Historie

Gottes Eingreifen zum Schutz des Abendlandes

Gottes Eingreifen zum Schutz des christlichen Abendlandes

Drei Beispiele, wie Gott durch Seine Diener das christliche Abendland rettete

Die Schlacht von Poitiers (732) unter dem Pontifikat des Papstes Gregor III.

Gottes Eingreifen zum Schutz des Abendlandes begann schon früh, als Missionare erst begannen, die europäischen Völker zu missionieren.

Im Jahre 711 hatten die mohammedanischen Araber von Nordafrika aus nach Spanien übergesetzt und das westgotische Reich dort beendet. Nachdem die Mauren nun Spanien erobert hatten, drangen sie über die Pyrenäen nach Frankreich vor. Zuerst Südfrankreich verheerend, zog der Feldherr Abderrhaman im Jahre 732, alles verwüstend, gen Tours. In der Ebene zwischen Tours und Poitiers kam es zum Kampf. Karl Martel, der Hausmeier der schwachen Nachkommen des Frankenkönigs Chlodwig, stellte sich den Mauren entgegen. Mit ihm kämpften die Franken und die teils unterworfenen, teils verbündeten christlichen deutschen Volksstämmen. Schließlich wurden die Mohammedaner über die Pyrenäen zurückgeworfen. Damit war ihre Macht gebrochen und das Abendland von einer furchtbaren Gefahr befreit. Papst Gregor III. pries ihn, weil er der Retter Europas war, als einen Mann von Gott gesandt.

Der Sieg von Lepanto (1571) unter dem Pontifikat des hl. Papstes Pius V.

Johannes Höcht schreibt in seinem Buch “Maria rettet das Abendland” über den Seesieg von Lepanto: Gerade Pius V. lehrt uns, daß die Marienverehrung keineswegs eine romantische Angelegenheit, sondern eine sehr reale Sache ist… Denn als damals Europa erneut vor dem Ansturm des Islams erzitterte, hat dieser große Papst nicht nur mit Energie die äußeren Machtmittel der abendländischen Völker mobilisiert… Was noch wichtiger war, er organisierte ähnlich wie Johannes von Capistran die seelischen Energien des Abendlandes. Insbesondere forderte er das inständige Gebet zur allerseligsten Jungfrau. Ganz ähnlich tat dies später Pius XII., auf daß Maria von Gott die große Wende erflehe.

Nachdem es dem Papst gelang, nach langwierigen Verhandlungen einen Bund zwischen Venedig, Spanien und Rom zu stiften, konnte die christliche Flotte unter dem Befehlshaber Don Juan d’Austria die türkische Flotte vernichtend schlagen. Dies konnte nicht ohne Mitwirkung Gottes geschehen. Denn ein Wunder bei der Seeschlacht, wie Pater Vieira in einer seiner Predigten ausführt, beweist Gottes Mitwirken.

Am Tage der Schlacht selbst aber, am 7. Oktober 1571, schloss Papst Pius V. das Volk in seinen Rosenkranz-Bruderschaften zu großen Bußprozessionen zusammen. Er forderte das Volk auf, sich mit ihm in einem nie gekannten Gebetssturm zur himmlischen Mittlerin, der Gottesmutter Maria zu vereinigen.

Die heiligmäßige Büßerin Katharina Cardonne sah in einer visionären Schau die göttliche Majestät. Zu ihrer einen Seite waren die dämonischen Geister, die vor Gott die zahlreichen Sünden niederlegten, die die Christen vor ihm begangen hatten. Sie forderten von ihm die Durchführung seiner göttlichen Gerechtigkeit. Auf der anderen Seite stand die Königin des Himmels, von ihren Engeln begleitet. Sie bot Gott alle in dieser großen Stunde gebeteten Rosenkränze dar.

Dieses große Ereignis, das die gesamte Christenheit von dem furchtbaren Druck der Überflutung durch den Islam befreite, war der Barmherzigkeit Gottes zu verdanken. Der Dank gilt aber auch der mächtigen Fürbitte Maria’s, der Himmelskönigin. Denn sie ist die mächtige Streiterin für den christlichen Sieg und eine mächtige Fürbitterin bei Gott für die Christen.

Der große Sieg von Wien (1683) unter dem Pontifikat von Papst Innozenz XI.

Auch mit der Schlacht von Lepanto war die Gefahr der Türken noch keineswegs beseitigt. Hundert Jahre später bereitete sich ein neuer Ansturm auf die Kultur des Abendlandes vor, der ganz Europa in Schrecken versetzte. Die drohende Machtentfaltung des Islams, die sich über Asien und den ganzen Norden Afrikas erstreckte, wurde zuallererst von den Päpsten erkannt. Jetzt war es Papst Innozenz XI., der die europäischen Mächte aufrief, dem drohenden Sturm zu trotzen.

Der Festtag der Geburt Mariens, der 8. September, war von P. Markus von Aviano, einem heiligmäßigen Kapuziner, in tiefem Vertrauen auf die Macht der seligsten Jungfrau ausersehen worden, um die letzten Vorbereitungen für den entscheidenden Angriff zu treffen. An jenem denkwürdigen Fest der Geburt der seligsten Jungfrau widerhallte weithin im Heer immer wieder der Ruf: „Ich habe gesündigt, ich habe gesündigt, Barmherzigkeit, o Herr!“

Mit dem Kruzifix in der Hand, an dessen unterem Balken ein Bild der Schmerzhaften Mutter befestigt war, eiferte P. Markus von Aviano die Kämpfenden wieder und wieder an, wobei er die Worte wie bei einem Exorzismus rief: „Seht das Kreuz des Herrn, flieht, ihr feindlichen Mächte!“

Türkische Augenzeugen behaupteten, daß sie über dem christlichen Heer eine Riesengestalt erblickt hätten, die, mit einem Kreuz in der Hand, Bewegungen und Gegenbewegungen gemacht hätten. Diese Erscheinung versetzte die Türken in Schrecken und brachten ihre militärischen Aktionen in Verwirrung. Wie von übernatürlicher Gewalt gezwungen, ergriffen sie die Flucht. Diese Flucht des Feindes kam den christlichen Heerführern wie ein Wunder vor.

Beim Einzug in Wien aber begaben sich Sobiesky, der Kaiser und die Führer der christlichen Armeen sogleich zum Gnadenbild der allerseligsten Jungfrau – zum Bildnis des Loreto-Heiligtums in St. Augustinus, um ihr zu danken. Denn in Wahrheit errangen die Christen durch Maria’s mächtiger Fürbitte bei Gott den Sieg.

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