Gesellschaft

Verleumdung am Beispiel Jacques Attali

Die Verleumdung am Beispiel Jacques Attali

Die Verleumdung fällt unter das achte Gebot: „Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten.“ Durch dieses achte Gebot wird deutlich: Die Verleumdung ist eine schwere Sünde. Wir wollen die Verleumdung am Beispiel Jacques Attali aufzeigen. Denn in den sozialen Medien machen Lügen und Verleumdungen gegen ihn die Runde. Dabei geht es mir nicht um die Verteidigung, sondern um eine faire Darstellung seiner Positionen und um Zurückweisung von Lügen und Verleumdungen. Wir erwarten mit Recht ja auch von unseren Gegnern eine faire Darstellung unserer Positionen.

Der Jesuit P. Deharbe antwortet in seinem Katechismus zur Frage: „Wann sündigt man durch Verleumdung?“:
„Wenn man dem Nächsten unwahre Fehler andichtet oder seine wahren Fehler vergrößert.“

Dazu gibt er folgende Erklärung:

„Verleumden heißt seinen Nächsten in einen bösen Leumund, einen bösen Ruf bringen, und zwar durch unwahre Beschuldigungen, sei es nun daß man ihm Fehler beilegt, die er gar nicht hat, oder daß man seine wirklichen Fehler schlimmer darstellt, als sie sind… Die Verleumdung widerstreitet demgemäß nicht bloß der Liebe und der Gerechtigkeit wie die Ehrabschneidung, sondern auch der Wahrhaftigkeit. Sie vereinigt in sich zugleich die Bosheit der Ehrabschneidung und der Schadenlüge; … Sowohl Ehrabschneidung als namentlich die Verleumdung können leicht Todsünde sein… Weil die Sicherheit des guten Namens auch für das gesellschaftliche Leben von der größten Wichtigkeit ist, deshalb straft Gott als Wächter der allgemeinen Ordnung die Verletzung desselben vielfach schon in diesem Leben, um so desto wirksamer von solcher Verletzung abzuschrecken.“ (P. Joseph Deharbes Katechismuserklärung, 2. Bd., 1912, S. 242/243)

Verleumdung gegen Jacques Attali

Aus gegebenem Anlass halte ich es für notwendig, als Katholik einen Mann in Schutz zu nehmen, der selbst auf bösartige Weise verleumdet wird. Es handelt sich um den französischen Wirtschaftswissenschaftler und Kulturphilosoph Jacques Attali. Natürlich muss niemand seine Gedanken für gut heißen. Aber im Netz, aktuell über telegram, wird ein Video verbreitet, das an Verleumdung kaum noch zu überbieten ist. Auch auf Youtube ist das Video noch zu finden. Es wundert mich, daß Youtube dieses Video noch nicht gelöscht hat. Wie auch Google aus katholischer Sicht einmal zu Recht zensiert, so wäre auch hier eine Zensur von Youtube notwendig und gerechtfertigt.

Um was geht es?

In dem Video wird behauptet, daß Attali sich in einem Buch angeblich für eine Reduktion der Bevölkerung ausgesprochen habe, die er mit einer Euthanasie von Alten und Schwachen erreichen wolle.

Wer ist Jacques Attali?

Jacques Attali stammt aus einer jüdischen Familie und war Sonderberater des sozialistischen Präsidenten Mitterand von 1981 bis 1991. Er ist bekennender Sozialist. Im November 1998 gründete er mit Arnaud Ventura Positive Planet, eine Organisation, die heute in 40 Ländern vertreten ist und mehrere hundert Mikrofinanz-Institutionen und Millionen von Kleinst-Unternehmen berät und ausbildet. Seine zahlreichen Aktivitäten im politischen und wirtschaftlichen Leben können auch auf der französischen Wikipedia-Seite nachgelesen werden.

Jacques Attali über Deutschland

Jacques Attali ist ein Verfechter des europäischen Föderalismus. 2011 äußerte er sich über Deutschland folgendermaßen:

„Ich sage ihnen, Deutschland ist in 20 Jahren der ‚kranke Mann‘ in Europa, weil man die Schwäche einer Nation an der Demografie misst und an der Fähigkeit zu langfristigen Strategien. Deutschland hat keine langfristige Strategie. […] Vielmehr gilt es zu versuchen, unseren deutschen Freunden klar zu machen, daß europäischer Föderalismus in ihrem eigenen Interesse liegt. Wenn sich die Krise ausweitet, wenn Griechenland den Euro verlässt, wenn Spanien und Italien gleiches tun, dann würde der Euro sehr hoch steigen, er ist schon jetzt zu stark, und das auf Export ausgerichtete Deutschland geriete in eine tragische Situation.“

Jacques Attali über Sterbehilfe (Euthanasie)

Auf der Website AFP Faktencheck wird in seriöser Weise die Verleumdung gegen Jacques Attali widerlegt.

AFP liegt eine vorläufige Druckversion des mittlerweile vergriffenen Buches vor. Die Wörter „die Dummen“, „die Nutzlosen“, „hinzurichten“ „Pandemie“, „Intelligenztests“ oder „Schlachtbank“, wie in dem Video behauptet, kommen darin nicht vor. Lediglich das Wort „Euthanasie“ erzielt einen Treffer, allerdings in einem gänzlich anderen Zusammenhang. Attali spricht darüber, wie christliche Bewegungen Abtreibung, Geburtenkontrolle und Euthanasie ablehnten.

Sowohl Gabriela Wachter vom Parthas Verlag, der das Buch „Die Welt von morgen“ verlegt hat, wie auch die Übersetzerin Caroline Gutberlet weisen solche Behauptungen, wie sie im Video vorkommen und im Netz ungeprüft behauptet werden, ausdrücklich zurück. Was Jacques Attali macht, ist finstere Zukunfts-Szenarien zu erstellen. So resümiert selbst der „Tagesspiegel“ in einer Rezension den Inhalt des Buches.

Wer will auch behaupten, daß diese finsteren Zukunfts-Szenarien nicht Realität werden. Wir sind immerhin mitten in diesem Szenario drin. Sollten wir ein Szenario über die Herrschaft des Antichrist erstellen, so wäre dieses Szenario erheblicher finsterer. Eine Verleumdung, daß wir dieses Szenario wünschten, wäre auch uns sicher gewiß.

Die Logik der Euthanasie in den Industriegesellschaften

In dem Buch „Die Zukunft des Lebens“ aus dem Jahr 1981 erklärt Jacques Attali die Logik einer kapitalistischen und sozialistischen Gesellschaft in Bezug auf Euthanasie.

Er sagt: „Daher glaube ich, daß es in der Logik der Industriegesellschaft nicht mehr darum geht, die Lebenserwartung zu verlängern, sondern dafür zu sorgen, daß der Mensch innerhalb einer gegebenen Lebensspanne so gut wie möglich lebt, aber so, daß die Gesundheitskosten für die Gemeinschaft möglichst gering sind.“

„In jedem Fall wird Euthanasie eines der wesentlichen Instrumente unserer künftigen Gesellschaften sein. In einer sozialistischen Logik stellt sich das Problem zunächst wie folgt dar: Die sozialistische Logik ist die von der Freiheit und die grundlegende Freiheit ist der Selbstmord; folglich ist das Recht auf direkten oder indirekten Selbstmord ein absoluter Wert in dieser Art von Gesellschaft.“ Dem stellt er die Logik eines kapitalistischen Systems hinzu: „In einer kapitalistischen Gesellschaft werden Tötungsmaschinen, Prothesen, entstehen und gängig werden, die es ermöglichen, das Leben zu eliminieren, wenn es zu unerträglich oder ökonomisch zu kostspielig ist. Deshalb glaube ich, dass die Euthanasie, ob sie nun ein Freiheitswert oder ein Warenwert ist, eine der Regeln der zukünftigen Gesellschaft sein wird.“

Dies ist die Analyse eines Wissenschaftlers über unsere gottlosen Gesellschaften, ob kapitalistisch oder sozialistisch. Diese Analyse ist korrekt und ihr ist nicht zu widersprechen. Die Realität beweist seine Analyse. In dieser seiner Analyse hinein zu interpretieren, daß Euthanasie für Jacques Attali wünschenswert ist, ist nicht nur fehlerhaft, sondern unlauter und bösartig.

Wenn Kritiker den Inhalt des Textes nicht verstehen oder falsch interpretieren, dann sollten sie sich von kompetenten Beratern den Inhalt des Textes erklären lassen.

Kommentar von Jacques Attali zu den Verleumdungen

Auf AFP-Anfrage erklärte Attali am 12. April: „Dieser Text ist gänzlich erfunden. Er ist noch weiter von der Realität entfernt als der vorherige diffamierende Text. Es hat nichts mit dem Originaltext zu tun. Das ist so, als würde man sagen, ich hätte ‚Mein Kampf‘ geschrieben.“

Attali kommentierte auch Folgendes gegenüber AFP: „Wie immer wird mir hier vorgeworfen, ich würde mir wünschen, was ich nur voraussehe und anprangere. Die neue Version ist nur eine wahnhafte Erweiterung des falschen Zitats, gegen das ich 1983 wegen Verleumdung geklagt hatte.“

Mit Recht hat er gegen Verleumdungen über ihn geklagt. Er hat die Prozesse auch gewonnen.

In den 1980er-Jahren war Attali tatsächlich bereits gegen eine ähnliche Behauptung vorgegangen, wonach er einen „Genozid der Alten“ befürworte. Er hatte den Prozess gewonnen, wie eine französische AFP-Meldung und ein Artikel von „Le Monde“ zeigen.

Man muss kein Freund seiner wirtschaftspolitischen und politischen Überzeugungen oder auch ein Sozialist sein. Aber Gerechtigkeit walten zu lassen auch gegenüber denjenigen, der nicht zu seinen Gesinnungsgenossen gehört, ist wohl angebracht.

Jacques Attali erklärt die Welt als kannibalische Ordnung

In seiner Rezension schreibt der Spiegel: „Das Verspeisen von menschlichem Fleisch geschieht in verschiedenen Formen. Nur in einer sehr frühen Epoche wird es direkt praktiziert: als schmackhafte Zubereitung der Verwandten und Feinde, um sich vor Krankheit zu schützen oder deren Kräfte zu übernehmen. Spätere Zeitgenossen sublimieren dieses Verhalten, aus den Menschenopfern werden symbolische Opfer („dies ist mein Fleisch“), die Kranken werden nicht mehr aufgefressen sondern isoliert, mit Pillen oder chirurgisch repariert, S.152 schließlich mit künstlichen Organen erneuert.

Von der Anthropophagie der Kariben-Bewohner, die Kolumbus so sehr erschraken, daß er diese Wilden zu Nicht-Menschen erklärte, bis zu den Organbanken der Neuzeit erkennt Attali immer nur neue »Hüter der kannibalischen Ordnung«. »Um den Tod leugnen zu können, muss der Kannibalismus die Gesundheit verschlingen; er muss aus dem Leben eine Ware machen, aus dem Menschen einen Roboter, der Roboter verschlingt, den kannibalischen Roboter.“

Der Kannibalismus als Metapher für unmenschlichen Fortschritt

In der Tat war die Menschheit nach der Ursünde so tief gesunken, daß weltweit der Kannibalismus aus magischen oder religiösen Gründen praktiziert wurde. Wenn nicht das Christentum letztendlich weltweit den Kannibalismus ausgemerzt hätte, würde er immer noch in Praxis sein. Je mehr jedoch das Christentum bekämpft und verdrängt wird, erscheint das Heidentum in neuer Form wieder. Auch der Kannibalismus ist durch das Heidentum wieder erweckt worden. In Hollywood, glaubt man diversen Informanten, gäbe es Kannibalismus. Aber auch die neuheidnische Klimareligion verlangt inzwischen den Kannibalismus als eine Lösung für den angeblichen menschgemachten Klimawandel.

Als Jude hat Jacques Attali natürlich kein Verständnis für das Opfer Christi. Daß das Brot und der Wein in jeder katholischen Messe in das Fleisch und Blut Christi gewandelt wird, haben damals schon zur Zeit Jesu die Juden nicht verstanden. Die Heiden natürlich erst recht nicht. Aber selbst die Protestanten behaupteten, daß wir Katholiken mit diesem Opfer Kannibalismus praktizierten. Und selbst Katholiken glauben nicht mehr an Jesu Wort: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herab gekommen ist… Wahrlich, wahrlich, sag ich euch, wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht essen und sein Blut nicht trinken werdet, so werdet ihr das Leben nicht in euch haben. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben: und ich werde ihn am Jüngsten Tag auferwecken.“ (Joh. 6, Vers 51 u. 54f)

Der Kannibalismus besteht heute in Form des Transhumanismus

Jacques Attali macht auch deutlich, daß der Kannibalismus heute in Form des Transhumanismus weiter besteht. Denn der Transhumanist leugnet den Tod. Was könnte Attali denn anderes meinen als den Transhumanismus, wenn er sagt, den Tod leugnen, d. h. den Tod überwinden. Der Transhumanismus ist der Kannibalismus unserer Tage, indem er das menschliche Leben zu einer Ware machen will. Aus dem Menschen macht der Transhumanist einen Roboter, der wiederum einen Roboter verschlingt, d. h. ihn verändert. Der Kannibalismus ist für Jacques Attali eine Metapher für einen unmenschlichen Fortschritt. Deshalb möchte auch er die Welt verändern. Als Nicht-Christ und Sozialist wird ihm eine menschliche Neuordnung aber auch theoretisch nicht gelingen.

Dawkins und Söderlund Neue Hüter der kannibalischen Ordnung

Der Stockholmer Hochschulprofessor und Verhaltensforscher Magnus Söderlund hatte jüngst auf einer Gastronomie-Messe darüber referiert. Auch der britische Evolutionsbiologe Richard Dawkins bekundet Gefallen an der Idee des Kannibalismus. Wir sollten unsere Haltung zum Kannibalismus doch überdenken. (Quelle: Schwedischer Professor schlägt Kannibalismus gegen Klimawandel vor)

Der „Business Insider“ berichtet: „Die Idee, Kannibalismus zur Ergänzung unserer Lebensmittelversorgung einzusetzen, ist nicht neu. Im Jahr 2018 fragte sich der Evolutionsbiologe Richard Dawkins, ob es möglich sein würde, Fleisch aus geernteten menschlichen Zellen in einem Labor anzubauen (…) Für Dawkins und Söderlund könnte Kannibalismus eine Möglichkeit sein, sich auf eine Zukunft vorzubereiten, in der die Vorräte an einigen wichtigen Grundnahrungsmitteln ausgelöscht werden. Da klimabedingte Katastrophen wie Überschwemmungen, Dürren und extreme Hitze immer häufiger und extremer werden, wird es für landwirtschaftliche Erzeuger schwieriger sein, Pflanzen anzubauen.“

Das Buch „Hüter der kannibalischen Ordnung“ ist übrigens bei Amazon erhältlich.

Aussage von Jaques Attali im Nachrichtenmagazin L’Express

Es ist wirklich erstaunlich, daß Leute, die im Finanzbereich tätig sind, sich nicht zu schade sind, Zitate so zusammen zu schneidern, daß ein neuer Inhalt entsteht. So heißt es auf der Website von Gratz Consulting:

„Die Geschichte lehrt uns, daß sich die Menschheit nur dann signifikant weiterentwickelt, wenn sie wirklich Angst hat. Der Beginn einer Pandemie könnte eine dieser strukturierenden Ängste auslösen. Dann werden wir viel schneller, als es allein aus wirtschaftlichen Gründen möglich gewesen wäre, die Grundlagen für eine echte Weltregierung schaffen können.“

Kein Hinweis, daß durch Auslassungs-Pünktchen zwischen den Sätzen noch weitere, viele Sätze folgen. Wir müssen schon auf die Originalseite von L’Express gehen, um zu lesen, was Jacques Attali wirklich gesagt hat:

Die Geschichte lehrt uns…

„Die Geschichte lehrt uns, daß sich die Menschheit nur dann signifikant weiterentwickelt, wenn sie wirklich Angst hat: Sie baut dann zunächst Abwehrmechanismen auf; manchmal unerträglich (Sündenböcke und Totalitarismen); manchmal vergeblich (Ablenkung); manchmal wirksam (Therapeutika, ggf. unter Verwerfung aller bisherigen moralischen Prinzipien). Dann, wenn die Krise vorbei ist, transformiert sie diese Mechanismen, um sie mit der individuellen Freiheit kompatibel zu machen, und schreibt sie in eine demokratische Gesundheitspolitik ein.

Die sich abzeichnende Pandemie könnte eine dieser strukturierenden Ängste auslösen.

Wenn die Pandemie nicht schwerwiegender ist…

Wenn sie nicht schwerwiegender ist als die beiden vorangegangenen Befürchtungen, die mit der Gefahr einer Pandemie verbunden waren (die Rinderwahnsinns-Krise 2001 in Großbritannien und die Vogelgrippe-Krise 2003 in China), wird sie zunächst erhebliche wirtschaftliche Folgen haben (Rückgang des Luftverkehrs, Rückgang des Tourismus und des Ölpreises); sie wird etwa 2 Millionen Dollar pro infizierter Person kosten und die Aktienmärkte um etwa 15 % fallen lassen; die Auswirkungen werden sehr kurzfristig sein (Chinas Wachstumsrate fiel nur im zweiten Quartal 2003, um dann im dritten Quartal zu explodieren); sie werden auch organisatorische Konsequenzen haben (2003 wurden in ganz Asien sehr rigorose polizeiliche Maßnahmen ergriffen; die Weltgesundheitsorganisation richtete weltweite Alarmverfahren ein; und einige Länder, insbesondere Frankreich und Japan, legten beträchtliche Reserven an Medikamenten und Masken an).

Wenn sie etwas ernster ist…

Wenn sie etwas ernster ist, was möglich ist, da sie durch den Menschen übertragbar ist, wird sie wirklich planetarische Folgen haben: wirtschaftlich (Modelle deuten darauf hin, dass sie zu einem Verlust von 3 Billionen Dollar führen könnte, d. h. zu einem Rückgang des weltweiten BIP um 5 %) und politisch (wegen der Ansteckungsgefahr werden die Länder des Nordens ein Interesse daran haben, dass die Länder des Südens nicht krank werden, und sie werden dafür sorgen müssen, daß die Ärmsten Zugang zu den Medikamenten haben, die derzeit nur für die Reichsten gehortet werden); eine große Pandemie wird dann, besser als jeder humanitäre oder ökologische Diskurs, das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines zumindest eigennützigen Altruismus hervorbringen.

Jacques Attali wünscht sich Weltpolizei, Weltlager, Weltsteuersystem und Weltregierung

Und selbst wenn diese Krise, wie wir natürlich hoffen müssen, nicht sehr schwerwiegend ist, dürfen wir nicht vergessen, wie bei der Wirtschaftskrise, Lehren daraus zu ziehen, damit vor der nächsten, unvermeidlichen, Präventions- und Kontrollmechanismen und logistische Prozesse für die gerechte Verteilung von Medikamenten und Impfstoffen eingerichtet werden. Dazu müssen wir eine Weltpolizei, ein Weltlager und damit ein Weltsteuersystem einrichten. Wir werden dann viel schneller, als es allein aus wirtschaftlichen Gründen möglich gewesen wäre, dazu kommen, die Grundlagen für eine wahre Weltregierung zu legen. Durch das Krankenhaus begann in Frankreich im 17. Jahrhundert die Errichtung eines wirklichen Staates. (Quelle: L’Express: Conversation avec Jacques Attali)

Nun, Jaques Attali wünscht sich als Sozialist eine Weltpolizei, ein Weltlager und ein Weltsteuersystem, eine Weltregierung. Nichts Neues also aus dem Lager von Sozialisten. Diese Einstellung können und müssen wir kritisieren und die Pläne zurückweisen. Aber ohne Verleumdungen und falsche Behauptungen gegenüber Personen, die solche unzumutbaren Auffassungen wie Jacques Attali sie hat.

Verleumdung ist eine schwere Sünde

Heute ist es gang und gäbe, Verleumdungen gegen Freund und Feind auszustreuen. Genährt wird diese Todsünde durch die moderne Kommunikation, da vor allem in den Sozialen Medien. Denn die Faulheit grassiert in der Weise, ungeprüft alles zu übernehmen, was seiner eigenen Gesinnung paßt. Dazu gehört auch, Texte oder Nachrichten zu verbreiten, die keine Quellenangabe haben. So läßt sich alles verbreiten, was wahr oder unwahr oder halt auch halbwahr ist. Eine besondere Krankheit in unseren Zeiten ist die Leichtgläubigkeit. Von dieser Krankheit sind Katholiken nicht ausgenommen. Im Gegenteil. Doch sie sollten wissen und sich vergegenwärtigen, was der heilige Geist sagt: „Der Verleumder ist ein Gräuel den Menschen.“ (Sprichw. 24) Wir sind verpflichtet, die Wahrheit zu suchen und zu benennen; auch und vor allem gegenüber unseren Feinden, die nur darauf warten, uns wegen Verleumdung und falscher Aussagen zu verfolgen.

Die Verleumdung ist eine Sünde gegen die Wahrheit

Die Verleumdung ist immer eine Sünde wider die Gerechtigkeit, ein Diebstahl der Ehre und des guten Namens, des wertvollsten Besitzes; denn: „der gute Name ist besser als viel Reichtum.“ (Sprichw. 22)

Die Bosheit dieser Sünde ist um so größer, je schlechter die Ursache ist, warum du Jemanden verleumdest: z. B. Rache, Neid, Schadenfreude; je angesehener und einflußreicher die Person – Vater, Mutter, Beamter, Pfarrer, Bischof … ist, welche du verleumdest: je schwerer das die Ehre, die Sittlichkeit, das Ansehen und die Würde verletzende Verbrechen ist, welches du erdichtest: je wichtiger und empfindlicher der Schaden ist, welcher für die verleumdete Person und ihre Familie daraus entsteht: je größer und in seinen Folgen für das Seelenheil Anderer verderblicher das Ärgernis ist, welches du verursachst: in je weiteren Kreisen durch Reden, durch Zeitungen, durch Bücher du die Verleumdung ausbreitest. Wenn du diese sechsfache Rücksicht auf die Verleumdung, … , anwendest, so zeigt sich dir die Bosheit dieser Sünde in entsetzlicher Gestalt. (Otto Bitschnau OSB, Die Bosheit der Verleumdung)

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