Historie

Die wundersame Bekehrung der Azteken

Ereignisse die die Welt veränderten

Die wundersame Bekehrung der Azteken in Mexiko Guadalupe

An diesem Beispiel der himmlischen Massenbekehrung der aztekischen Bevölkerung zum christlichen Glauben sehen wir, wie Gott die Welt in seiner gütigen Vorsehung lenkt und regiert.

In dieser Kurzfassung folgen wir im wesentlichen dem sehr lesenswerten Artikel von Andreas Resch: Unsere Liebe Frau von Guadalupe

Die Situation vor der Erscheinung der Jungfrau von Guadalupe

Die Azteken übten einen blutig-schauderhaften Götzendienst (*) Neben der Ahnung eines unsichtbaren, unkörperlichen Gottes hatten sie aber auch die gräulichste Vielgötterei mit 13 Haupt- und über 200 Unter-Gottheiten. Dem schrecklichen Kriegsgott Huizlipochtli wurden fast täglich Menschenopfer dargebracht. Als Ferdinand Cortez den Auftrag erhielt, das durch blutigen Götzendienst entweihte Reich zu erobern, beherrschte es Montezuma II. Nachdem Hernando Cortez 1519 Mexiko für Spanien erobert hatte, sorgte er auch dafür, daß das Christentum unter den Mexikanern sich ausbreitete. Die ersten Missionare waren die Franziskaner, 1526 folgten die Dominikaner, dann die Merciarier (1526) und seit 1533 die Augustiner.

Die Bekehrung der Azteken war schwierig

Nach der Eroberung Mexikos durch die Spanier weigerte sich der Großteil der Bevölkerung, die christliche Religion anzunehmen. Dies war um so verständlicher, weil die Spanier mit ihrem grausamen Vorgehen gegen die Ureinwohner und ihrer Habsucht nach Gold und Silber die gütige Religion Jesu im Misskredit brachten. Als die ersten Franziskaner im Jahre 1924 ankamen, sahen sie die Misshandlungen und das brutale Vorgehen der Spanier. Für die Missionare war es deshalb eine vorrangige Aufgabe, die Ureinwohner vor den Misshandlungen zu schützen.

Der Konquistador Nuño Beltrán de Guzmán war so bösartig gegenüber den Indios und den Missionaren, daß der heiligmäßige Bischof Zumárraga sogar erwog, sämtliche Kirchen zu schließen. Ja sogar die Mission wollte er aufgeben und nach Spanien zurückkehren, sofern kein Wunder geschehe. Seine Worte waren: „Wenn Gott hier keinen Ausweg zeigt, ist das Land daran, zugrunde zu gehen.“ So sah die Situation im Jahr 1530 aus.

Die Bekehrung der Indios geschah durch Unsere Liebe Frau von Guadalupe

Unter den wenigen Indios, die sich zum Christentum bekehrt hatten, war ein Mann mit dem Aztekenname Cuauhtlatoatzin, was bedeutet: „der wie ein Adler spricht“. Sein christlicher Name lautete Juan Diego.

Ihm erschien in dieser ausweglosen Lage die Gottesmutter Maria vom Himmel. Sie gab ihm für den Bischof und für die noch nicht bekehrten Indios ein Zeichen, ein Wunder der außergewöhnlichsten Art. Dies ist das Bild der Allerheiligsten Jungfrau Maria von Guadalupe auf seiner Tilma.

Das Bild auf der Tilma brachte eine neue Beziehung zwischen beiden Kulturen

„Als die Azteken das in die Tilma eingeprägte Bild sahen, bekehrten sie sich zum Christentum, weil sie in dem Bildnis ein Zeichen des Himmels erblickten… Von da an sahen viele Azteken die christliche Religion als die einzig wahre an und Tausende von ihnen empfingen die Taufe. Die Zahl der Bekehrungen war so groß, dass die Missionare kaum Zeit zum Ausruhen hatten: ‚Wir waren so müde, dass wir unsere Arme nicht mehr länger emporhalten konnten, um alle zu taufen.‘ Von jenem Augenblick an änderte sich das Verhältnis zwischen Azteken und Spaniern dramatisch. Die Situation entspannte sich derart, dass beide in freundschaftlicher Beziehung nebeneinander lebten, was dazu führte, dass die zwei Kulturen, die einander als Feinde betrachtet hatten, eine neue Mischkultur bildeten. Daher wird oft gesagt, dass die Tilma von Guadalupe die Geburt Mexikos als Staat dokumentiere.“ (J. C. Esperiella: The Tilma, zitiert bei A. Resch)

Die Analyse des Bildes auf der Tilma ist so hoch interessant, daß jeder es bei Andreas Resch (siehe oben) lesen sollte. Dann können wir verstehen, warum die Indios sich nun zum Christentum bekehrten. Die feindliche Beziehung zwischen ihnen und den Spaniern wandelte sich in eine freundschaftliche Beziehung.

Es ist dann auch nicht mehr verwunderlich, daß 8 bis 9 Millionen dem Heidentum anhangenden Indios Südamerikas sich innerhalb von nur etwa zehn Jahren zum Christentum bekehrten. Welchen Dank schulden wir daher der Gottesmutter Maria, die ihnen die Tilma mit ihrem Bild voller Wunder geschenkt hat.

(*) Das Kirchenlexikon von Wetzer und Welte gibt als Literatur an: Lord Kingsborough, Mexican Antiquities, 9 vols., Lond. 1831 bis 1848; Alex. Lenoir, Parallèle des anc. Monuments mexicauns avec ceux de l`Egyote, de l`Inde et du reste de l`anc. Monde.

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