eintrete.

Der ‚Antirassismus‘ als neue Rassenideologie

„Der ‚Antirassismus‘ der Gegenwart knüpft daran an, wenn er in Aussicht stellt, daß er durch die Zerstörung der gewachsenen Kultur und Ordnung eine Gesellschaft ohne Ungleichheit schaffen könne, wobei diese Ungleichheit hier nicht auf den Kapitalismus, sondern auf Rassismus zurückgeführt wird.“

In einem Beitrag im Tagesspiegel v. 22. Januar 2021 hat die Publizistin Fatina Keilani darauf hingewiesen, daß dieser ‚Antirassismus‘ zunehmend die Züge einer Rassenideologie annehme, die alle gesellschaftlichen Fragen auf Rassenfragen zurückführe, Menschen vor allem nach ihrer Hautfarbe beurteile und Weiße pauschal als Unterdrücker anderer Rassen darstelle und dadurch kollektiv abwerte. Anstatt Rassismus zu bekämpfen, mache man das Thema Rasse immer präsenter und verstärke vorhandene Konflikte oder schaffe neue. Migranten wie Keilani, die sich dem Gemeinwesen zugehörig fühlten und Weiße nicht hassten, würden von Aktivisten angefeindet.

Da Rassismus laut identitätspolitischen Ideologien nur von Weißen ausgehen kann, ignorieren Aktivisten die genozidalen ethnischen Konflikte in anderen Regionen der Welt und prangern stattdessen „Mikroaggression“ oder einen vagen „strukturellen Rassismus“ durch Weiße in Europa als angeblich einzig problematische Formen von Rassismus an.

Beweis des Wahnsinns der ‚Kritischen Theorie‘

Der Beweis, daß die ‚Kritische Theorie‘ den Wahnsinn als die neue Vernunft betrachtet, zeigt sich in den Reaktionen auf Fatina Keilani.

Von ihren Gegnern wird sie als ‚token‘ bezeichnet. Unter diesem Begriff bezeichnen die ‚Antirassisten‘ Migranten, die sich in der Gesellschaft integriert haben. Wer sich mit den ‚Antirassisten‘ verbündet, ist ein „Ally“. Fatina Keilani schreibt: „Zu erleben ist auch eine neue Form der Rassenkunde. Es gibt die unterschiedlichsten Klassifizierungen von Hautfarbe und Diskussionen darüber, wer wen wie nennen darf. Es gibt auch Klassifizierungen nach Sozialisation. Wer Jahrhunderte der Benachteiligung durch Kolonisation hinter sich hat, ist ein top Opfer. Auch sonst, je unterdrückter, desto besser im Opfer-Ranking.“

Wie die FAZ am 3. März 2021 unter dem Titel ‚Genozid durch Gentrifizierung‘ schrieb, regten Aktivisten in Berlin an, ethnische Deutsche wegen ihrer Abstammung nur noch als ‚Menschen mit Nazihintergrund‘ zu bezeichnen. Indem sie pauschale negative Zuschreibungen aufgrund der Abstammung vornehmen, handeln diese Aktivisten rassistisch im eigentlichen Sinne des Begriffs.

Jürgen Habermas, Chefideologe und Staatsphilosoph des neuen Deutschlands

Jürgen Habermas (2014)Bildquelle: wikimedia | CC BY 2.0 GenericUnbestreitbar ist die kulturrevolutionäre, an den Rändern terroristische Bewegung der Achtundsechziger ohne das Wirken der Frankfurter Schule nicht vorstellbar. Und nur der Siegeszug der Achtundsechziger kann die gegenwärtige in beklemmender Geschwindigkeit entstehende Verkommenheit der geistigen, politischen und moralischen Verfassung der Bundesrepublik Deutschland erklären. Diejenigen, die heute den Ton angeben, wüssten ohne die Frankfurter nicht, was sie sagen und denken sollten. Nachdem sich der ehemalige Jungvolkführer Habermas von den Siegern hatte umerziehen lassen, machte er sich daran, den Deutschen eine „kollektive Mentalität aus historischer Zerknirschtheit, politischer Willfährigkeit und Europa-Romantik“ zu verordnen, so der Publizist Thorsten Hinz.

Der überaus große Erfolg dieser kulturellen Revolution und des von ihr ausgehenden „Marsches durch die Institutionen“ hat in praktisch allen westlichen Ländern dazu geführt, daß nun Personen, die dem Marxismus, Leninismus, und dem Maoismus nahe stehen, die höchsten Ämter in der nationalen wie internationalen Politik, in EU, UNO und WHO übernehmen konnten, quer durch alle Parteien, gerade auch den ehemals „christlichen“!

All dies entstand oder wurde verstärkt aus dem Schoß der ‚Kritischen Theorie‘ der Frankfurter Schule und der 68er-Studentenrevolte. Daraus entstanden dann bald einflussreiche linke Strömungen: unter anderem die Ökobewegung oder grüne Bewegung und die feministische Bewegung. Thema Nummer Eins der feministischen Bewegung war die freie Abtreibung. Der Feminismus (bzw. seine zweite Welle) entstand noch in den 60er Jahren. Die Ökobewegung folgte bald darauf. Die ‚Kritische Theorie‘, dies sei nochmals betont, kritisierte nicht nur generell die etablierte Gesellschaft, die christliche Familie sowie die moralischen Normen im Bereich Sexualität. Sondern sie hat das Ziel, alle bisherigen Normen der Gesellschaft zu zerstören

Der ‚homo communicativus‘ des Jürgen Habermas

Jürgen Habermas hat noch eine besondere Seite der Frankfurter Schule entwickelt. Er zeichnet den neuen sozialistischen Menschen mit einer kollektiven Ich-Struktur aus, d. h. dieser Mensch sieht sich weitgehend nur als Teil des Kollektivs. Er nennt ihn ‚Homo communicativus‘. Dieser neue Mensch verdankt seine Ich-Identität nicht mehr seiner Familie. Er identifiziert sich nicht mit Vater und Mutter, sondern mit sogenannten Kommunikations-Partnern. Dies geschieht in der Kindertagesstätte, in der Ganztagsschule oder in der peer-group.

Der ‚Homo communicativus‘ verdankt sich ganz dem gesellschaftlichen Kollektiv, er ist alles durch die Gesellschaft und alles für die Gesellschaft. Er folgt nicht irgendwelchen Grundsätzen, sondern verhält sich stets so, wie die Ökosozialisten es von ihm erwarten. Das gilt insbesondere auf dem Gebiet der Moral. Der ‚Homo communicativus‘ hat die christlichen Verhaltensnormen der Zehn Gebote ebenso wie die der Bergpredigt und die goldene Regel „Was du nicht willst, daß man es dir tu, das füg auch keinem anderen zu“ als repressiv durchschaut und hinter sich gelassen. Das Verhalten, das eigentlich durch das Gewissen gesteuert auf Gott ausgerichtet ist, wird durch ein gesellschafts- bzw. kollektivgesteuertes Verhalten ersetzt.

Damit hängt auch der Hass der Vertreter der Frankfurter Schule gegen die Vernunft zusammen. Es ist dem eigenständigen Individuum erlaubt, den göttlichen Willen zu erkennen oder allgemeine Regeln zu erfassen, an die sich die Gesellschaft halten sollte. Dem ökosozialistischen Kollektiv-Individuum aber gilt die Vernunft als widersinnig. So wird die technische Vernunft zurückgedrängt. Ersetzt werden soll die Vernunft in großen Teilen durch das Gefühl. Dafür ist das Ausleben der schrankenlosen Sexualität angesagt.

Außerdem stellte Jürgen Habermas in einem Interview unmissverständlich klar: Den rechtspopulistischen Parteien wie auch ihren Anhängern dürfe nicht Aufmerksamkeit, sondern einzig Verachtung entgegengebracht werden. „Die besorgten Bürger“ sollen „kurz und trocken als das abgetan werden, was sie sind: der Saatboden für einen neuen Faschismus.“

Die Grünen und ihre repressive Toleranz

Die Grünen verstehen sich als die Speerspitze der neomarxistischen Ideologie der Frankfurter Schule. Denn keine Partei setzt die Lehren der Frankfurter Schule so erfolgreich und vehement um, wie diese. Vor allem die repressive oder befreiende Toleranz wendet sie an, die Herbert Marcuse forderte. Denn, wie wir oben bereits lesen konnten, forderte er mit der repressiven Toleranz Intoleranz gegenüber sogenannten rechten Positionen. Dafür aber hat er die Duldung linker Positionen propagiert. Die heutigen Ökosozialisten halten deshalb alle, die sich nicht ihrer linken Meinung unterwerfen, für ‚rechts‘. Diese müssen deshalb mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, auch illegalen, bekämpft werden. Wir hatten dies bereits in dem Beitrag „Der totale Krieg gegen die Opposition“ thematisiert.

Die Unterdrückung unliebsamer Meinungen gehört für die Ökosozialisten zum integralen Bestandteil des grünen Politik-Verständnisses. Damit weisen die Ökosozialisten Kennzeichen einer totalitären Heilsbewegung oder Sekte auf, die einen bestimmten Heilszustand anstrebt. Dies sehen wir in allen politischen Handlungen und Zielsetzungen, die die Partei der Grünen in vorderster Front und in allen staatlichen Institutionen durchzusetzen vermag.

„Alles, was die Grünen mithilfe der repressiven Toleranz kämpferisch umsetzen, ob Frühsexualisierung, Homo-Emanzipation, Antibiologismus (Gender/Rasse), Milieutheorie, Feminismus (Auflösung patriarchaler Strukturen), sind genau die Themen, die einer Mehrheit der Deutschen sauer aufstößt. Auch wenn diese Bausteine verworren, teilweise verrückt und unzusammenhängend erscheinen, darf man nicht vergessen, daß sie einem Ziel dienen: Es ist der Versuch, ein Utopia (der Heilszustand) zu erschaffen, in dem der faschistische Mensch nicht mehr existiert und niemand unterdrückt wird.“ (Quelle: Die repressive Toleranz zeigt Wirkung)

Die Frankfurter Schule forderte unverhohlen eine Erziehungsdiktatur. Totalitäre Gesellschaftssysteme wollen stets den Zugriff auf die Kinder und die Jugend, wie wir dies auch in Deutschland seit Jahren durch die Grünen und die Altparteien beobachten können. Auch die Ergebnisse können wir bereits beobachten.

Wie die Herrschenden repressive Toleranz anwenden

Nun haben wir die Situation in Deutschland, daß die heutigen Vertreter der Frankfurter Schule in der organisierten Form der Grünen Partei selber zu Herrschenden zählen. Natürlich können sie selber nicht gegen sich repressive Toleranz anwenden. Aber zum einen haben sie ja ihre Antifa, die dafür sorgt, daß die repressive Toleranz durchgeführt führt. Zum andern sehen die Ökosozialisten überall Minderheiten, die nach der Ideologie der Frankfurter Schule ein Recht auf Gewalt haben. So schreibt Herbert Marcuse in seinem Essay ‚Repressive Toleranz‘:

„Die Toleranz, die Reichweite und Inhalt der Freiheit erweiterte, war stets parteilich intolerant gegenüber den Wortführern des unterdrückenden Status quo. Ich glaube, daß es für unterdrückte und überwältigte Minderheiten ein ‚Naturrecht‘ auf Widerstand gibt, außergesetzliche Mittel anzuwenden, sobald die gesetzlichen sich als unzulänglich herausgestellt haben. Gesetz und Ordnung sind überall und immer Gesetz und Ordnung derjenigen, welche die etablierte Hierarchie schützen.“

Thomas Jahn hat in seinem Beitrag „Wer sind die geistigen Brandstifter? Teil 1“ zu solchen Aussagen geschrieben:

„Seine als Gesellschaftskritik getarnte zerstörerische Ideologie … duldet keinen Widerspruch und führte auch, weil sie sich quasi selbstverliebt als ‚gerechte Sache‘ betrachtete, zu dem seit den Achtzigerjahren bekannten Phänomen der sogenannten ‚Political Correctness‘, dem Vorgänger der ‚Cancel Culture‘. Wer demnach eine ausgeprägte Meinung dazu hat, wer oder was politisch korrekt ist, hat das Recht, politisch inkorrekte Meinungen aus einer Debatte auszuschließen, also intolerant gegenüber Andersdenkenden zu sein. Ein totalitäres Rezept, um Andersdenkenden das Recht auf die freie Meinungsäußerung abzusprechen, wie wir es heute nahezu täglich bei politischen Debatten in Deutschland erleben müssen.“

Er kommt zu dem erschreckenden Schluss, daß „Klimadebatte, Genderkult, die Migrationskrise und die ‚Covid‘-Diktatur zeigen, wie beängstigend eng Deutschland, die meisten europäischen Länder und die USA in den Würgegriff der neomarxistischen Ideologie geraten sind.“ (Quelle: Wer sind die geistigen Brandstifter? Teil 4)

Ökosozialisten halten nichts von Toleranz gegenüber politisch Andersdenkenden

Mit dem demokratischen Grundrecht auf freie Rede, argumentiert Marcuse, seien in der Weimarer Republik die NS-Verbrechen vorbereitet worden. Für ihn und die Ökosozialisten, die heute die Staatsgewalt innehaben und ihre Propaganda durch die ihnen hörigen Medien dem Volk zumuten, ist damit klar: Mit einer konsequenten Intoleranz gegenüber den sich ankündigenden Volksverführern „hätte die Menschheit eine Chance gehabt, Auschwitz und einen Weltkrieg zu vermeiden“. Deshalb ist Intoleranz gegenüber Nicht-Linken, wie Gregor Gysi 2015 in einem Spiegel-Interview ganz offen zugab, ein Markenzeichen der Linken.

„Überlegungen und Unterstellungen wie die von Marcuse müssen immer mitgedacht werden, wenn die unheilige Allianz aus linken Politikern, Gewerkschaftlern, zivilgesellschaftlichen Akteuren und systemrelevanten Medienschaffenden jetzt zum ‚Kampf gegen Rechts‘ trommelt, der nichts anderes ist als das aktuelle Gewand, in dem der alte marxistische Klassenkampf auftritt. Und der ist erst vorbei, wenn es keine regressiven Kräfte mehr gibt. Deshalb ist auch die Forderung, Björn Höcke als dem Haupt der Konterrevolution die Grundrechte zu entziehen, nur konsequent. Im politischen Gegner den Erzfeind und nicht einen demokratisch legitimierten Wettbewerber zu sehen, entspricht Klassenkampf-Logik.“ (Quelle: Politisches Framing: Null Toleranz für die Blöden!)

Im zweiten Teil beschäftigen wir uns genauer mit den Grünen und der Frage, ob nicht diese Ökosozialisten die eigentlichen neuen Neonazis sind.

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