Religion

Ist der Heilige Geist Urheber der Spaltung?

Heiliger Geist oder Geist des Teufels – das ist hier die Frage

Um die ganze Tragweite der Irrlehren, basierend auf dem Räuberkonzil unter Montini alias Paul VI., zu begreifen, reicht es nicht aus, zu behaupten, auch Päpste könnten Häresien verbreiten. Abgesehen davon, daß die Aussage, auch Päpste der katholischen Kirche könnten Irrlehren verbreiten, falsch ist, beinhaltet diese Aussage, daß die Katholiken sich nicht mehr an den Lehren der Päpste orientieren können bzw. dürfen. Sie sind damit entweder ihr eigener Papst und Lehrer, oder sie orientieren sich an solchen Möchtegern-Päpsten, die angeblich wissen, was die richtige Lehre ist. Doch die Vertreter dieser Richtung übersehen, daß der Heilige Geist die Päpste vor Irrtum in Glaubens- und Sittenlehre schützt. Der Heilige Geist stellt sicher, daß kein Papst irgendeine Häresie lehrt. Doch Jorge Bergoglio lehrt in seiner diesjährigen Pfingstpredigt, daß der Heilige Geist Urheber der Spaltung sei. Haben wir richtig gelesen? Ist der Heilige Geist Urheber der Spaltung?

Bergoglio ist wirklich schamlos in seinen Einbildungen. Darüber hinaus hat er wie alle konziliaren Revolutionäre nicht die Salbung von Gott, dem Heiligen Geist, erhalten. Denn sie verbreiten die Irrlehre, daß die Dritte Person der Heiligsten Dreifaltigkeit durch sie die katholische Kirche in ’neue Richtungen‘ führen kann, wie dies im Räuberkonzil geschah. Aber ihre „Glaubensbereicherung“ steht eklatant im Widerspruch zu den Glaubensartikeln der Katholischen Kirche.

Doch seltsamer Weise fanden wir keinen Aufschrei, als Jorge Bergoglio in seiner Pfingstpredigt den Heiligen Geist auf unerträgliche Weise lästerte. Selber sind wir auf diese Lästerung aufmerksam geworden durch einen Kommentar von Louie Verrecchio mit dem Titel „Trinitarische Häresie: Der interpretative Schlüssel zur Krise“.

Zugegeben, die Trinitarische Häresie der Konzilspäpste ist zu wenig bekannt. Das mag der Grund sein, daß die folgende Frage nach dieser Pfingstpredigt nicht aktuell gestellt wird. Wer leitet die Konzilskirche? Ist es der Heilige Geist oder der Geist des Teufels?

Die Lästerung des Heiligen Geistes durch Jorge Bergoglio

Doch befassen wir uns zunächst mit der Pfingstpredigt des Herrn Bergoglio.

Konkret lästerte Jorge den Heiligen Geist am Pfingstsonntag (5. Juni 2022), an dem die Kirche die Herabkunft der dritten Person der Dreifaltigkeit feiert. Er predigte tatsächlich diesen Unsinn:

„Und schließlich ist der Heilige Geist seltsamerweise der Urheber der Spaltung, des Aufruhrs, einer gewissen Unordnung. Denken Sie an den Pfingstmorgen: Er ist der Urheber… er schafft die Spaltung der Sprachen und Haltungen… das war ein Aufruhr! Doch gleichzeitig ist er auch der Urheber der Harmonie. Er spaltet durch die Vielfalt der Charismen, aber es ist eine falsche Spaltung, denn die wahre Spaltung ist Teil der Harmonie. Er schafft die Spaltung mit den Charismen und er schafft die Harmonie mit all dieser Spaltung. Das ist der Reichtum der Kirche.“ (englisch)

Zur Bestätigung, daß Jorge Bergoglio dies tatsächlich gesagt hat, sei hier von der Vatikan-Presse auch die Version in deutsch angegeben:

„Und zum Schluss – das ist das Kuriose – ist der Heilige Geist der Urheber der Spaltung, ja des Aufruhrs, einer gewissen Unordnung. Denken wir an den Pfingstmorgen: Der Autor schafft eine Unterscheidung der Sprachen, der Haltungen … das war ein Aufruhr! Aber er ist auch der Urheber der Harmonie. Er trennt mit der Auffächerung der Charismen, aber es ist eine vorgetäuschte Trennung, denn der wirkliche Gegensatz fügt sich in die Harmonie ein. Er bewirkt die Aufteilung mit den Charismen und bildet die Harmonie mit all dieser Spaltung, und das ist der Reichtum der Kirche.“ (Deutsch) (Quelle: Vatikan-Presse: Heilige Messe am Pfingstsonntag, 05.06.2022)

Die Herabkunft des Heiligen Geistes laut Apostelgeschichte

Was berichtet der hl. Evangelist Lukas in der Apostelgeschichte über die Herabkunft des Heiligen Geistes?

„Als der Tag des Pfingstfestes angekommen war, waren alle beisammen an demselben Ort.
Da entstand plötzlich vom Himmel ein Brausen, gleich dem eines daher fahrenden gewaltigen Windes, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen.
Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen, wie Feuer, und es ließ sich auf einen jeden von ihnen nieder.
Und alle wurden mit dem heiligen Geist erfüllt, und fingen an, in verschiedenen Sprachen zu reden, so wie der heilige Geist es ihnen gab auszusprechen.“ (2, Vers 1-4)

Die Frage der Sprachengabe

Allioli erklärt uns zur Frage der Sprachengabe:

„Sie redeten plötzlich verschiedene Sprachen, und nicht nur sie selbst verstanden sich einander, sondern auch von anderen wurden sie verstanden. Weil sie glaubten, darum redeten sie. Der Irrtum und die Sünde hatten die verschiedenen Sprachen erzeugt, so daß sich die Menschen einander nicht mehr verstanden und darum getrennt wurden (1. Mos. 11, 6ff). Der Geist der Wahrheit und Gnade ließ zwar die verschiedenen Sprachen bestehen, so wie er zu unserer Demütigung auch andere Folgen der Sünde nicht aufgehoben hat. Aber er bewirkte, daß die Menschen, obwohl sie in verschiedenen Sprachen redeten, sich einander verstanden.

Dies bewirkt er fortwährend im Christentum, zwar nicht so wie bei den Aposteln und Jüngern, welche die verschiedenen Sprachen wirklich redeten und verstanden, aber durch den Einen Glauben und die Eine Liebe, welche als Eine Sprache alle Menschen miteinander verständigt und in Eine Familie vereinigt. Darum sagt der heilige Augustin: Der Geist des Stolzes zerteilte die Sprachen; der heilige Geist vereinigte sie.“ (Allioli, aus der Vulgata, Bd. 5, S. 380)

Jorge Bergoglio beschuldigt den Heiligen Geist der Spaltung

Jorge Bergoglio, der Häretiker, jedoch beschuldigt den Heiligen Geist, nicht nur die Spaltung zu verursachen, sondern auch deren Quelle zu sein! Nicht die Sünde war die Ursache der Spaltung und der verschiedenen Sprachen, sondern der Heilige Geist!

Louie Verrecchio erklärt den ‚Heiligen Geist‘, wie Bergoglio ihn beschrieb, als in Wirklichkeit das Lebensprinzip, das der konziliaren Kirche innewohnt, einer gefälschten Kirche, der Bergoglio als Oberhaupt dient.

„Der Katechismus des Konzils von Trient“, so Verrecchio, „erklärt die Dichotomie, die zwischen den beiden besteht, sehr gut.“

In diesem Katechismus lesen wir unter Punkt 18. „Die Kirche kann in Lehren des Glaubens und der Sitten nicht irren“:

„Aber wie diese Kirche nicht irren kann in der Überlieferung der Glaubens- und Sittenlehre, da sie vom Heiligen Geist regiert wird; so sind notwendigerweise alle übrigen, welche sich den Namen ‚Kirche‘ anmassen, da sie vom Geist des Teufels geleitet werden, in den gefährlichsten Irrtümern bezüglich der Lehre und der Sitten befangen.“

Der Geist, den Jorge Bergoglio beschreibt, ist der Geist des Teufels.

Trennung der Seele vom Leib bedeutet Tod

In seiner „Grundriss der Dogmatik“, die jeder Priesterkandidat als Kompendium lernen musste, hat Ludwig Ott über den Heiligen Geist und die Kirche (§11) die Wirksamkeit des Paraklet in der einen wahren Kirche Christi beschrieben.

„Der Heilige Geist ist die Seele der Kirche. Sent. communis.“

„Während der Hl. Geist die Seele der Kirche ist, ist die rechtlich organisierte, sichtbare Gemeinschaft der Gläubigen der Leib der Kirche. Beide bilden miteinander ein zusammengehöriges Ganzes, ähnlich wie die Seele und der Leib im Menschen.“ (S. 342)

Der hl. Augustin vergleicht das Wirken des Hl. Geistes in der Kirche mit dem Wirken der Seele im Leib: „Was die Seele für den Leib des Menschen ist, das ist der Hl. Geist für den Leib Christi, d.i. die Kirche. Das wirkt der Hl. Geist in der ganzen Kirche, was die Seele in allen Gliedern des einen Leibes wirkt.“ (Ott, S. 341)

Wenn sich im Menschen die Seele vom Leib trennt, bedeutet das den Tod des Menschen. Louie Verrecchio fordert nun seine Leser auf, intensiv darüber nachzudenken, was für Konsequenzen die Trennung der Seele vom Leib der Kirche bedeutet. Denn mit dem Räuberkonzil unter Montini und den von ihm promulgierten Häresien waltete nicht mehr der Heilige Geist. Der Heilige Geist, der die Seele der Kirche ist, hat sich von der „rechtlich organisierten sichtbaren Gemeinschaft der Gläubigen“, die der Leib der Kirche ist, getrennt.

Die Spaltung ist ein Markenzeichen der Sekten

Der hl. Irenäus sagt: „Wo die Kirche ist, da ist auch der Geist Gottes; und wo der Geist Gottes ist, dort ist die Kirche und alle Gnade.“

Der hl. Augustin sagt außerdem: „Einem abgetrennten Glied folgt nicht der Geist.“ (Augustin) (Ott, S. 342) Denn, so Augustin, „vom Geist Christi lebt nur der Leib Christi… Willst du also vom Geist Christi leben? Sei im Leib Christi!“

Das Zitat aus dem Römischen Katechismus verdeutlicht außerdem, daß die katholische Kirche wegen der Anwesenheit des Heiligen Geistes als ihre Seele nicht irren kann. Die häretischen Sekten dagegen irren mit Leichtigkeit.

Deshalb ist es wahr, wenn wir sagen, daß in nicht-katholischen Gesellschaften, die es wagen, sich den Namen Kirche zu geben, der Geist Gottes nicht ist. Und damit sind sie auch nicht die eine wahre Kirche, die alleinige Arche des Heils. Daher können solche Gesellschaften kaum als heilsbringend angesehen werden, da ihnen der Geist Gottes fehlt.

Nun behauptet das Räuberkonzil unter Montini, daß „die getrennten Kirchen und Gemeinschaften als solche, auch wenn wir sie in mancher Hinsicht für mangelhaft halten, keineswegs ihrer Bedeutung und Wichtigkeit im Heilsgeheimnis beraubt worden sind. Denn der Geist Christi hat es nicht unterlassen, sie als Mittel des Heils zu gebrauchen, die ihre Wirksamkeit aus der der Kirche anvertrauten Fülle der Gnade und der Wahrheit selbst beziehen.“ (UR 3)

Das Räuberkonzil macht für die angeblich heilsbringende Natur der vielen tausend Sekten das Wirken des Geistes Christi verantwortlich. Es soll angeblich derselbe Heilige Geist sein, der für die Unveränderlichkeit der katholische Lehre sorgt. Wie der hl. Thomas schreibt: der Heilige Geist eint, belebt, lehrt, heiligt die Kirche, wohnt ihr inne,…“. (Ott, S. 342).

Die Spaltung ist auch ein Markenzeichen der Konzilssekte

Wenn die Behauptungen des Konzils jedoch wahr wären, dann wäre Jorges Beschreibung des Heiligen Geistes als ‚Urheber der Spaltung‘ völlig gerechtfertigt. Die Spaltung ist ja ein Kennzeichen der protestantischen Sekten, von denen jede ihre eigenen besonderen liturgischen Vorstellungen, ihre eigenen Lehrmeinungen, ihre eigenen Vorstellungen davon, was für die Erlösung erforderlich ist, usw. hat.

Doch wie wir bereits oben festgestellt haben, ist auch der Geist, von dem Jorge Bergoglio spricht, der Geist der Konzilssekte. Denn was von den protestantischen Sekten gesagt werden kann, dasselbe kann weitgehend auch von der konziliaren Sekte gesagt werden. So finden wir in den einzelnen Gemeinden immer häufiger eine Liturgie, die so einzigartig kreiert wird von ihrem Gemeindevorsteher oder ihrem Pfarrgemeinderat. Auch gibt es genügend Gemeindevorsteher, die ihre eigenen (allzu oft heterodoxen) Vorstellungen darüber haben und lehren, was christlicher Glaube und Moral sind.

„Die Quintessenz“, so Louie Verrecchio, „ist, daß die konziliare Kirche und die häretischen protestantischen Sekten in der Tat von der wirksamen Gegenwart ein und desselben Geistes durchdrungen sind.“ Obwohl beide gerne behaupten, es sei der Geist Christi, wissen wir: Es ist, in den Worten des römischen Katechismus, „der Geist des Teufels“.

Diejenigen, die behaupten, daß die Kirche sich im Glauben oder in der Moral irren kann und dies auch tatsächlich getan hat, scheinen deshalb die Tragweite ihrer Behauptungen nicht realisieren zu wollen. Sie erklären nämlich tatsächlich im Wesentlichen, daß sich der Geist der Wahrheit vom Leib der Kirche getrennt hat. Damit ist die Kirche aber im Todeszustand. Dazu haben wir bereits einen Beitrag mit dem Titel „Wann das Geheimnis von Fatima sich erfüllte“ geschrieben. Wir erleben stattdessen eine gefälschte Kirche, deren Seele der Geist des Teufels ist.

Die Trinitarische Häresie bei Karol Wojtyla

Bergoglios häretische Heilig-Geist-Predigt ist Teil der Trinitarischen Häresie, die durch das Räuberkonzil und vor allem durch die explizite Allerlösungslehre von Karol Wojtyla allgemeine Lehre der gefälschten Kirche geworden ist.

An dieser Stelle soll ausdrücklich betont werden, daß die drei Lehrschreiben von Karol Wojtyla, die er als ‚Papst Johannes Paul II.‘ geschrieben hat, nach Johannes Dörmann „dogmatische Enzykliken“ sind. (Siehe Johannes Dörmann, Johannes Paul II. Sein theologischer Weg, S. 612)

Es handelt sich um die Schreiben

  • Redemptor hominis
  • Dives in misericordia
  • Dominum et vivificantem

Diese Schreiben lehren dem Inhalt nach die Allerlösung.

Daraus ergibt sich natürlich ein Problem. Denn die katholische Kirche hatte diese Irrlehre des Karol Wojtyla niemals gelehrt. Mehr noch: die neue Irrlehre stellt einen dogmatischen Traditionsbruch dar. Die Frage lautet daher: Wie will Wojtyla die überlieferte Wahrheit der Erlösung mit der neuen Irrlehre in Einklang bringen? Sein Trick, den auch das Räuberkonzil unter Montini (‚Paul VI.‘) bereits für die Legitimation seiner Irrlehren in den Konzilsdokumenten benutzte, heißt „Glaubensbereicherung“. Der angeblich alte Glaube hat durch das Räuberkonzil eine „Glaubensbereicherung“ erfahren. Das bedeutet, daß das 2. Vatikanum mit ihren Lehren

  • aus dem unvollständigen Wissen der Kirche ein vollständiges Wissen des Konzils machte,
  • von der überlieferten Wahrheit der Kirche zur „vollen Wahrheit“ des Konzils kam.

Die „volle Wahrheit“ über das Geheimnis der Erlösung ist demnach für die Neuerer die Allerlösung.

Woher die Anmaßung, Wissen und Wahrheit durch Irrlehren zu ersetzen?

Doch woher maßen sie sich das Recht an, Wissen und Wahrheit der Kirche durch Irrlehren zu ersetzen und vermessen zu behaupten, ihre Irrlehren seien „vollständiges Wissen“ und „volle Wahrheit“ der kirchlichen Glaubenslehre?

Nun, sie behaupteten, daß es der Heilige Geist gewesen sei, der ihnen dieses neue Wissen eingegeben habe. Doch auch hier musste eine häretische Lehre über den heiligen Geist geschaffen werden, um ihrer Dreistigkeit Legitimität zu geben.

Johannes Dörmann schreibt über die Enzyklika „Dominum et vivificantem“, daß Wojtyla darin den Vers Joh. 14, 16f. nicht vollständig zitiert, sondern ihn nach den ersten Worten abbricht, „obwohl eine Aussage über den ‚Geist der Wahrheit‘ folgt, die für den Begriff des Parakleten wesentlich ist…“ Der Grund kann nur darin liegen, so Dörmann, „eben diese wichtige Aussage aus der Begriffsbestimmung des Parakleten auszublenden.“ (S. 630) Denn der vollständige Text von Joh. 14, 16f. ist mit der Allerlösungslehre nicht vereinbar.

Der Vater gibt nämlich „den „Geist der Wahrheit“ nicht unterschiedslos allen Menschen, sondern nur den Jüngern, weil sie Christus kennen, lieben und an ihn glauben, aber nicht der „Welt, weil sie überhaupt kein Organ dafür hat, ihn zu empfangen… Der „Geist der Wahrheit“ wird allein den Jüngern als „Advokat gegeben, um ihnen bei ihrem Einsatz für die geoffenbarte Wahrheit in der zu erwartenden Auseinandersetzung mit der Welt Beistand zu leisten.“ (S. 630f)

Der Grund für die Trinitarische Häresie ist die Allerlösungslehre

Johannes Dörmann schließt aus seiner Analyse:

„Der Grund für die Unterlassung ist die Allerlösungslehre. Die angemessene Einführung der Jünger Christi in die „ganze Wahrheit“ des Mysteriums Christi durch den Glauben ist für den Papst natürlich die Einführung in das Mysterium der Allerlösung, das der Kirche erst auf dem 2. Vatikanum offenbart wurde. Das Wissen um die Allerlösung macht die Mission der Kirche nicht überflüssig, es verändert jedoch ihren Charakter grundlegend.“ (S. 640)

„Danach ist es Aufgabe der Kirche des 2. Vatikanum, das Geheimnis der Allerlösung allen Menschen zu verkünden. Das Verhältnis der Kirche zur nichtchristlichen Menschheit ist kein Verhältnis, das durch den heilsnotwendigen Glauben, der über Heil und Unheil entscheidet, bestimmt wird, sondern durch ein Verhältnis des Bewusstseins. Das Wissen um die Allerlösung, das erst die Kirche des 2. Vatikanums in der Ausdrücklichkeit ihres bewussten Glaubens besitzt, ist der nichtchristlichen Menschheit zu verkünden und bewusst zu machen. Das geschieht, wie inzwischen heute jedermann offenkundig, durch den gegenseitigen Austausch spiritueller Güter im interreligiösen Dialog.“ (ebd.)

Karol Wojtyla übernimmt die Häresie des Photius

Auch in Bezug auf Joh. 15,26 ist das Zitat in der Enzyklika unvollständig. Der Vers wird bewusst selektiv zitiert. Der Vers lautet vollständig: „Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird er Zeugnis von mir geben.“

Nach dem biblischen Text geht der Heilige Geist nicht nur vom Vater aus. Auch der Sohn sendet ihn vom Vater. Danach erfolgt die Sendung des Heiligen Geistes nicht vom Vater allein, sondern vom Vater und vom Sohn. Es ist katholische Lehre, daß allein der Sohn durch Zeugung aus dem Vater, der Heilige Geist jedoch durch Hauchung aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht. (S. 643)

Dies zeigt sich nicht nur in der abendländischen Kirche durch das ‚filioque‘ der Trinitätslehre, sondern auch in der Formulierung ‚ex Patre per filium‘ der rechtgläubigen griechischen Väter. „Denn der Unterschied dieser beiden rechtgläubigen Bekenntnisformeln betrifft nicht die Substanz, sondern nur die Auffassungs- und Darstellungsweise. Hier waren Missverständnisse möglich, aber in der Sache selbst besteht kein Gegensatz.“ (S. 644)

Dagegen folgt zwingend aus der Sendungsformel der Enzyklika von ‚Papst Johannes Paul II.‘: Wenn allein der Vater „kraft seiner Vaterschaft“ den Sohn und den Heiligen Geist sendet, so ist der Vater der einzige innertrinitarische Ursprung sowohl des Sohnes als auch des Heiligen Geistes. Dies ist nichts anderes als die Irrlehre des Photius. Sie bedeutet seitdem einen wirklichen Gegensatz zu beiden Traditionen. „Wenn Photius in diesem Punkt Vorläufer hatte, waren es allenfalls ältere griechische Häretiker.“ (Matthias Scheeben) Die Synode von Konstantinopel im Jahr 879 unter dem Patriarchen Photius verwarf das „Filioque“ der Lateiner als häretisch. Die römische Kirche jedoch verwarf die Photianische Häresie.

Die Konzilskirche übernimmt die photianische Häresie durch Karol Wojtyla

Der Dogmatiker Matthias Scheeben bezeichnete das Photianische Schisma als „das größte und nachhaltigste“ von allen Schismen in der Kirche, weil die Häresie des Photius „in Gott selbst ein Schisma hineinträgt.“ (S. 645) Sie trennt den Hervorgang oder Ursprung des Heiligen Geistes aus dem Vater vom Sohn.

Johannes Dörmann erläutert nun die Übernahme der Photianischen Häresie durch die Konzilskirche.

Der „Päpstliche Rat“ hat in einer Klarstellung die häretische These Karol Wojtylas übernommen und am 24. Mai 1996 im Osservatore verlautbaren lassen, daß der Heilige Geist seinen Ursprung aus dem Vater allein nimmt. Der Text lehrt nicht nur die Photianische Häresie, sondern importiert sie fälschlicherweise auch noch in das Bekenntnis des I. Ökumenischen Konzils von Konstantinopel im Jahr 381 und scheut sich nicht, das griechische Wort für ‚allein‘ zum konziliaren Wortlaut einfach hinzuzufügen. „Man denkt unwillkürlich an die Hinzufügung des „allein“ bei Luther: der Glaube „Allein“ und die Schrift „Allein“. Jetzt ist es der Vater „allein“!“ (S. 648)

Bergoglios häretische Predigt über den „Heiligen Geist“ wie die Häresien und Spaltungen innerhalb der vatikanischen Sekte sind Früchte der trinitarischen Häresie. Wie Louie Verrecchio abschließend kommentiert:

„Die Natur verabscheut ein Vakuum, aber keine Angst. Die Lücke, die durch die Degradierung des allmächtigen Gottes in der konziliaren Kirche entstanden ist, wurde gefüllt:

„Es ist fast einmütige Auffassung der Gläubigen und der Nichtgläubigen, daß alles auf Erden auf den Menschen als seinen Mittel- und Höhepunkt hinzuordnen ist.“ (II. Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution Gaudium et Spes Über die Kirche in der Welt von heute, 12)

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