Historie

Seuchen in Mittelalter und Neuzeit

Die Seuchen im Mittelalter und in der Neuzeit

Mit dem Protestantismus und den gottlosen Aufklärern wurde das Märchen von dem dunklen und abergläubischen Mittelalter verbreitet. Es gibt gute katholische Literatur, die das Gegenteil beweisen. An dieser Stelle soll nur an dem Beispiel der Pest gezeigt werden, welcher Unterschied besteht zwischen dem Umgang mit dieser Seuche und dem Umgang mit dem Covid-19 – Virus.

Was zeichnete das Mittelalter aus in Bezug auf die Seuche Pest?

1. Es gab nur eine Religion in Europa, die katholische Religion. Unter dem Dach der katholischen Kirche und der katholischen Könige und Fürsten sowie eines katholischen Kaisers lebten die Menschen gläubig ihr Leben. Auch die Obrigkeiten taten dies. Auch wenn nicht alle Gläubigen in ihrem sittlichen Verhalten einwandfrei waren, die Obrigkeiten oft nach ihren Machtgelüsten handelten statt nach den Geboten Jesu Christi, so war doch insgesamt klar, daß das Leben nach dem katholischen Glauben und den christlichen Sitten zu führen war.

2. Da die Obrigkeiten katholisch waren, haben sie die Anweisungen der Kirche respektiert und befördert. Dies heißt, daß Bußprozessionen während der Pest durchgeführt werden konnten. Die Obrigkeiten haben diese nicht verboten. Auch durften Priester den Pestkranken die Beichte abnehmen und die heiligen Sterbesakramente spenden.

3. Die Kirche hat Bußprozessionen organisiert, weil sie wußte, daß eine Seuche, die die Menschen heimsucht, eine Strafe Gottes ist. Denn die schweren Sünden, die Gott ein Gräuel sind, werden auch schon auf Erden gestraft.

4. Die Priester haben sich nicht gescheut, zu den Pestkranken zu gehen, Beichte zu hören und ihnen die Sterbesakramente zu spenden. Dies taten sie auch mit der Gefahr, selber angesteckt zu werden und sterben zu müssen.

5. Auch Laien haben sich zur Pflege von Pestkranken eingesetzt. Als um die Mitte des 14. Jahrhunderts die schreckliche Pest einen großen Teil Europas verheerend durchzog, bildeten sich fromme Gesellschaften für Krankenpflege und Totenbestattung.

Die hl. Katharina von Siena hat sich durch ihre heldenmütige Aufopferung bei der großen Pest 1374 und als Engel des Trostes in den öffentlichen Spitälern großes Ansehen bei ihren Mitbürgern erworben.

Aber auch in der Neuzeit, z. B. zur Zeit der schrecklichen Pest 1720 in Marseille wurden alle Ordensgeistliche des Servitenordens dieser Stadt bis auf zwei als Opfer der Nächstenliebe hinweg gerafft. Auch in den übrigen Klöstern der Provinz fielen die meisten dieser Krankheit anheim, so daß nur 20 Priester übrig blieben.

Was zeichnet die Neuzeit aus in Bezug auf die Seuche Covid-19?

Die moderne Politik begann in Frankreich. Heute gibt es kein katholisches Europa mehr. Und es  gibt keine katholischen Staaten und Obrigkeiten mehr, die nach den sittlichen und moralischen Lehren der katholischen Kirche handeln. Gottlosigkeit, Gottvergessenheit, Gotteslästerungen und unsittliches Leben und Treiben ist die Wirklichkeit in unserer aufgeklärten Zeit. Die Obrigkeiten haben die zehn Gebote Gottes gegen eigene Gebote ausgetauscht. Es sind menschliche Ethikvorstellungen, die ihrem eigenen Dünken entspringen, aber gottlos sind. Denn diese Vorstellungen widerstreiten den Geboten Gottes zutiefst. Die gottlosen und unsittlichen, anti-christlichen Gesetze, die immer weiter noch befördert und gutgeheißen werden, stinken zum Himmel.

Die Obrigkeiten sind mit ihrem Handeln gegenüber ihrer Bevölkerung rechtlich und moralisch verantwortlich. Ebenso sind sie verantwortlich gegenüber Gott. Ihr Verhalten zeigt mit aufhellender Deutlichkeit in dieser Zeit des Covid-19 – Virus, daß sie alles getan haben, um die Menschen in ihrer Not allein zu lassen. Mit ihren überzogenen Maßnahmen haben sie viele Menschen erst in die größte Not gebracht, selbst bis zum Selbstmord getrieben. Nicht Covid-19 ist die Seuche, die die Menschen tötet, sondern die wahre Seuche ist das gottlose Verhalten der Verantwortlichen, die Leib und Seele der Menschen in den Tod führen.

Seuchenmedizin und Nächstenliebe

Die Medizin und die Bekämpfung der Seuchen war im Mittelalter nicht so weit fortgeschritten wie heute, dafür war aber die Nächstenliebe, die Sorge um Arme, Kranke und Sterbende und die Sorge um ihr Seelenheil erheblich größer als heute.

Heute dagegen ist die Seuchenmedizin so weit fortgeschritten, daß sie nicht mehr in der Lage ist, zu beweisen, was wahr und falsch ist in der Bekämpfung von Seuchen; dagegen aber nimmt die Nächstenliebe um so mehr ab, je mehr die Liebe zu Christus erkaltet. Daraus folgt auch, daß die Frage des Seelenheiles der Menschen kein Gewissen mehr beunruhigt.

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