Politik

Eine Wahlempfehlung für Katholiken

Eine allgemeine Wahlempfehlung – Wen Katholiken wählen können

Die Wahl in den Vereinigten Staaten ist gewissermaßen für den Katholiken eine Qual. Soll ich einen protestantischen oder einen katholischen Präsidenten wählen? Dies führt uns zur Frage: Wen kann und darf ich als Katholik wählen?

Alban Stolz, ein katholischer Priester und Schriftsteller während des Badischen Kulturkampfes, hat den Katholiken Empfehlungen gegeben für die Wahl eines Politikers. Die politischen und religiösen Bedingungen von heute sind zwar anders als damals. Trotzdem können wir Katholiken anhand dieser Empfehlungen auch heute bestimmen, welcher Politiker für uns wählbar ist.

1. Wähle einen Mann, von dem du weißt, daß er ein wahrer Christ ist

„Wähle einen Mann, von dem du weißt, er ist ein wahrer Christ, er hat Furcht vor Gott, ein Herz für das Volk, Erfahrung und Besonnenheit, zu wissen, wo es not tut, und Bescheidenheit, daß er sich nicht für den Gescheitesten nach unserem Herrgott ansehe.“

Ein wahrer Christ zu sein heißt, daß er selber die Gebote Gottes hält. Wichtig ist, daß er kein Vielschwätzer ist, sondern dem Volk in Rede und Tat beweist, daß er wahrer Christ ist. Ein Politiker, der die vor Gott versprochene Treue in der Ehe missachtet und sich scheiden läßt, ist kein Vorbild. Auch ein Politiker, der in einer sodomitischen Verbindung sich befindet, ja sogar zivilrechtlich eine Pseudo-Ehe eingegangen ist, steht im Gegensatz zum göttlichen Gebot. Denn die sodomitische Sünde ist dem Herrn ein Gräuel und sollte auch uns Katholiken ein Gräuel sein. Außerdem wissen wir aus der eigenen Geschichte, welche Gräuel aus dieser Sünde hervorgehen können.

Jeder gewählte Politiker, „welcher sein Ansehen und seine Gewalt nicht anwendet, daß in seinem Bezirk Gottes Reich und Gottes Sache, das ist Tugend und wahres Christentum, aufkomme und sich verbreite – ein jeder, der sich nichts darum kümmert, der ist ein Tagedieb vor Gott, und wer dem Christentum noch hinderlich ist, der ist ein Hochverräter an Gottes Reich.“

2. Wähle einen Mann, der Gott mehr fürchtet als den Teufel, die Presse und die Linken

Der Teufel kann kein Politiker werden, sich aber unmoralischer Menschen bedienen. Diese glauben möglicherweise selber nicht an ihren Chef. Aber der Teufel führt sie trotzdem fest am Seil.

Alban Stolz schreibt: „Aber der Teufel hat auf Erden seine Gesellen und Handlanger, welche gleichen Sinn haben und es machen wie der Meister, und auch den Schein von einem Engel des Lichts annehmen. Und wenn dann so einer in die Kammer zu sitzen kommt, so wird er allerlei Reden fallen lassen, die mehr und mehr das Christentum an der Wurzel zernagen, wenn man an solche Reden glaubt und darauf geht; liederliche Zeitungen breiten es dann brav aus mit vielen Lobpreisungen, damit die Menschen, welche aus Schwachköpfigkeit alles glauben, was in einem solchen Schwätzblatt steht, noch mehr betört werden.“

Ja, wie gestern so auch heute; nur heute werden Politiker, die den Presseleuten und anderen globalen Internetgiganten nicht passen, kalt abserviert.

Ein standhafter gläubiger Politiker muss sich heute gefallen lassen, mit der Nazikeule oder anderen absurden Attributen mundtot gemacht zu werden. Ja sogar mit Antifa-Gewalt muss er rechnen, weil er christliche Wahrheiten ausspricht.

Kommunistische Direktive zur Verleumdungstaktik

Die Linken jedweden Couleurs benutzen auch heute noch eine Direktive, die die kommunistische Parteizentrale 1943 an alle Kommunisten in den Vereinigten Staaten erlassen hat. Diese Direktive ist so lehrreich, daß sie hier wiedergegeben werden muss:

„Wenn bestimmte Quertreiber zu irritierend werden, bezeichnen Sie sie nach geeignetem Reklamerummel als Faschisten oder Nazis oder Antisemiten und nutzen Sie das Ansehen antifaschistischer und Toleranzorganisationen, um sie zu diskreditieren. In der Öffentlichkeit assoziieren Sie diejenigen, die gegen uns sind, ständig mit Namen, die bereits einen schlechten Geruch haben. Die Assoziation wird nach genügend Wiederholungen in der Öffentlichkeit zur Tatsache.“ (Quelle: G. Edward Griffin über kommunistische Verleumdungstaktiken)

Es braucht daher sehr viel Mut und Gottvertrauen eines Politikers, diesem Krieg gegen ihn zu widerstehen und seinen christlichen Überzeugungen treu zu bleiben. Wer dies schafft, ist für den Katholiken wählbar.

3. Wähle keinen Politiker, von dem du weißt, daß er kein Christentum hat

„Wähle daher keinen Menschen, von dem man kaum weiß, ob er Religion hat, und was er für eine hat. Denn so einer redet und bestimmt nicht, was das Gottesreich und die wahre zeitliche und ewige Wohlfahrt des Landes fördert, sondern nur was ihm Ehrfurcht oder Eigennutz oder Hass oder Parteisucht einblast, sitzt er links, oder sitzt er rechts.“

Wer kein Christentum hat, hat kein Interesse, daß sich das Reich Gottes ausbreitet. Im Gegenteil, der Verstand dieser Sorte Politiker kommt aus dem Reich der Finsternis. Ein aktuelles haarsträubendes Beispiel finden wir wieder einmal bei der Partei „Die Grünen“. Wir lesen die Schlagzeile „Einmal im Jahr soll jeder ein anderes Geschlecht annehmen können“ und können nur mit Kopfschütteln diesen Vorschlag als einen psychopathischen konstatieren.

4. Wähle keinen abtrünnigen Katholiken

Alban Stolz mahnt uns Katholiken, „am allerwenigsten einem abtrünnigen Katholiken, d. h. einem solchen, der offenbar das Joch der Religion abgeworfen hat“, die Stimme zu geben. Er rät sogar, daß der Katholik dann viel lieber einem Protestanten, der Religion hat, die Stimme gibt. Ein abgelöschter, ungläubiger Katholik ist viel schlimmer als ein Heide. Auch hier können wir aus unserer eigenen Geschichte lernen. „Es ist was Teufelsmäßiges in manchen von ihnen“, schreibt Alban Stolz. Dies gilt in unserer heutigen Zeit auch für die weiblichen Repräsentanten in der Politik.

Wer also solchen Leuten seine Stimme gibt, trägt ebenfalls Verantwortung. Nämlich für das, was diese Politiker und Politikerinnen an Verbrechen am eigenen Volk anrichten.

O glückliches Amerika, wenn es keinen abgelöschten Katholiken zum Präsidenten wählt! (*)

5. Wen also kann ein Katholik wählen?

Lassen wir zum Schluss nochmals unseren katholischen Priester Alban Stolz resümieren:

„Bedenke wohl, was derjenige, welchen du wählst, in seinem Amt anrichtet, daran hast du auch Schuld und Teil an der Verantwortung. Bete darum jedesmal, wenn du wählen sollst, das Vaterunser, und wenn du an die Bitte kommst: ‚Zukomme uns dein Reich!‘ besinne dich: Wer von den Männern, die ich wählen könnte, wird am meisten dazu verhelfen, daß das Reich Gottes, das Reich der Rechtschaffenheit, der Ordnung, der Zucht, des Friedens und der Religiosität mehr komme? Und welchen dir das Gewissen eingibt, den wähle, und wäre es auch dein Feind. Über andere Menschen muss man nur solche setzen, die selber Muster und Vorbild für andere sind.“

Jeder von uns wird von Gott auch für die Wahl des Politikers zur Rechenschaft gezogen. Denn der  Wähler kreuzt wohl überlegt auf dem Wahlzettel an.

(*) Es sei auf den folgenden Beitrag (in Englisch) hingewiesen: The Faith Trumps Biden

Bildquellen

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