Religion

Chrislam eine neue Glaubensrichtung

Die drei Formen des Chrislam-Glaubens

Bei uns ist die Glaubensrichtung des Chrislam unter diesem Namen noch nicht so bekannt. Denn wer hat schon von der Sekte Chrislam gehört? Oder wer kennt die drei Formen des Chrislam-Glaubens? Chrislam ist ein sogenanntes Akronym oder Portmanteau, d. h. eine Wortmischung aus den Wörtern Christentum und Islam. Diese neue Sekte entstand in Nigeria. In den USA können wir eine spezielle Form finden, die vor allem durch einen protestantischen Pastor mit Namen Rick Warren entstanden ist. Es handelt sich bei dieser Form nicht um eine Sekte im engeren Sinn. Jedoch ist der Grundgedanke auch hier Synkretismus des Glaubens. Deshalb bezeichnen vor allem in den USA protestantische Gegner dieses Synkretismus  diese Glaubensform als Chrislam.  Auch der Vatikan hat diese besondere Form unter dem Namen „Interreligiöser Dialog“ für sich entdeckt. Unterstützung erhält er besonders von der chrislamischen Gemeinschaft Sant’Egidio, die auch die gotteslästerlichen Treffen in Assisi organisierten.

Im Folgenden werden wir die Informationen zusammen tragen, die es über die drei Formen des Chrislam gibt.

Der Nigerianische Chrislam

Der Gründer Tela Tella und Ifeoluwa

Die Sekte Chrislam gründete 1976 ein gewisser Tela Tella vom Stamm der Yoruba in Nigera. Er war vor dieser Gründung ein Mohammedaner. Ifeoluwa bedeutet „Die Liebe Gottes Mission“. Ähnlich wie im Islam basiert seine Lehre auf den fünf Säulen „Liebe“, „Barmherzigkeit“, „Freude“, „gute Taten“ und „Wahrheit“.

Das Credo lautet:

‚Der Gott Jesu ist einer und Der Gott Mohammeds ist Einer
Die Menschheit ist eins Chrislam Chrislam Chrislam‘

In Tella’s Tempel werden christliche und muslimische Anbetungslieder gesungen, sowohl aus der Bibel wie aus dem Koran werden Verse rezitiert. Die Gebete kombinieren christliche und muslimische Elemente. Zusätzlich zum wöchentlichen Samstagsgottesdienst wird außerdem am Freitag ein Heilig-Geist-Gottesdienst abgehalten, der eine nächtliche Gebetsversammlung darstellt. Einmal im Jahr wird eine Pilgerfahrt zum „Mount Authority“ unternommen. Die Pilgerfahrt umfaßt drei Tage lang ununterbrochenes Gebet und Fasten. Tella erklärt, daß für die Mitglieder des Chrislam der heilige Wallfahrtsort der „Mount Authority“ ist, der von Gott göttlich auserwählt wurde. Er erklärt außerdem, daß die Bibel und der Koran unvollständig sind und einige Ungenauigkeiten enthalten. Deshalb muss er in einem eigenen Buch, das seine göttlichen Offenbarungen enthält, Bibel und Koran ergänzen bzw. korrigieren.

Samsindeen Saka und Oke Tude

1989 behauptete ein gewisser Dr. Samsindeen Saka, selber eine Chrislam-Bewegung gegründet zu haben. Eingegeben wurde ihm die Gründung nach seiner Rückkehr von einer Hadschi-Pilgerreise nach Mekka. Wie Tella war er früher ein Mohammedaner.
„Tude ist das religiöse Ritual der „Befreiung“, bei dem Anbeter sieben Mal um eine Nachbildung der Kaaba laufen, die einen Brunnen mit Weihwasser enthält, während sie „Halleluja“ und „Allahu Akbar“ rufen. Es wird angenommen, daß die laufende Befreiung die Menschen von bösen Mächten befreit und den Besitz des Heiligen Geistes ermöglicht….“ (Quelle: Wikipedia Stichwort Nigerian Chrislam)

Saka betont die gemeinsamen Ursprünge von Christentum und Islam als abrahamitische Religionen. „Abraham hat viele Kinder und ist der Vater des Christentums und der Vater des Islam. Warum kämpfen die Christen und Muslime?“

In der Oke Tude-Hymne heißt es:

‚Unser Gott, der Schöpfer, erhöre uns
Oh Gott, segne den Propheten Isa (Jesus)
Und den edlen Propheten (Muhammad)
Oh Gott, segne Samsindeen (Saka)
Und den edlen Propheten
Oke Tude, erlöse uns
Erlöse uns von Krankheit
Oke Tude, erlöse uns‘

Die Ogbómòsó Gesellschaft von Chrislam (OSC)

2005 haben Universitätsstudenten diese Gesellschaft gegründet und behauptet, daß sie dies aufgrund einer Vision von Gott getan hätten. Diese Gesellschaft lehrt, daß Christentum, Islam und afrikanische indigene Religionen aus derselben Quelle stammen und zu einer einzigen religiösen Bewegung zusammengeführt werden sollten. Während des wöchentlichen Gottesdienstes rezitiert das OSC Verse aus dem Koran, der Bibel und aus dem Odu Ifa. Ifa ist ein System der Wahrsagerei. Der Gott Afrikas, Jesus und Mohammed werden gemeinsam angerufen.

Ihr Glaubensbekenntnis sagt: „Es gibt keinen Gott außer Gott und nur eine Religion. Es gibt viele Propheten und Gottheiten, aber nur einen Gott. “

Zu den Ritualen gehört ‚Yemaya Wudu‘, das die islamische Praxis des Waschens zur Vorbereitung auf Gebet und Anbetung beinhaltet. Dieses Ritual verbindet die Sekte außerdem mit der christlichen Taufpraxis und dem Gebet zu Yemaya, der Yoruba-Göttin des Meeres. Yemaya ist eine Orisha, die infolge des Sklavenhandels ihren Weg nach Südamerika fand. Dort finden wir die Orishas u.a. in den Praktiken des Candomblé und Umbanda wieder.

Die Orishas sind von dem höchsten Gott mit Namen Olodumare gesandt, die gesamte Schöpfung und insbesondere die Menschheit zu leiten, wie sie auf der Erde leben soll und wie sie erfolgreich sein kann.

Der amerikanische protestantische Chrislam

Rick Warren wird vom Time Magazine als einer der „100 einflussreichsten Menschen der Welt“ angesehen und ist einer der anerkanntesten und einflussreichsten Pastoren der Welt. Er ist nicht nur evangelischer Theologe und Pastor, sondern auch ein globaler Stratege und Philanthrop. Außerdem ist er ein gern gesehener Gastredner auf vielen renommierten nationalen und internationalen Foren. Darunter befinden sich das Weltwirtschaftsforum in Davos, die Vereinten Nationen, Global Health Summit von Time u.a.

Bei der Amtseinführung von Barak Hussein Obama im Jahr 2009 durfte Rick Warren das Einweihungsgebet sprechen. In diesem heißt es u.a.: „Ich bitte dies demütig im Namen dessen, der mein Leben verändert hat – Jeschua, Isa, Jesus, [spanische Aussprache], Jesus.“

Hier benutzt Warren die drei Namen, die die drei „abrahamitischen Glaubensrichtungen“, das Judentum, der Islam und das Christentum, für Jesus haben. Im Koran ist Isa aber nicht von jüdischer Herkunft, sondern er war ein Palästinenser. Isa starb auch nicht am Kreuz, sondern ein anderer starb an seiner Stelle. Isa ist ein muslimischer Prophet. Nur arabische Muslime benutzen diesen Namen Isa. Christliche Araber dagegen den Namen „Yeshua“ für Jesus. (Quelle: Rick Warren Prays in Name of „Isa,“ Muslim False „Jesus“)

Warren ein Promoter des Chrislam

Der protestantische Prediger und Millionär Rick Warren hielt im Jahr 2009 in Orange County, Kalifornien, eine Rede vor dem Kongress der Islamic Society of North America. Dort erklärte er, daß Muslime und Christen zusammen arbeiten müssen, um Frieden und Freiheit zu fördern und globale Probleme zu lösen. Christen und Muslime seien Glaubens-Genossen. Warren war maßgeblich an der Schaffung und Unterzeichnung des Yale-Bundes zwischen Islam und Christentum beteiligt und hat die Erklärung ebenfalls unterzeichnet.

Verfaßt haben diese Erklärung Wissenschaftler am Center for Faith and Culture der Yale Divinity School. Fast 300 christliche Theologen und Leiter haben diese Erklärung befürwortet und unterzeichnet.

Die Präambel des Yale-Bundes

Als Mitglieder der weltweiten christlichen Gemeinschaft waren wir tief ermutigt und herausgefordert

durch den jüngsten historischen offenen Brief, der von 138 führenden muslimischen Gelehrten, Klerikern und Intellektuellen aus der ganzen Welt unterzeichnet wurde. „Ein gemeinsames Wort zwischen uns und euch“ identifiziert einige zentrale Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Islam, die im Herzen unserer jeweiligen Religionen sowie im Herzen des ältesten abrahamitischen Glaubens, des Judentums, liegen. Der Aufruf Jesu Christi, Gott und den Nächsten zu lieben, wurzelt in der göttlichen Offenbarung an das Volk Israel, die in der Thora verkörpert ist (Deuteronomium 6,5; Levitikus 19,18). Wir empfangen den offenen Brief als eine muslimische Hand der Gastfreundschaft und Zusammenarbeit, die den Christen weltweit entgegen gestreckt wird. In dieser Antwort strecken wir im Gegenzug unsere eigene christliche Hand aus, damit wir zusammen mit allen anderen Menschen in Frieden und Gerechtigkeit leben können, während wir versuchen, Gott und unsere Nächsten zu lieben.

Muslime und Christen haben sich nicht immer in Freundschaft die Hände geschüttelt; ihre Beziehungen waren manchmal angespannt und sogar von offener Feindseligkeit geprägt. Da Jesus Christus sagt: „Zieh zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge, dann wirst du klar sehen, um den Fleck aus dem Auge deines Nächsten zu ziehen“ (Matthäus 7,5), wollen wir damit beginnen, anzuerkennen, daß viele Christen in der Vergangenheit (z.B. in den Kreuzzügen) und in der Gegenwart (z.B. in den Exzessen des „Kriegs gegen den Terror“) schuldig geworden sind, gegen unsere muslimischen Nachbarn zu sündigen. Bevor wir Ihnen bei der Beantwortung Ihres Briefes „die Hand schütteln“, bitten wir den Allbarmherzigen und die muslimische Gemeinschaft in aller Welt um Vergebung. (Quelle: Christian Leaders Respond to „A Common Word“)

Ein weiterer Promoter des Chrislam ist die Organisation ‚Faith Shared‘

Verschiedene evangelikale und andere protestantische Gemeinden starteten im November 2010 eine Predigtserie zur Versöhnung zwischen den Religionen. In den Kirchenreihen wurde der Koran neben die Bibel gelegt. In den Sonntagsschulen gab es Unterrichtsreihen über die Lehre von „Jesus im Koran“. Schließlich adoptierten sie offiziell die Lehre des Chrislam. Organisiert und gefördert werden die Aktionen von der Gruppe ‚Faith Shared‘, die dazu ermutigt, in regelmäßigen Abständen Muslime in den Gemeinden einzuladen und gemeinsam mit ihnen aus den Evangelien, der Thora und dem Koran zu lesen. Auf ihrer Internetseite propagieren sie Toleranz, Freiheit und die allgemeinen Menschenrechte.

Dort heißt es zum Beispiel:

„Faith Shared bittet Gotteshäuser im ganzen Land, Veranstaltungen zu organisieren, bei denen Geistliche aus den heiligen Texten der jeweils anderen Seite lesen. Ein Beispiel wäre die Teilnahme eines christlichen Pfarrers, eines jüdischen Rabbiners und eines muslimischen Imams an einem Gottesdienst oder einer anderen Veranstaltung. Vorgeschlagene Lesungen aus der Thora, den Evangelien und dem Koran werden zur Verfügung gestellt, aber die Gemeinden werden ermutigt, Lesungen zu wählen, die bei ihren Gemeinden Anklang finden. Die Einbeziehung von Mitgliedern der muslimischen Gemeinde ist von entscheidender Bedeutung. Wir werden auch Vorschläge unterbreiten, wie Sie dieses Programm in Ihre regulären Gottesdienste einbauen können. Und wir werden lokale Gemeinden bei ihren Medien- und Kommunikations-Bemühungen unterstützen.“ (Quelle: A Project of Interfaith Alliance and Human Rights First)

Inzwischen haben mehr als 500 protestantische Kirchen den Koran neben der Bibel in ihre Kirchen aufgenommen. Und es werden immer mehr, die dem Chrislam-Glauben huldigen.

Der Vatikanische Chrislam

Karol Wojtyla hat als „Johannes Paul II.“ in der Woche vor dem ersten Welt-Gebets-Treffen 1986 in Assisi erklärt: „Man kann gewiss nicht ‚zusammen beten‘, also ein gemeinsames Gebet sprechen; aber man kann zugegen sein, wenn andere beten.“ Das heißt, Katholiken können zugegen sein, wenn Vertreter heidnischer Religionen ihre Götter anbeten, d.h. Götzendienst betreiben. Katholiken können auch zugegen sein, wenn Imame aus dem Koran rezitieren.

Alles begann mit dem Dokument „Nostra aetate“

Nun wird in dem Dokument „Nostra aetate“ behauptet, daß die Mohammedaner den alleinigen Gott anbeten. Begründet haben es die Verfasser dieses Dokumentes mit einem Brief von Papst Gregor VII. aus dem Jahr 1067. Jedoch ist dieser Brief ein diplomatischer Brief, den der Papst mit dem Ziel geschrieben hatte, christliche Sklaven aus muslimischer Gefangenschaft zu befreien. Der Brief gehört deshalb nicht zum Lehramt der Kirche. Die Kirche und alle Päpste bis zu Pius XII. haben niemals in ihrem Lehramt festgestellt, daß die Mohammedaner den alleinigen Gott anbeten, „den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat.“

Jorge Bergoglio’s Aktivitäten für den Chrislam

Wir erinnern uns daran, wie im Juni 2014 in den Vatikanischen Gärten Vertreter der drei „abrahamitischen Religionen“ ihre Gebete rezitiert haben.

Chronologie der vatikanischen Förderung des Chrislam

6. Januar 2016: Jorge Bergoglio veröffentlicht seine Gebetsmeinungen für den Januar in einem Video. In diesem Video sagt er, daß viele anders denken, anders fühlen. „Sie suchen und finden Gott auf unterschiedliche Weise. In dieser Vielfalt, in dieser Auffächerung der Religionen gibt es eine einzige Gewissheit, an der wir für alle festhalten: Wir sind alle Kinder Gottes.“ Sein Anliegen ist es, so Bergoglio, „daß der aufrichtige Dialog zwischen Männern und Frauen der verschiedenen Religionen Früchte des Friedens und der Gerechtigkeit hervorbringe.“

aus dem Video über die Gebetsmeinung für den interreligiösen Dialog

Screenshot aus dem Video

23. Mai 2016: Jorge Bergoglio und Scheich Ahmed el-Tayeb halten ein historisches Treffen im Vatikan ab. Der Scheich ist Großimam von Al-Azhar und der oberste Imam des sunnitischen Islam. In einer Erklärung wird Tayeb zitiert, als er dem Papst sagt: „Wir müssen Hand in Hand eine gemeinsame Haltung einnehmen, um der Menschheit Glück zu bringen. Göttliche Religionen wurden offenbart, um Menschen glücklich zu machen und ihnen keine Not zu bereiten.“ (Quelle: Unser Treffen ist die Botschaft)

Das Dokument „Menschliche Brüderlichkeit für den Weltfrieden“ wird unterzeichnet

3. Februar 2019: Jorge Bergoglio besucht Abu Dhabi in dem Vereinigten Arabischen Emirat. Dort findet ein globales interreligiöses Treffen zur menschlichen Brüderlichkeit statt. Es ist eine Konferenz zur Bekämpfung des religiösen Extremismus.
Während des dreitägigen apostolischen Besuchs unterzeichnet Jorge Bergoglio in Abu Dhabi zusammen mit Ahmad el-Tayeb, Großimam al-Azhar, ein Dokument mit dem Titel „Menschliche Brüderlichkeit für den Weltfrieden“. Das Dokument verspricht den Weltfrieden ohne Christus und das Zusammenleben zwischen Menschen unterschiedlichen Glaubens.

In seiner Ansprache vor den Teilnehmern der Interreligiösen Konferenz sagte Jorge Bergoglio:

„Freiheit ist ein Recht jedes Menschen: Jeder genießt die Freiheit des Glaubens, des Denkens, der Meinungsäußerung und des Handelns. Der Pluralismus und die Vielfalt von Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Rasse und Sprache sind ein weiser göttlicher Wille, mit dem Gott die Menschen geschaffen hat. Diese göttliche Weisheit ist der Ursprung, aus dem sich das Recht auf Glaubensfreiheit und auf Freiheit, anders zu sein, ergibt“ (Zitat aus dem anschließend unterzeichneten Dokument über die Geschwisterschaft unter Menschen). (Quelle: vaticannews – Papst Franziskus in Arabien: Die Ansprache bei der Interreligiösen Konferenz)

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 4. Februar zum Internationalen Tag der Geschwisterlichkeit aller Menschen erklärt.

Das Chrislam-Logo für die Reise nach Marokko

10. Februar 2019: Der Vatikan veröffentlicht offiziell das Chrislam-Logo für die bevorstehende „Diener der Hoffnung“-Tour von Jorge Bergoglio in das muslimische Land Marokko. In einer Erläuterung, die die Veröffentlichung des Logos begleitet, heißt es, dass ein Kreuz und ein Halbmond im Logo Symbole des Christentums und des Islams sind, die die interreligiösen Beziehungen zwischen Christen und Muslimen hervorheben.

Das Chrislam-Logo für die Reise von Jorge Bergoglio nach Marokko

Screenshot Logo „Diener der Hoffnung“

Dieses Logo läßt sich als Chrislam-Logo deuten, wobei auffällig ist, daß der Halbmond des Islam das merkwürdige Kreuz des Christentums umgibt, quasi einkesselt. Auch die Farben sind nicht zufällig gewählt. So sind die Farben Rot und Grün für den Islam sowie Gelb und Weiß für den Vatikan zu sehen. Außerdem können wir das merkwürdige Kreuz auch uminterpretieren. Den grünen Querbalken interpretieren wir als islamischen Krummsäbel, der den Vatikan (symbolisch mit den Farben Gelb und Weiß dargestellt) besiegt.

Diese Interpretation ergibt sich aus dem eigentlichen Ergebnis des interreligiösen Dialogs. Es ist die Verkündigung des Islam in vielen christlichen Kirchen. Denn die Chrislam-Bewegung beinhaltet eine Ablehnung des Heils allein durch Jesus Christus.

Gründung des „Higher Committee of Human Fraternity“

27. August 2019: Nach der Unterzeichnung des Dokumentes „Menschliche Brüderlichkeit für den Weltfrieden“ in Abu Dhabi gibt der Vatikan nun bekannt, daß ein multireligiöses Komitee mit Namen „Higher Committee of Human Fraternity“ in den Vereinigten Arabischen Emiraten gegründet wurde, um das „Dokument über die menschliche Brüderlichkeit für den Weltfrieden und das Zusammenleben“ umzusetzen. Zu den Mitgliedern der siebenköpfigen vatikanischen und muslimischen Kommission gehören fünf Muslime, ein Jude, ein Rabbiner sowie der persönliche Sekretär von Jorge Bergoglio, Pater Yoannis Lahzi Gaid, und der Präsident des Päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog, Erzbischof Miguel Angel Ayuso Guixot.

22. September 2019: Der von Jorge Bergoglio ins Leben gerufene vatikanisch-muslimische interreligiöse Rat kündigt an, daß im Jahr 2022 ein Haus der abrahamitischen Familie eröffnet wird. Dieses Projekt besteht aus einer Moschee, einer Kirche und einer Synagoge. Die Ankündigung des Hauses der abrahamitischen Familie auf der Insel Saadiyat in Abu Dhabi erfolgte nach dem Besuch von Jorge Bergoglio in den VAE im Februar.

Das Haus der abrahamitischen Familie

Das Abrahamische Haus der Familie wird ein interreligiöser Komplex in Abu Dhabi sein, der von David Adjaye entworfen wurde, um eine Kirche, eine Synagoge und eine Moschee auf demselben Fundament unterzubringen. Das „Höhere Komitee“ gibt an, daß es das abrahamitische Familienhaus als Ort des Dialogs und des Zusammenlebens zwischen den Religionen betrachtet, wenn es 2022 fertiggestellt wird. (Quelle: What is the Higher Committee of Human Fraternity?)

Drei Sakralbauten – eine Moschee, Synagoge und Kirche – verbinden sich zu einer übergreifenden Gartenlandschaft. Ein zusätzlicher vierter Raum ist keiner bestimmten Religion zugeordnet und fungiert stattdessen als Gemeinschafts-Zentrum mit Bildungs- und Kulturangeboten. Die drei Gebäude werden den Plänen zufolge die gleiche Höhe haben, sich in Gestaltung und Inneneinrichtung aber unterscheiden. Zudem sind sie unterschiedlich ausgerichtet: Die Kirche nach Osten, die Moschee nach Mekka, die Synagoge nach Jerusalem.

Video: Abrahamitisches Familienhaus Animation

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Sant’Egidio als Promotor des Chrislam

Eine Delegation von Sant’Egidio hat ebenfalls an der Internationalen Tagung “Human Fraternity”, die vom Council of Muslim Elders in Abu Dhabi organisiert wird, teilgenommen. Nach eigenen Aussagen arbeitet die Gemeinschaft schon seit langem mit dem Rat für die Entwicklung des Dialogs von Islam und Christentum zusammen.

Marco Impagliazzo, Präsident der Gemeinschaft, spricht bei der Internationalen Konferenz ‚Human Fraternity in Abu Dhabi,‘ über die Kunst des Dialogs. Dort sagte er unter anderem:

“Die Religionen sind mit ihrer Jahrtausende langen Weisheit, mit ihrer Prägung durch das Gebet und ihrem Kontakt mit dem Leid der Menschen Werkstätten der Menschlichkeit… Die Religionen haben die Sendung, die Liebe bekannt zu machen, die Licht und Leben ausstrahlt, die wieder die Sehnsucht nach Frieden, Gastfreundschaft und dem Guten weckt. Wir sind keine Pessimisten. Es gibt menschliche und spirituelle Energien für eine bessere Welt. Um den Krieg zu besiegen. Um eine geschwisterlichere Welt aufzubauen… daß Friede möglich ist, ist eine Grundlage aller Religionen, denn er ist der schöne Name Gottes.“ (M. Impagliazzo, Sant’Egidio)

Lumen gentium: „Volk Gottes ist die ganze Menschheit“

In der Herder Korrespondenz findet sich ein Beitrag, der die Irrlehre besonders deutlich macht. Es heißt dort:

„Lumen Gentium“ weist auch hier einem heutigen Verständnis den Weg: „Volk Gottes“ ist die ganze Menschheit (LG 9 und 13), deren Heil Gott will und die damit gleichsam das Zentrum ist. Die Kirche ist „Volk Gottes“ zum Dienst an der Einheit der Menschheit und als Zeichen für die wirkliche Möglichkeit dieser noch ausstehenden Einheit. (Quelle: Das Verhältnis der katholischen Kirche zum Islam heute)

Warum führen die islamischen Geistlichen einen Dialog mit den Christen?

Graeme Wood schreibt in seinem Kommentar zum Besuch von Jorge Bergoglio in Abu Dhabi:

„Der Besuch war kein Zugeständnis an das Christentum, sondern eine strategische Berechnung, und zwar eine kluge… Die Golfstaaten fürchten das Christentum nicht mehr. Die Christenheit bekehrt kein muslimisches Land mehr; die Christen wollen einfach nur respektierte und respektvolle Gäste sein. Die größere Bedrohung geht vom Chaos aus – der Gefahr, daß ihre muslimischen Söhne und Töchter nicht mehr zu beherrschen sind und sich stattdessen unternehmerischen Amateuren wie dem Islamischen Staat anschließen. Die freundlichen und versöhnlichen Auftritte von el-Tayeb und Franziskus bewiesen, daß die religiösen Autoritäten des Christentums und des sunnitischen Islams gerne miteinander Frieden schließen und sich nicht übermäßig darauf konzentrieren, sich gegenseitig zu bekehren oder zu bekämpfen. Aber die Kämpfe innerhalb des Islams werden weiterhin ausgetragen.“

Die Päpste der katholischen Kirche über den wahren Frieden

Papst Pius XI. schrieb in seiner Antritts-Enzyklika „Ubi arcano Dei consilio“ von 1922 als Heilmittel gegen die Zeitübel: „Zuallererst muss der Friede wieder in die Herzen der Menschen einkehren. Denn nicht viel nützen wird uns der Friede, der nur äußerlich als solcher erscheint, der sozusagen nur wie eine Höflichkeitsform die gegenseitigen Beziehungen regelt. Uns tut ein Friede not, der in die Herzen dringt, sie beruhigt und sie zum brüderlichen Wohlwollen geneigt macht. Ein solcher Friede ist aber nur der Friede Christi,…“

Und Papst Pius XII. fragte in seiner Weihnachtsansprache Pius XII. am 24. Dezember 1941, ob das Christentum versagt habe. Nein, sagt er, daß Christentum, dessen Kraft von Dem kommt, Der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, hat nicht versagt. „Aber die Menschen haben sich gegen das christustreue Christentum und seine Lehre aufgelehnt. Sie haben sich ein Christentum nach ihrer Art geformt, ein neues Idol, das nicht rettet, (…), eine neue Religion, eine Maske toten Christentums, ohne den Geist Christi; und dann haben sie proklamiert, das Christentum habe seine Sendung nicht erfüllt.“

Und der wunderbare Papst fährt fort mit den Worten: „Aber wir können die Augen nicht schließen vor der traurigen Schau der fortschreitenden Entchristianisierung des Einzelnen und der Gesellschaft, die von der Lockerung der Sitten übergegangen ist zur Abschwächung und offenen Leugnung der Wahrheit und der Kräfte, die bestimmt sind, den Geist über Gut und Böse zu erleuchten, das Familienleben, das Privatleben, das staatliche und öffentliche Leben zu stärken.“

Einen Weltfrieden in Freiheit ohne Christus wird es nie geben

Da können die von Christus abgefallenen Katholiken noch so viele Dialoge mit dem Islam führen. Die Folge dieser Chrislam-Dialoge ist nämlich, daß auch in immer mehr katholischen Kirchen interreligiöse Gottesdienste stattfinden. Dort dürfen Imame Verse aus dem Koran rezitieren. Aber das bedeutet doch die Verkündigung der islamischen Religion in christlichen Kirchen. Als Vorbild gilt den Abgefallenen natürlich ihr Papst, der ja in den Vatikanischen Gärten die Glaubensrichtung Chrislam praktizierte.

Christus wird es deshalb nie zulassen, daß es eine geschwisterliche friedliche Welt, wie die obigen geistlichen Führer es wünschen, ohne Ihn gibt. Denn was wir jetzt schon sehen können, ist die Vorbereitung der Ankunft des Antichristen, die Entstehung einer freimaurerischen Weltordnung, die eine antichristliche Weltordnung sein wird. In ihr wird aber der Antichrist herrschen. Dieser Antichrist wird zwar einen weltweiten Frieden schaffen, aber dieser ist erkauft mit der Versklavung der gesamten Weltbevölkerung. Es ist die Glaubensrichtung des Chrislam, die uns einen luziferischen Frieden bescheren wird.

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